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Anlage
09.02.2017

Immobilienanlagen bleiben auch 2017 gefragt

Ein Ende der hohen Nachfrage nach offenen Immobilienfonds zum Beispiel erwartet Scope Analysis erst, wenn das Zinsniveau spürbar ansteigt und Rentenpapiere wieder auskömmliche Renditen ermöglichen. Ein Knackpunkt bleibt die hohe Liquidität.

Offene Immobilienfonds als ein Segment der offenen alternativen Investmentfonds haben zuletzt Rekordzuflüsse verzeichnet und daher zum Teil keine neue Kundengelder mehr angenommen. Dieser Trend werde sich 2017 fortsetzten, meinen Analysten der Rating-Gesellschaft Scope Analysis. Der Ausblick auf den Bereich Immobilien insgesamt bleibe wie im Vorjahr ebenfalls positiv. „Auf im Wesentlichen stabile immobilienwirtschaftliche Rahmenparameter treffen auseinanderklaffende Wachstumsprognosen in den USA und in Europa, zunehmende Zinsrisiken sowie politische Unwägbarkeiten auf beiden Seiten des Atlantiks“, formulieren die Analysten in einem Themenreport.

In Europa werde der deutsche Immobilieninvestmentmarkt für Anleger attraktiv bleiben und der seit einigen Jahren beobachtbare Trend ausländischer Investoren, sich großvolumig in deutschen Immobilienmärkten zu engagieren, seine Fortsetzung finden. „Die Übernahme des IVG-Büroportfolios durch Blackstone oder der Verkauf der Commerzbank-Zentrale an einen koreanischen Pensionsfonds untermauern exemplarisch die Attraktivität des deutschen Immobilienmarkts“, nennen die Analysten einige Beispiele.

Als Weiteres rechnen die Marktbeobachter bei offenen Immobilienfonds für 2017 mit einem weiteren Anstieg der Liquiditätsquoten. War im Zuge der Finanzkrise Liquiditätsmangel der Grund, dass zahlreiche Anbieter offene Immobilienfonds komplett oder zeitweise geschlossen haben, bereite zahlreichen Fondsmanagern nun ein Übermaß an Liquidität für Kopfzerbrechen.

In einer Untersuchung zur Entwicklung der Liquiditätsquoten aller für hiesige Privatanleger offenen Immobilienfonds hat Scope Analysis 18 Fonds mit einem Fondsvermögen von insgesamt 77,7 Milliarden Euro betrachtet. Demnach ist die durchschnittliche nach Fondsvermögen gewichtete Bruttoliquiditätsquote im vergangenen Jahr von 21 Prozent auf 22,9 Prozent gestiegen. Das entspreche einem absoluten Liquiditätszuwachs von drei Milliarden Euro.

Von den großen und etablierten Fonds weisen der Untersuchung zufolge der Uniimmo Deutschland (28,4 Prozent) und der Hausinvest (25,4 Prozent) derzeit die höchsten Liquiditätsquoten auf. Der Hausinvest verbucht zudem die stärkste Zunahme von 11,8 Prozent auf 25,4 Prozent. „Zahlreiche Anleger betrachten offene Immobilienfonds im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld als lukrative Anlage“, begründen die Analysten unter anderem. Zwar liege die Performance der Fonds derzeit bei durchschnittlich nur 2,3 Prozent pro Jahr. Dennoch sei dies deutlich über dem Niveau, das sich derzeit mit Rentenpapieren von Emittenten hoher Bonität erzielen lasse.

Ein Ende der hohen Nachfrage nach offenen Immobilienfonds erwarten die Analysten erst, sobald das Zinsniveau spürbar ansteigt und Rentenpapiere wieder auskömmliche Renditen ermöglichen. An diesem Punkt würden auch Anleger, die offene Immobilienfonds derzeit als Termingeldersatz verwenden, wieder ausstiegen.

Der Markt der geschlossenen alternativen Investmentfonds trete jedoch auf der Stelle. Außer im Bereich Immobilien investieren solche Produkte zum Beispiel in Flugzeuge, Schiffe und Projekte im Feld erneuerbarer Energien. Bei geschlossenen Immobilienfonds zum Beispiel verzeichnen die Analysten weiterhin hauptsächlich Auflagen in Nischensegmenten.

Heike Gorres

(Bild: Shutterstock)

Weiterführende Links:

Ausblick alternative Investmentfonds 2017

Offene Immobilienfonds: Liquiditätsquoten steigen weiter an

portfolio international update 09.02.2016

 
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