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Ausgabe 03/2017

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Vorsorge
25.04.2017

Kommt das Online-Rentenkonto?

Knapp die Hälfte der Deutschen würde ein übergreifendes Online-Rentenkonto nutzen, in dem alle zu erwartenden Einkünfte im Alter einzeln und zusammengefasst aufgeführt werden. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), die vom Meinungsforscher Insa Consulere in der ersten April-Dekade durchgeführt worden ist. In einem solchen Konto würden neben den Zahlungen der gesetzlichen Rentenversicherung auch Betriebsrenten und private Altersvorsorge erfasst.

41 Prozent der Befragten halten ein übergreifendes Online-Rentenkonto gar für notwendig (siehe Grafik), wobei vor allem Männer für eine solche Dienstleistung plädieren (46 Prozent). Je höher das Einkommen der Befragten, umso höher ist der Anteil der Befürworter eines solchen Kontos. Damit es ausreichend Akzeptanz in der Bevölkerung findet, müsste es von einer neutralen und unabhängigen Stelle geführt werden, die mit keiner Einrichtung der Alterssicherung in Verbindung steht. Diese Forderung formulierte mit 62 Prozent der Befragten eine deutliche Mehrheit.

Enorm wichtig wird dabei der Datenschutz beurteilt. Drei von vier Befragten sind der Meinung, dass der Datenschutz eines Online-Rentenkontos durch geeignete technische Maßnahmen gewährleistet werden muss. Die Sensibilität für den Datenschutz nimmt mit steigendem Alter zu. So forderten 84 Prozent der über 64-Jährigen einen ausreichenden Datenschutz.

„Die Bundesregierung muss in der kommenden Legislaturperiode endlich die Voraussetzungen für die Einrichtung eines Online-Rentenkontos schaffen“, fordert DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. „In anderen Ländern gibt es bereits seit längerem diese Möglichkeit“, mit der sich umfassend und vorausschauend über die eigene finanzielle Absicherung im Alter informieren lässt. In Deutschland hingegen kämen entsprechende Initiativen einfach nicht vom Fleck. „Nur wer ausreichend über seine Rentenansprüche informiert ist, kann auch eigenverantwortlich handeln“, so Morgenstern.

Erst kürzlich hatten bei einer anderen Umfrage 94 Prozent der Versicherer für den Aufbau einer säulenübergreifenden Informationsplattform zur Altersvorsorge befürwortet. Eine digitale  Informationsplattform könnte jedem Bürger einen schnellen und einfachen Gesamtüberblick zu all seinen Altersvorsorgebezügen aus gesetzlicher, privater und betrieblicher Rente geben.

Bürger können sich aufgrund der vielen, nicht aufeinander abgestimmten Einzelinformationen verschiedener Anbieter heute ohne professionelle Hilfe kaum ein eigenes Bild darüber machen, wo sie mit ihrer Altersvorsorge insgesamt stehen und was sie insgesamt im Rentenalter an Kapital zu erwarten haben. Eine säulenübergreifende Plattform könne auch dazu beitragen, dass Bürger ihre ergänzende Altersvorsorge aktiv angehen.  

Detlef Pohl

(Grafik: DIA)

Weiterführende Links:

portfolio international update 25.04.2017

 
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