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15.03.2010

INTERVIEW: "Managed Futures sind transparent"

Yasin Qureshi

Yasin Qureshi

Ein Interview mit Yasin Qureshi, Vorstand der Varengold Handelsbank AG.

Der Markt für Publikumsfonds ist in Bewegung: Es kommen zunehmend Hedgefonds auf den Markt für Privatanleger. Besonders häufig sehen sich Berater mit Managed-Futures-Fonds in der Verpackung von Publikumsfonds konfrontiert. portfolio international sprach mit Yasin Qureshi, Vorstand der Varengold Handelsbank AG und Manager eines Dachhedgefonds, der auf die so genannten CTA spezialisiert ist.

portfolio international update: Herr Qureshi: Es kommen immer mehr Hedgefonds in der Hülle von Publikumsfonds auf den Markt. Täuscht der Eindruck, dass sich unter diesen neuen Produkten überproportional viele Managed-Futures-Fonds befinden?

Yasin Qureshi: Nein, der Eindruck täuscht nicht, es sind tatsächlich viele so genannte CTA unter den neuen Hedgefonds am Markt. Ich sehe dafür zwei Gründe. Zum einen waren CTA in der Finanzkrise, also 2007 und 2008, die einzige Hedgefonds-Kategorie, die eine ordentliche Performance geliefert hat. Zum anderen sind die meisten dieser Strategien hochliquide und auch transparent, so dass für die CTA-Manager der Schritt zum regulierten Ucits-Publikumsfonds nicht so weit war im Vergleich zu vielen anderen Hedgefonds-Strategien.

portfolio international update: Können ursprünglich nichtregulierte CTA-Strategiendenn so ohne weiteres 1:1 in Publikumsfonds übersetzt werden?

Yasin Qureshi: Nicht ganz. Die Rohstoffe werden bei Publikumsfonds im Gegensatz zu unregulierten Fonds über einen Swap abgebildet, und das bedeutet immer ein zusätzliches Kontrahentenrisiko. Dazu kommt, dass Rohstoffe aus regulatorischen Gründen nicht so einfach Ucits abgebildet werden können. Grundsätzlich ist die Übersetzung in Ucits-Fonds aber weitgehend möglich. Denn im Gegensatz zu anderen Hedgefondsstrategien waren die Manager von CTA es immer schon gewohnt, transparent zu sein und hatten meistens auch keine Probleme damit, auf Managed-Account-Plattformen vertreten zu sein.

portfolio international update: Worauf müssen Berater achten, wenn sie für Kunden einen Managed-Futures-Fonds als Publikumsfonds zu empfehlen?

Yasin Qureshi: Entscheidend ist, dass es sich um eine qualitativ nachvollziehbare Strategie handelt. Sie muss konsistent sein, das heißt, dass für den Berater von vorneherein klar sein muss, in welcher Marktphase der Fonds Geld verdient und in welcher er Geld verliert. Der Fondsmanager muss auch immer laufend kommunizieren, wenn er etwas an seiner Strategie ändert…

portfolio international update: Haben Ucits-Fonds, die nichtregulierte Vorläufer haben, Vorteile gegenüber Fonds-Neugründungen?

Yasin Qureshi: Auf jeden Fall. Auch wenn wir für unsere Dachfonds gerne auf junge, so genannte Emerging Manager setzen, warten wir in der Regel ein bis zwei Jahre ab, bevor wir in einen neuen Fonds investieren. Der historische Track Rekord ist sehr wichtig, denn daraus lässt sich ableiten, wie robust der Investmentprozess ist. Allerdings muss im Vorhinein auch klar sein, ob im Publikumsfonds die ursprüngliche Strategie des CTA uneingeschränkt umgesetzt wird,speziell im Bereich der Rohstoffe gibt der Gesetzgeber Grenzen vor.

portfolio international update: Gibt es noch andere Kennzahlen, die Auskunft geben über die Qualität eines CTA-Managers?

Yasin Qureshi: Die Manager sollten staatlich reguliert sein. In den USA gibt es das Siegel "CFTC-NFA", und auch in Deutschland sollten die Manager als Vermögensverwalter reguliert sein. Auch in Großbritannien gibt es von der Aufsichtsbehörde FSA eine entsprechende Zulassung. Das Siegel aus den USA schätze ich am aussagekräftigsten ein, weil dort nicht nur das Risikomanagement untersucht wird wie in Deutschland, sondern auch die Performance eines Managers geprüft wird. Hilfreich ist auch das so genannte AIMA-Questionaire. Das ist ein standardisierter Frage-Antwort-Katalog, den eigentlich alle seriösen Manager auf Anforderung umgehend liefern müssen. Wenn ein Manager den nicht parat hat, ist Skepsis angebracht.

portfolio international update: Jetzt haben CTA 2007 und 2008 ordentlich performt, und das Marktsegment bekommt Zulauf von Anlegern - und prompt läuft es nicht mehr rund. Warum waren Managed Futures 2009 so schlecht?

Yasin Qureshi: Im vergangenen Jahr hatten die langfristig orientierten Trendfolger wegen der ab März plötzlich drehenden Aktienmärkte Anpassungsschwierigkeiten. Außerdem haben die Eingriffe der Notenbanken und der Politik viel durcheinander gebracht an den Märkten, und das hat vielen Programmen zu schaffen gemacht. Aber einige Managed-Futures-Strategien hatten 2009 durchaus ein ordentliches Jahr, vor allem die Contrarian-Modelle und auch viele kurzfristige Handelsmodelle.

portfolio international update 15.03.2010/maa


 
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