portfolio international MAGAZIN

Portfolio International

portfolio international

Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

...mehr

Meistgelesene Artikel


Alles zum Thema
BÖRSE & FINANZEN
finden Sie hier

DAX
Chart
DAX 12.862,50 -1,01%
TecDAX 3.072,00 -1,63%
EUR/USD 1,1839 +0,21%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Wertpapiersuche

Aktien Tops & Flops

CONTINENTAL 92,40 +1,65%
E.ON 10,00 +0,60%
DT. TELEKOM 15,31 +0,16%
WIRECARD 1,31 -8,61%
INFINEON 21,67 -2,08%
MTU AERO 150,45 -1,73%

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Swiss Life Funds ( AF 13.469,80%
Swiss Life Funds ( RF 10.682,30%
ETFS Metal Securit SF 160,42%
Morgan Stanley Inv AF 144,19%
JPMorgan Funds US AF 142,27%

mehr

Beratung
11.06.2012

Kritik an Quersubventionierung durch Provisionen

Uwe Lange

Uwe Lange

Der Finanzvermittler AVL sieht sich durch die Stellungnahme des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute bestätigt.

Die jüngst genannten neuen Gründe für ein Provisionsabgabeverbot sind nach Ansicht des Vermittlers AVL Finanzdienstleistung Investmentfonds die besten Argumente, es endlich abzuschaffen. „Die Lobbyisten haben deutlich gemacht, dass Kunden von Lebensversicherungen andere Sparten über Provisionen mitfinanzieren“, sagt AVL-Geschäftsführer Uwe Lange.

Der AVL zielt damit auf eine Stellungnahme des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) ab. Die Finanzaufsicht Bafin hatte in einem sogenannten Konsultationsverfahren zahlreiche Verbände aufgefordert, sich zum Provisionsabgabeverbot zu äußern. Die Bafin will nun offenbar prüfen, ob das Provisionsabgabeverbot für alle Vermittler abgeschafft werden sollte.

Der BVK hatte sich in der Stellungnahme wie folgt geäußert: „Das Provisionsabgabeverbot hat im Übrigen dazu geführt, dass der Versicherungsvermittler seine gesamte Tätigkeit quersubventioniert. (…) Zu einer Querfinanzierung kommt es des Weiteren, weil Provisionen aus der Vermittlung von zum Beispiel Sachversicherungen oftmals den Beratungsaufwand nicht decken. So erfordert die Vermittlung von Kfz-Policen eine umfassende Beratung, für die nicht selten nur eine Jahresprovision von 20 Euro erzielt wird, die nicht kostendeckend ist und aus der auch Agenturkosten des Vermittlers finanziert werden müssen.“

„Was für ein Eigentor“, kommentiert Lange die Stellungnahme: „Der BVK räumt selber eine Quersubventionierung des Vertriebes ein. Die hohen Provisionen etwa aus Lebensversicherungen werden ganz offensichtlich dazu verwendet, die Beratung in anderen Sparten mitzufinanzieren.“

Genau das „ist aber wegen des Sparten-Trennungsgebotes im Versicherungsrecht unzulässig“, sagt der Stuttgarter Rechtsanwalt Andreas Sasdi, der für AVL in einem Rechtsstreit mit der Bafin das Recht auf Provisionsabgabe erstritten hat. „Es kann schließlich nicht angehen, dass ein Lebensversicherungskunde eine Hausrat- oder Autoversicherung des gleichen Konzerns sponsern muss.“

Solche Praktiken seien nur möglich, so AVL, weil keine Transparenz über Provisionen bestehe. Nur wenn das Provisionsabgabeverbot insgesamt falle, könnten solche unzulässigen Quersubventionierungen verhindert werden, da die Branche zu Prämien ohne eingerechnete Provisionen übergehen würde.

Dazu AVL-Geschäftsführer Uwe Lange: „Wir fordern Finanzaufsicht und Gesetzgeber auf, nicht nur das Provisionsabgabeverbot für alle zu kippen - die Finanzaufsicht sollte zudem sofort gegen den offenkundigen Missstand mit Quersubventionierungen der Versicherungssparten vorgehen.“

portfolio international update 08.06.2012/gcu

 
Einen Kommentar schreiben
Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

CAPTCHA Bild zum Spamschutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
* Pflichtfelder
 
 
Anzeige
Anzeige