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Ausgabe 02/2016

Wie geht's weiter mit der bAV?

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Digitalisierung: Wandel ist in vollem Gange

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Beratung
11.02.2016

IM INTERVIEW: Entgeltumwandlung aufmotzen

Peter Kolm

portfolio international update sprach über Wohl und Wehe der gegenwärtigen Form der Entgeltumwandlung mit Dr. Peter Kolm, selbstständiger bAV-Berater, Inhaber der Pcak Pension & Compensation Consultants GmbH.

Herr Kolm, manche warnen auch bei der Entgeltumwandlung vor legalem Betrug. Stimmt das?

Das will ich nicht kommentieren. Denn die Tarifkalkulationen der Versicherer spielen bei der Entgeltumwandlung zwar eine wichtige, jedoch nicht die zentrale Rolle. Die Entgeltumwandlung wird von anderen Kostenfaktoren dominiert. An erster Stelle steht hier das Absinken der gesetzlichen Rente durch die Entgeltumwandlung. Gibt ein Arbeitgeber die durch Entgeltumwandlung eingesparten Sozialversicherungsbeiträge nicht oder nicht voll an den Arbeitnehmer weiter, führt das zu einer Kostenbelastung für den Arbeitnehmer von bis zu 15 Prozent des Wandlungsbetrages. An zweiter Stelle steht, dass der Betriebsrentner immer die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zu leisten hat. Das verteuert die Entgeltumwandlung nochmals erheblich. Hier ist gesetzgeberische Korrektur und mehr Druck auf Arbeitgeber nötig.

Man hört immer wieder, die Versicherungswirtschaft hätte kein tragfähiges Geschäftsmodell für die Entgeltumwandlung ...

In einem provisionsgetriebenen Markt rechnet sich nachhaltiger Service nicht. Wie will ein Versicherungsvertrieb auch seriös ein dauerhaftes Serviceversprechen auf Basis einer einmaligen Abschlussvergütung aufbauen? Für Beratung ist da kaum Zeit. Wir müssten hier über Honorartarife reden, aber das führt an dieser Stelle zu weit. Auch mit der Verwaltung ist das so eine Sache, denn jeder Versicherer verwaltet naturgemäß nur die eigenen Verträge. So fehlt in vielen Unternehmen am Ende eine transparente Gesamtverwaltung der bAV. Irgendwann stellt sich dann die Frage nach der Auslagerung auf einen externen Spezialanbieter.

Ist Entgeltumwandlung somit für den Mitarbeiter zu teuer und für das Unternehmen zu riskant? 

Wenn sie weiterhin so verkauft wird wie das heute, ja! Aber Entgeltumwandlung ließe sich zu einem ausgesprochen effektiven Instrument der Altersversorgung aufmotzen. Dazu wären drei Dinge nötig: Es kommen ausschließlich provisionsfreie Tarife mit einer günstigen Kostenstruktur zum Einsatz. Arbeitgeber reichen ihre Ersparnis an Lohnnebenkosten an den Arbeitnehmer weiter, und zwar komplett oder aber zumindest in großen Teilen. Aus der verbleibenden Sozialversicherungsersparnis werden dann Spezialdienstleister mit der Verwaltung, Betreuung und Beratung sowohl des Arbeitgebers wie auch des Arbeitnehmers beauftragt. Damit könnte man ein kostengünstiges, dauerhaft gepflegtes und rechtssicheres Versorgungswerk betreiben.

Wie sähe denn die Verwaltung konket bei Ihnen in Ihrer neuen Cloud „Bixie“ aus?

Zuerst bilden wir die arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanizierten Versorgungswerke digital ab. Danach wird die Unternehmensstruktur und der Bestand an Zusagen angelegt. Bestehende Dokumente werden bei Bedarf den einzelnen Zusagen und Personen zugeordnet. Großer Vorteil für den Makler und das Unternehmen ist die klare arbeitsrechtliche Strukturierung aller Versorgungsordnungen und -zusagen. So ist auf einen Blick erkennbar, ob etwa bei Direktversicherungen die versicherungsvertragliche Lösung beim Ausscheiden eines Mitarbeiters angewendet wurde. Wir kümmern uns um alle Belange des Alltags, wie An- und Abmeldungen, Dokumentation und Korrespondenz mit den Versicherern. Somit läuft im Grunde alles „über unseren Tisch“. Unternehmen und Makler haben jedoch immer Überblick über sämtliche Vorgänge. 

Und was kostet das den Arbeitgeber?

Der Arbeitgeber zahlt Lizenzgebühren und eine Pauschale für die Verwaltung. Die Höhe ist abhängig von der Anzahl der verwalteten Zusagen und beträgt zwischen 3,25 und 4,50 Euro monatlich pro Zusage. Die Kosten für die einmalige Einrichtung orientieren sich an der Anzahl der Versorgungsordnungen und Zusagen. Um eine genauere Vorstellung zu erhalten, kann jeder auf der Bixie-Website die Preise selbst berechnen (siehe 2. Link unter dem Interview).

Wie können Makler von Bixie profitieren? 

Makler können ihr Leistungsportfolio mit bAV-Outsourcing erweitern und sich gleichzeitig auf die Kernaufgabe „Beratung“ konzentrieren. Die Funktionalität bestehender Makler- Softwaresysteme überschneidet sich nicht mit „Bixie“, da hier ausschließlich die arbeitsrechtliche Sicht der bAV abgebildet wird. Verwaltungshonorare und Lizenzgebühren werden den Maklerkunden von uns in Rechnung gestellt. Der Makler partizipiert an unseren Einnahmen aus Verwaltungspauschalen und Lizenzen und generiert so zusätzliche, dauerhafte Einnahmen.

Das Gespräch führte Detlef Pohl 

(Bild: Pcak)

Weiterführende Links:

portfolio international update 11.02.2016

 
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