portfolio international MAGAZIN

Portfolio International

portfolio international

Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

...mehr

Meistgelesene Artikel


Alles zum Thema
BÖRSE & FINANZEN
finden Sie hier

DAX
Chart
DAX 12.966,00 -0,62%
TecDAX 2.504,25 -0,08%
EUR/USD 1,1795 +0,20%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Wertpapiersuche

Aktien Tops & Flops

DT. BÖRSE 93,49 +1,05%
DT. BANK 16,21 +0,28%
HEID. CEMENT 92,56 +0,09%
FRESENIUS... 63,50 -5,62%
RWE ST 19,40 -4,32%
E.ON 9,78 -2,57%

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 240,29%
Commodity Capital AF 204,91%
Stabilitas PACIFIC AF 130,93%
Allianz Global Inv AF 122,47%
Apus Capital Reval AF 104,01%

mehr

Analyse
22.06.2017

Künstliche Intelligenz als Anlageziel

Investitionen in künstliche Intelligenz boomen. Im vergangenen Jahr gaben Unternehmen rund 27 Milliarden Dollar für interne Forschung und Entwicklung sogenannter intelligenter Roboter und selbstlernender Computer aus. Viele Milliarden flossen aber auch extern mit Hilfe von Private Equity.

Die künstliche Intelligenz ist unter Forschern eigentlich schon ein alter Hut. Sie wird bereits seit Anfang der 1990er Jahre intensiv erforscht. Das zeigen die unzählige Studien, die das Fachbuch „Artificial Intelligence in Financial Markets“ kurzerhand auflistet. Das Werk ist gespickt mit Übersichten, die die Forschungsarbeiten rund um die künstliche Intelligenz auflisten.

Die Autoren um Dr. Christian W. Dunis, Gründer des Beratungshauses Acanto Research, werfen auch ein Schlaglicht auf die jüngsten Entwicklungen im Bereich des quantitativen Tradings. Sie erläutern den Aufbau neuronaler Netzwerke und stellen Ansätze vor, die sich den einzelnen Anlageklassen, Märkten und daran angrenzenden Finanzbereichen widmen, wobei insbesondere das quantitative Investieren in der Gegenwart rapide weiterentwickelt wird. 

Rapide entwickelt haben sich in der jüngsten Vergangenheit die Ausgaben, die unter dem Überbegriff künstliche Intelligenz oder auch maschinelles Lernen geflossen sind. Das Beratungshaus McKinsey berichtet, dass Technologiekonzerne wie Google und Facebook allein im vergangenen Jahr bis zu 27 Milliarden Dollar für interne Forschung und Entwicklung intelligenter Roboter und selbstlernender Computer ausgegeben haben. Weitere zwölf Milliarden Dollar seien 2016 extern in KI geflossen. Hier bezieht sich McKinsey auf Private-Equity-Gesellschaften, Risikokapitalgeber sowie auf Mittelflüsse im Rahmen von Fusionen und Übernahmen. In Summe waren dies rund 39 Milliarden Dollar, was eine Verdreifachung im Vergleich zu 2013 bedeutet. 

Der Großteil der externen Investitionen (rund 60 Prozent) fließen in maschinelles Lernen (bis zu sieben Milliarden Dollar), weitere wichtige Felder sind Bilderkennung (2,5 bis 3,5 Milliarden Dollar) und Spracherkennung (600 bis 900 Millionen Dollar). Dies sind die Ergebnisse der Studie „Artificial intelligence: the next digital frontier”, die das McKinsey Global Institute (MGI) jüngst vorgestellt hat. Für die Studie hat das MGI unter anderem über 3.000 Entscheider auf Vorstandsebene in zehn Ländern befragt. Neben Deutschland waren dies die USA, China, Großbritannien, Frankreich, Italien, Schweden, Südkorea, Japan und Kanada. 

Doch wo geht die Reise hin? „Wir stehen in der Entwicklung der künstlichen Intelligenz noch am Anfang – doch die großen Digitalunternehmen haben mittlerweile massiv in diese Technologien investiert“, erläutert Peter Breuer, Seniorpartner im Kölner Büro von McKinsey. „Auch traditionelle Unternehmen sollten sich jetzt auf die Anwendungsfelder konzentrieren, in denen sie mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Kosten einsparen und neue Umsatzpotenziale erschließen können.“ 

Manche Sektoren weitestgehend digitalisiert

Die MGI-Studie belegt die bestehende Zurückhaltung vieler Unternehmen: Neun Prozent der befragten Firmen gaben beispielsweise an, maschinelles Lernen schon in großem Umfang einzusetzen. Zwölf Prozent sehen sich beim Thema KI schon über ein Experimentierstadium hinausgekommen. Die Vorreiter zeichnet neben einer starken Unterstützung durch den Vorstand aus, dass sie mit KI neue Geschäftsfelder erschließen. Zurückhaltende Unternehmen versprechen sich von dieser Technologie hingegen vor allem Kosteneinsparungen. 

Im Branchenvergleich ist die High-Tech und Telekommunikationsindustrie beim Einsatz von KI am weitesten. McKinsey-Experte Peter Breuer: „Diese Sektoren sind schon lange weitestgehend digitalisiert; die künstliche Intelligenz ist für sie der nächste logische Schritt.“ Auch die Automobilindustrie mit dem Megathema selbstfahrende Autos sowie die Finanzindustrie mit den Innovationen durch Fintechs belegen obere Plätze im Artificial-Intelligence-Index“, in dem das McKinsey Global Institute die Einführung und Nutzung von KI in 13 Branchen untersucht hat. Stark zurück fällt im Vergleich dazu die Gesundheits- und Bauwirtschaft. 

Tobias Bürger

(Bild: Shutterstock)

Weiterführender Link:

Revolution entlang der Wertschöpfungskette 

portfolio international update 22.06.2017

 
Einen Kommentar schreiben
Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

CAPTCHA Bild zum Spamschutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
* Pflichtfelder
 
 
Anzeige
Anzeige