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Ausgabe 02/2016

Wie geht's weiter mit der bAV?

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Verlagsprodukte

Digitalisierung: Wandel ist in vollem Gange

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Dauerbrenner
Multi Asset: Liefern
die Fonds, was sie versprechen?

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Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Access Fund Vermög GF 3.056,30%
Access Fund Vermög GF 2.934,24%
Access Fund Vermög GF 2.844,35%
Access Fund Vermög GF 2.673,67%
AXA IM Fixed Incom RF 187,27%

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Beratung

11.01.2016

Kommt das digitale Maklerbüro? I

Die digitale Revolution verändert die Assekuranz und deren Vertrieb. Was die Versicherer und Pools sich einfallen lassen, um den Maklern durch technologisches Know-how die Arbeit­ zu erleichtern und wie das digitale Maklerbüro schrittweise erbaut wird. Teil I
Sebastian Grabmaier
Wolfram Lefevre

Das meist genutzte Wort auf der Fachmesse DKM 2015 in Dortmund war wohl „Digitalisierung“. Egal, ob ich mit Vorständen der Assekuranz, mit Poolchefs oder Beratern sprach, jeder setzt auf seine Weise auf mehr technologische Effizienz, um Prozesse schneller und schlanker hinzubekommen. Dass dabei vieles noch nicht beim Vertrieb und beim Kunden passgenau ankommt, räumten die Akteure freimütig ein. Gebraucht wird mehr Unterstützung durch externe Dienstleister wie Pools und Softwarefirmen. Außerdem ändert sich das Kundenverhalten in Richtung „Smart Insurance“. Fintechs – also meistens Start-Up-Unternehmen, die sich mit hochentwickelten technologischen Lösungen im Finanz- und Versicherungsbereich direkt an den online-affinen Endkunden wenden – werden von zahlreichen Maklern und Beratern bislang mit Argwohn betrachtet (siehe auch Ausgabe 5/2015). Nach dem Motto: Sind wir jetzt alle obsolet? Redet der Kunde nur noch mit seinem Handy?

Deswegen hat die JDC-Gruppe, Mutterkonzern des Maklerpools Jung, DMS & Cie. (JDC), mit „Allesmeins“ ebenfalls eine Kunden-App entwickelt, die sie allen Poolpartnern ab Januar 2016 kostenlos zur Verfügung stellt (allesmeins.de). „Dabei arbeitet die Technologie nicht gegen, sondern für den Makler“, sagt JDC-Vorstandschef Dr. Sebastian­ Grabmaier. Wie bei den Fintechs können Maklerkunden mit der App anbieterübergreifend sämtliche Versicherungsverträge mit der entsprechenden Vertragsdokumentation auf ihrem Smartphone oder Tablet abrufen und Verträge leicht hinzufügen oder optimieren.

Mit einem entscheidenden Unterschied gegenüber den reinen Fintechs: Der individuelle Versicherungs- oder Anlageberater bleibt den Kunden bei Nutzung von „Allesmeins“ mit seiner Beratungskompetenz voll erhalten. Über Chat- oder Social-Media ist der Kunde stets nur einen Klick von der Unterstützung seines Beraters entfernt. Als Kunde entscheidet er, ob, wie und wann er seinen Berater kontaktiert.

Hybrides Modell aus Technik und Beratung
Dieses hybride Modell aus Technik plus Beratung ist auch für alle JDC-Makler und -Finanzanlagenvermittler attraktiv: Durch die Übertragung weiterer Kundenverträge in die App entsteht mit der Zeit ein vollständiges Bild über das Risikoportfolio und später auch über die Vermögenssituation des Kunden. Makler erhalten so zusätzlich aus den neu übertragenen Beständen eine laufende Betreuungsvergütung, die sie vorher nicht bekommen haben. Bei „Allesmeins“ erhält der Makler die Chance, die Digitalisierung erfolgreich für sich einzusetzen. Um alle Bestände in die App zu übertragen, ist es zwingend nötig, dass der Kunde dem Makler eine Vollmacht (Maklermandat) zur Übertragung der Unterlagen seiner bisher vermittelten Versicherungen und Anlagen ausstellt. Mit dieser Vollmacht wendet sich der Pool an die entsprechenden Produktanbieter und überträgt elektronisch alle Unterlagen und Informationen auf die App.

Kommentare

Nicht alles muss jemanden gefallen. Ganz neutral gesehen ist aber das MVP von Blau direkt wahrscheinlich eines der besten Systeme am Markt. Es gibt wohl kein MVP, welches so Up-to-Date ist. Und auch komplett online basiert. Dies könnte 2025 Standard sein. Früher sagten sich viele Makler, dass sie keine Homepage benötigen. Genauso reden heute viele Makler davon, das Sie keine App brauchen. Vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen, aber bestimmt übermorgen, möchte man mit der Zeit gehen.

Das Maklerverwaltungsprogramm von Blau direkt ist top. Ich kenne niemanden, der daran ernsthaft zweifeln könnte. Sie und ich, Herr Fleischhauer, können aber gerne mal hierzu kommunizieren. Zum Thema Unabhängigkeit: Sie sind definitiv abhängig vom Ihrer Asasoft-Lösung, so wie die mit Pools kooperierenden Makler vom Wohlergehen des Pools abhängig sind. Dass viele Makler überhaupt keine (echte) CRM-Lösung haben, stelle ich auch fest. Aber das ist eben keine Lösung. Beim Thema App sprechen wir uns nochmal - in spätestens 5 Jahren.

Herr Fleischhauer kritisiert Verwaltungsprogramme der Pools wie Blau direkt. Ich arbeite seit einigen Jahren mit diesem System und kenne am Markt keine bessere Lösung. Sie bezeichnen es aus Ihrer Sicht als unterirdisch? Die Apps für Kunden hätten keinen Mehrwert und sind Augenwischerei? Wie kommen Sie auf eine solche Bewertung? Dem Kunden mit einer App einen Service zu bieten, welchen es bisher am Markt noch nicht gibt, nicht als Mehrwert zu bezeichnen, geht in die Irre. Leider kann man es nicht jedem recht machen, aber ich finde Ihre Kritik nicht in Ordnung.

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