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Vorsorge

11.04.2012

Lebensversicherung in Lebensgefahr

Einige LV-Anbieter verabschieden sich von den klassischen ­Deckungsstockgarantien, weil sie unter den Bedingungen niedriger Zinsen nicht mehr an das traditionelle Produkt glauben. Wie aber sehen die Alternativen bei Swiss Life, Zurich, Gothaer und anderen Versicherungsunternehmen aus?
Neuzugang bei laufendem Beitrag 2011

Lebensversicherer und ihre Vertriebe schauten schon seit Monaten mit Bangen auf das Jahr 2012: Zum 1. Januar sank der Höchstrechnungszins im Neugeschäft auf 1,75 Prozent und damit auf einen bislang nie erlebten Wert. Ein solch niedriger Garantiezins macht es schwerer denn je, Kunden vom Abschluss einer Altersvorsorge mit Versicherungen zu überzeugen. 

Klassische Renten legten zu
Im Neugeschäft 2011 erreichte der laufende Beitrag für ein Jahr 6,11 Milliarden Euro und damit ein Plus von 8,1 Prozent gegenüber 2010. Das zeigen die internen Zahlen des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Allein im letzten Quartal 2011 wurden 2,25 Milliarden Euro eingelöst.

Überdurchschnittlich stieg der Neuzugang bei klassischen Renten und bei fondsgebundenen Renten. Unter den Teilsparten haben bei der Versicherungssumme des Neugeschäfts gegen laufende Beiträge vor allem Pflegerenten (+37,3 Prozent), Berufsunfähigkeitsversicherungen ­(+16,8 Prozent) sowie klassische Privatrenten (+15,5 Prozent) profitiert. Günstig für die Branche: Einmalbeitragspolicen verloren bei den Bruttobeiträgen 2011­ immerhin 17,5 Prozent. 2010 waren Einmalbeiträge bei der Kapitallebensversicherung (KLV)­ um 60 Prozent, bei Rentenpolicen um fast ­54 Prozent und bei fondsgebundenen Renten gar um 62,8 Prozent gewachsen. Die Bedeutung laufender Beiträge, also der Stellenwert des regelmäßigen Ansparens für das Alter, war und ist damit immer noch tendenziell rückläufig.

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