portfolio international MAGAZIN

Portfolio International

portfolio international

Ausgabe 5/14

Gewerbe-Versicherung für den Mittelstand

...mehr


Anzeige


Verlagsprodukte

Honorarberatung wird salonfähig

...mehr

 


Höchste Zeit für die private Pflegevorsorge

...mehr

 



Alles zum Thema
BÖRSE & FINANZEN
finden Sie hier

DAX
DAX 9.025,50 +0,42%
TecDAX 1.209,50 +0,43%
EUR/USD 1,2670 +0,20%

Quelle: Deutsche Bank / Realtime Indikation

Wertpapiersuche

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 11,19 +2,59%
FMC 56,59 +1,59%
Fresenius SE &... 38,85 +0,98%
SAP 51,70 -1,17%
BEIERSDORF 62,73 -1,04%
BMW 82,33 -0,77%

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
DWS Biotech AF 206,91%
ESPA Stock Biotec AF 204,98%
DekaLux-BioTech CF AF 204,37%
SEB Concept Biotec AF 196,27%
Bellevue(Lux) BB B AF 184,67%

mehr

portfolio-international.de
16.10.2006

Lebenslanges Lernen auch im Vertrieb

Die Beratungsqualität entwickelt sich im anspruchsvollen Fondsgeschäft zu einem wesentlichen Wettbewerbsfaktor. Unabhängige Ausbildungs­anbieter reagieren mit neuen Lehrgängen darauf.

Das Ansehen der Fondsbranche hängt nicht nur von wettbewerbsfähigen Produkten ab, sondern zu einem guten Teil auch von einer seriösen Beratung. Das ständig wachsende Fondsuniversum und die zunehmende Komplexität der Produkte stellen immer höhere Ansprüche an die Vertriebsstellen. Neben den Kundenberatern der Banken und unabhängigen Vermögensverwaltern haben sich längst auch Vertreter aus bankennahen Bereichen, wie etwa Versicherungs­agenten und unabhängige Finanzberater, zu wichtigen Akteuren entwickelt.

Die Beratungsqualität entwickelt sich im anspruchsvollen Fondsgeschäft zu einem wesentlichen Wettbewerbsfaktor. Unabhängige Ausbildungs­anbieter reagieren mit neuen Lehrgängen darauf.



Das Ansehen der Fondsbranche hängt nicht nur von wettbewerbsfähigen Produkten ab, sondern zu einem guten Teil auch von einer seriösen Beratung. Das ständig wachsende Fondsuniversum und die zunehmende Komplexität der Produkte stellen immer höhere Ansprüche an die Vertriebsstellen. Neben den Kundenberatern der Banken und unabhängigen Vermögensverwaltern haben sich längst auch Vertreter aus bankennahen Bereichen, wie etwa Versicherungs­agenten und unabhängige Finanzberater, zu wichtigen Akteuren entwickelt.

  • Strikte Richtlinien für den Vertrieb

Nach dem Willen des Schweizer Gesetzgebers sollen Kunden, die Investmentfonds erwerben, sich im Sinne des Anlegerschutzes darauf verlassen können, dass ihnen diese auf professionelle und transparente Weise angeboten werden. Wer gewerbsmäßig Fonds vertreibt, bedarf denn auch einer Bewilligung der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK). Zudem sollen die Richtlinien für den Fondsvertrieb des Schweizerischen Anlagefondsverbands (SFA) einen hohen Qualitätsstandard in der Information und Beratung der Anleger gewährleisten.


So hat die Fondsleitung sicherzustellen, dass ihre Vertriebsträger in der fondsbezogenen Kundenberatung und Kundenpflege nur Personen beschäftigen, die sich über die dafür notwendige Fachausbildung und Berufserfahrung ausweisen. Konkret müssen die Mitarbeitenden der Vertriebsträger Investmentfonds als Anlageinstrument allgemein verstehen und sich über genügend Wissen über Merkmale, Anlagepolitik und damit verbundenen Risiken des spezifischen Fonds ausweisen. Umgekehrt verpflichtet sich der Fondsanbieter zu einer angemessenen Unterstützung, Schulung und Ausbildung seiner Vertriebsträger.


Vor diesem Hintergrund ist die bedarfsgerechte und kontinuierliche Aus- und Weiterbildung im Fondsgeschäft zu einem bedeutenden Wettbewerbsfaktor geworden. Nicht nur, weil die Fondsleitungen einen Ruf zu verlieren haben, sondern weil sie damit auch ihre Marktstärke fördern und sich über Beratungsqualität und -kompetenz von der Konkurrenz abheben können.


Gleichwohl stellt sich die Frage, wie diese Ausbildung auszusehen hat. Selbstredend unternehmen die Fondsanbieter seit Jahren eigene Anstrengungen im Rahmen von internen Aus- und Weiterbildungen, denen allerdings eine gewisse Verkaufsorientierung nicht ganz abzusprechen ist. In den letzten Jahren ist daher die Bedeutung unabhängiger Schulungsanbieter und Ausbildungsprofis gewachsen.


Der Wandel in der Ausbildungslandschaft wird nicht zuletzt durch neue Berufsbilder und regulatorische Bestimmungen gefördert. Neben den Ausbildungselementen zu Fondsthemen als Bestandteil finanzfachlicher Aus- und Weiterbildungen wie dem Certified Financial Planner hat sich in den letzten Jahren insbesondere ein Angebot herausgebildet, das spezifisch auf Berufsbilder im Fondsgeschäft ausgerichtet ist.


Pionierin in diesem Bereich ist die vom Fondsprofi Rainer Landert vor rund fünf Jahren gegründete Fund Academy in Zürich. Im Rahmen des Fund Academy College werden Praxislehrgänge und Fachkurse für Mitarbeitende aus Administration, Produktion und Vertrieb durchgeführt. Zusammen mit dem Institut für Finanzplanung IfFp hat die Fund Academy zudem das Konzept für den Diplom- Fondsberater IAF entwickelt, der sich an Kundenberater richtet. Der Abschluss zum Diplom Fund Officer IAF wurde für Führungs- und Nachwuchskräfte in der Fonds­industrie entwickelt. Die Kurse erfreuen sich großer Nachfrage, nicht zuletzt durch Vertreter der großen Banken, welche die Fund Academy auch für unternehmensinterne Seminare nutzen.


Kommendes Jahr bietet die Akademie in Kooperation mit der Hochschule Liechtenstein zwei neue Diplomlehrgänge an. Gegenwärtig läuft die Ausschreibung für den ersten Lehrgang International Fund Business IFB, der Ende Februar 2007 startet. Dozenten aus dem In- und Ausland vermitteln einen vertieften Einblick in aktuelle Produkt-, Marketing- und Vertriebsfragen im internationalen Kontext (EU, Schweiz, Liechtenstein). Der Intensivlehrgang umfasst sieben Kurstage, die sich über fünf Monate verteilen und mit einer Zertifikatsprüfung ihren Abschluss finden.


Darauf aufbauend steht im Herbst kommenden Jahres erstmals der Lehrgang International Fund Strategie IFS an. Im Rahmen von Workshops beschäftigen sich die Teilnehmenden mit Fragen der strategischen Gesamtführung im internationalen Fondsgeschäft und gehen auch auf den strategischen Marktauftritt ein. Auf Grund der internationalen Ausrichtung kann sich Landert gut vorstellen, dass sich Liechtenstein zu der wichtigsten Fondsausbildungsstätte im deutschsprachigen Raum entwickeln könnte.


Corin Ballhaus

 
Einen Kommentar schreiben
Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

CAPTCHA Bild zum Spamschutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
* Pflichtfelder
 
 
Anzeige
Anzeige