portfolio international MAGAZIN

Portfolio International

portfolio international

Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

...mehr

Meistgelesene Artikel


Alles zum Thema
BÖRSE & FINANZEN
finden Sie hier

DAX
Chart
DAX 10.813,50 -0,48%
TecDAX 2.503,50 -0,65%
EUR/USD 1,1306 -0,46%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Wertpapiersuche

Aktien Tops & Flops

FRESENIUS... 41,97 +1,35%
HEID. CEMENT 54,32 +0,70%
MERCK 96,34 +0,15%
CONTINENTAL 122,25 -2,32%
FMC 60,12 -1,89%
SAP 89,44 -1,69%

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Commodity Capital AF 183,01%
Source Markets plc SF 129,34%
Structured Solutio AF 118,05%
DWS Invest Brazili AF 106,93%
Neptune Investment AF 95,55%

mehr

Beratung
23.05.2016

IDD: Wird der Arbeitsalltag leichter? Teil I

Norman Wirth

Am 22. Februar ist die EU-Versicherungsvertriebs-Richtlinie (kurz: IDD) in Kraft getreten. Sie nimmt den gesamten Vertrieb in die Pflicht. Wir zeigen die wichtigsten Änderungen. Vermittler können sich mit der IDD den Berufsalltag nur geringfügig erleichtern. Teil I

Die Versicherungsvertriebs-Richtlinie, Directive on Insurance Distribution (IDD), hat es in sich. Sie ersetzt die Vermittlerrichtlinie (IMD) vom15. Januar 2003, die den Grundstein für die erste umfassende Regulierung der Versicherungsvermittlung legte, insbesondere durch Einführung des Paragrafen 34d Gewerbeordnung 2007. Die IDD regelt nun erstmals die gesamte Vertriebskette, also alle Sparten und Vertriebswege, darunter auch den Direktvertrieb, Angestellte von Versicherern, Autohäuser und Reisebüros (siehe Titelgeschichte in Ausgabe 1/2016). Spätestens bis zum 23. Februar 2018 muss die IDD in deutsches Recht umgesetzt sein.

Damit soll es mehr Verbraucherschutz und eine europäische Harmonisierung geben. „Richtig konkret ist dort für Versicherungsmakler aber wenig zu finden“, sagt Norman Wirth, Fachanwalt für Versicherungsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht sowie gewerblichen Rechtsschutz. „Die Richtlinie gibt vielmehr den Rahmen vor, in dem sich die einzelnen Mitgliedsländer bewegen können“, so der Inhaber der Kanzlei Wirth Rechtsanwälte weiter. Die einzelnen EU-Länder sind nicht daran gehindert, strengere Regeln aufzustellen.

In puncto zusätzliche Bürokratisierung gibt es für deutsche Vermittler Entwarnung. Denn die hiesigen Standards gehen zum Teil heute schon weiter als in der IDD festgezurrt. Beispiel Weiterbildungspflicht: Die Richtlinie legt eine Dauer von mindestens 15 Zeitstunden pro Jahr fest. In Deutschland sind schon jetzt 200 Stunden in fünf Jahren Usus. Allerdings geschieht dies freiwillig im Rahmen der Initiative „Gut beraten“ des Berufsbildungswerkes der Deutschen Versicherungswirtschaft, ist also noch keine gesetzliche Pflicht. Da machen mehrere Verbände der Versicherungs- und Vermittlerbranche mit, darunter VDVM und BVK. Ob die Aufsicht für die Weiterbildung künftig beim DIHK installiert wird, wo bereits das Vermittlerregister besteht, ist im Moment noch völlig offen.

Ein Punkt ist für den unabhängigen Vertrieb besonders wichtig: Die IDD verzichtet auf ein Provisionsverbot bei der Vermittlung von Versicherungen. „Es bleibt dabei, dass grundsätzlich der Versicherer die Provision oder Courtage des Vermittlers zunächst übernimmt und diese dann aus den ersten Prämien finanziert“, so Kathrin Pagel, Partnerin der Kanzlei Michaelis Rechtsanwälte. Allerdings können die Mitgliedsstaaten jeweils selbst entscheiden, ob sie Vertriebswege mit Provision verbieten wollen oder nicht. Für Deutschland sei dies jedoch vom Tisch.

 
Einen Kommentar schreiben
Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

CAPTCHA Bild zum Spamschutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
* Pflichtfelder
 
 
Anzeige
Anzeige