portfolio international MAGAZIN

Portfolio International

portfolio international

Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

...mehr



Verlagsprodukte

Schutzschilde gegen biometrische Risiken?

...mehr




Alles zum Thema
BÖRSE & FINANZEN
finden Sie hier

DAX
Chart
DAX 12.164,00 -0,01%
TecDAX 2.254,75 -0,17%
EUR/USD 1,1757 -0,01%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Wertpapiersuche

Aktien Tops & Flops

MÜNCH. RÜCK 178,50 +1,55%
RWE ST 20,49 +1,06%
E.ON 9,57 +0,93%
MERCK 90,93 -1,54%
FRESENIUS... 68,78 -1,25%
FMC 79,07 -0,62%

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 123,39%
Crocodile Capital MF 103,59%
Commodity Capital AF 96,81%
Allianz Global Inv AF 95,20%
WSS-Europa AF 90,90%

mehr

Beratung
09.02.2017

Klinikrente wächst gegen den Trend

Friedhelm Gieseler

Für das Branchenversorgungswerk Klinikrente war 2016 mit mehr als 11.000 neuen Verträgen das bisher beste Jahr in der Geschichte. 330 Unternehmen kamen neu hinzu. Neben der Betriebsrente wurde auch die konsortial aufgestellte Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) gut nachgefragt.

Das 2002 gegründete Versorgungswerk nutzen bereits mehr als 3.000 Kliniken und Pflegeeinrichtungen, viele davon als Ergänzung zu den in der Branche verbreiteten Zusatzversorgungskassen. 2016 stieg der Neuzugang beim laufenden Jahresbeitrag in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) auf 14 Millionen Euro. Das erhöht den laufenden bAV-Gesamtbeitrag auf 94 Millionen Euro im Jahr. „Damit wird Klinikrente als Marktführer in der Gesundheitswirtschaft bestätigt“, sagt Geschäftsführer Friedhelm Gieseler. Die hohe Verbreitung sorge für die Vereinfachung der Portabilität bei einem Arbeitgeberwechsel, also bei der Übertragung von Verträgen beim Jobwechsel.

Das Versorgungswerk hat sich seit seiner Gründung 2002 als Branchenstandard in der Gesundheitsbranche etabliert. Gerade im Umfeld unruhiger Kapitalmärkte setzen Krankenhäuser gern auf Sicherheit und Stabilität. Deshalb bietet Klinikrente eine besondere Sicherheitsarchitektur und verteilt die Anlagemittel auf mehrere Lebensversicherer: Allianz (Konsortialführer), Condor, Deutsche Ärzteversicherung, R+V und Swiss Life. DBV und Generali sind aus dem Konsortium ausgeschieden. Zu den Vorzügen des Konsortiums zählen auch Großgruppenkonditionen. Rund 50 Prozent des Umsatzes werden über Versicherungsmakler gemacht.

Auch bei der Verzinsung liegt das Versorgungswerk weiter vorn. Mit einer Gesamtverzinsung von 3,25 bis 3,55 Prozent in den verschiedenen Produktbereichen der bAV steht Klinikrente laut Gieseler auch in schwieriger Kapitalmarktzeit gut da. Kein Wunder: Das Konsortium garantiert Stabilität und Verlässlichkeit. Hinzu kommt: Private Vorsorge kann nur eine Renditequelle bieten (Produkt- oder Zinsrendite am Kapitalmarkt). Im Betrieb sorgen – zusätzlich zu den Skaleneffekten bei den Vertragskosten – zwei weitere Quellen für Rendite : die Systemrendite (durch die staatliche Förderung) und der Arbeitgeberzuschuss. „Immer mehr Arbeitgeber erkennen, dass gerade in den Zeiten von Null- und Niedrigzins der Renditevorteil über den Betrieb unverzichtbar ist“, so Gieseler.

Über Einzelheiten des Entwurfs für das Gesetz zur Stärkung der betrieblichen Altersversorgung müsse man sicher noch diskutieren, erklärt der Klinikrente-Chef. Generell führe an der Stärkung der Betriebsrenten kein Weg vorbei, vor allem für die unteren Gehaltsgruppen. Gerade in der Gesundheitsbranche, wo überwiegend Frauen beschäftigt sind – viele davon in Teilzeit –, besteht ein enormes Risiko auf Altersarmut. „Die übergroße Mehrheit unserer Mitgliedsunternehmen zahlt zur Entgeltumwandlung zusätzliche Arbeitgeberzuschüsse – unabhängig davon, ob das tariflich festgelegt ist oder nicht“, berichtet Gieseler.

Seit Oktober 2015 wird neben der bAV auch eine konsortiale BU-Versicherung angeboten. Sie enthält umfassende Leistungsmerkmale wie die im Gesundheitswesen unumgängliche Infektionsklausel, die Leistungen auch bei teilweisem Berufsverbot sichert, und umfangreiche Nachversicherungsgarantien zu einem im Marktvergleich günstigen Preis. Hinzu komme eine annahmefreundliche Politik. Mitarbeiter im Gesundheitswesen sind unter anderem durch Schichtdienst, unregelmäßige Arbeitszeiten und psychische Belastungen einem erhöhten BU-Risiko ausgesetzt, erhalten aber häufig keinen angemessenen und zugleich bezahlbaren Schutz. „Bei uns kommen mehr als 50 Prozent der Anträge auf BU-Schutz von Krankenschwestern und Krankenpflegern. Obwohl es umfassende Gesundheitsfragen gibt, konnten bisher acht von zehn Anträgen angenommen werden“, betont Hubertus Mund, Geschäftsführer der Klinikrente.

Im Jahr 2016 haben sich mehr als 5.000 Beschäftigte, Azubis und Studenten für die „KlinikRente.BU“ entschieden. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem BU-Trägerkonsortium aus Swiss Life (federführend), Allianz und R+V. Seit 1. Januar 2017 gibt es die private Police auch mit Pflegeanschlussoption. Das heißt: Entscheidet sich der Kunde für diese Option (kostet zwischen 7,0 bis 10,0 Prozent Aufpreis), kann während der Laufzeit der BU-Versicherung eine Pflegerentenversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden, und zwar mit lebenslangem Versicherungsschutz.

Detlef Pohl

(Bild: Klinikrente)

Weiterführende Links: 

portfolio international update 09.02.2017

 
Einen Kommentar schreiben
Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

CAPTCHA Bild zum Spamschutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
* Pflichtfelder
 
 
Anzeige
Anzeige