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Vorsorge

26.10.2015

Hüttenzauber I

Vermietete Ferienimmobilien in Deutschland stellen ein ertragreiches und sicheres Investment dar, das immer mehr Käufer auch aus Gründen der Altersvorsorge tätigen. Die besten Lagen, worauf es bei der Qualität des Objekts ankommt und wie sich die Investition rentiert. Teil I
Kai Enders

Wer heute auf Kapitalanlagen acht bis zehn Prozent Rendite in Aussicht stellt, muss sich schon fragen lassen, ob es bei diesem Wunder der Geldvermehrung mit rechten Dingen zugeht. Doch dahinter verbirgt sich kein Anlagebetrüger, sondern eine grundsolide Geldanlage: Ferienhäuser in Deutschland. 10,4 Prozent Bruttorendite haben Ferienimmobilien auf dem Festland an der Ostsee aus den Erwerbsjahren 2011 bis 2015 den Käufern gebracht. 8,2 Prozent waren es bei Objekten an der Nordseeküste, 8,2 Prozent in Bayern, das heißt im Allgäu, in der Alpenregion, am Bodensee und im Bayerischen Wald. Der Durchschnitt der Bruttorendite bei Ferienhäusern in Deutschland beträgt 7,9 Prozent.  Das geht aus der Marktstudie „Private Ferien­immobilien 2015“ hervor, den der Online-Ferienhausvermieter Fewo-direkt und der Immobiliendienstleister Engel & Völkers herausgegeben haben.
Danach ist der Run auf Ferienimmobilien ungebrochen. Jedes dritte Objekt wurde innerhalb der vergangenen vier Jahre erworben. Über die Hälfte aller Objekte liegt in Deutschland, rund ein Viertel an Nord- oder Ostsee. Mit weitem Abstand erst folgt auf Platz zwei Spanien mit rund zehn Prozent, gefolgt von Österreich mit gut sieben Prozent auf Platz drei.

Die Studie hat auch untersucht, was die Deutschen in Hütten und Datschen treibt. Als „Anlage mit Spaßfaktor“ könnte man die Anlagemotive bezeichnen. Wesentlicher Treiber der Kaufentscheidung ist immer noch die Möglichkeit, das Feriendomizil für den eigenen Urlaub wie auch für die Vermietung zu nutzen. Für sechs von zehn Ferienhauskäufern stehen diese Motive im Vordergrund. Mit 46 Prozent folgt jedoch auf Platz zwei die Altersvorsorge als Kaufmotiv, noch deutlich vor der gewinnbringenden Vermietung mit 27 Prozent.

Doch das Erwerbsmotiv Altersvorsorge hat deutlich zugenommen, konstatierten die Autoren der Studie. Im Vergleich zu den Erwerbsjahren vor 2010 fand dieser Beweggrund 14 Prozentpunkte mehr Zustimmung. „Die unsichere Situation an den Finanzmärkten und der Wunsch nach einer stabilen Geldanlage fördern die Investition in Immobilien. Davon profitiert insbesondere das Segment der Ferienimmobilien, die für viele Menschen neben dem werthaltigen Bestandteil der Altersvorsorge gleichzeitig eine spaßbringende Kapitalanlage sind“, sagt Kai Enders, Vorstand der Engel & Völkers AG. Bei jüngeren Investitionen zeige sich die Verlagerung der Kaufmotive besonders deutlich. Hier stehe die Altersvorsorge für knapp zwei Drittel der Befragten an erster Stelle. Auch bei den Erwerbern von Zweitobjekten – und davon gibt es immer mehr – ist das Motiv Altersvorsorge am wichtigsten. Die Selbstnutzung und der Vermietungsgewinn sowie das Kapitalanlagemotiv sind untergeordnet.

Große Unterschiede bei Kaufpreisen
Dabei kann man nicht einmal sagen, dass deutsche Ferienimmobilien zum Schnäppchenpreis zu haben wären. Während der Durchschnitt der Quadratmeterpreise von Ferienimmobilien ausgesuchter europäischer Länder sowie in Florida im Erwerbszeitraum 2011 bis 2015 bei 2.350 Euro lag, mussten Käufer für deutsche Objekte im Schnitt 2.526 Euro aufbringen (siehe Tabelle auf der nebenstehenden Seite oben). Deutlich günstiger ist es in Schweden mit 857 Euro und selbst in Florida mit 1.253 Euro. Am teuersten ist es in Österreich mit 3.038 Euro und in Frankreich mit 3.3.98 Euro.

Aber auch innerhalb Deutschlands variieren die Preise erheblich (siehe Tabelle auf der nebenstehenden Seite unten). Am teuersten ist es auf den Nordseeinseln. Dort treiben die Preise schon seit Jahren Blüten. Auf Sylt und Norderney wurden Spitzenpreise von 13.000 bis 14.000 Euro je Quadratmeter Ferienwohnung erzielt. Die Renditen sind entsprechend niedrig. Deutlich preiswerter ist es auf dem Festland, sowohl an der Nord- wie an der Ostsee. Die Ostseeinseln Rügen, Usedom und Darß gelten als zweitteuerste Pflaster in Deutschland. Im Durchschnitt haben die Erwerber der Jahre 2011 bis 2015 knapp 205.000 Euro für ihr Objekt aufgewendet. Dieser Durchschnittswert liegt 6,6 Prozent über den Preisen des Erwerbszeitraums 2001 bis 2010. Die Preisentwicklung ist also noch moderat.

Wer sein Ferienobjekt verkauft hat, konnte mit einer satten Wertsteigerung rechnen. Fast jede zweite Immobilie verzeichnet eine positive Wertentwicklung. Am höchsten ist sie auf den Nordseeinseln und an der Ostseeküste sowie auf den Ostseeinseln mit jeweils mehr als 30 Prozent für Objekte, die in den vergangenen zehn Jahren erworben wurden. Mehr als drei Viertel der Verkäufer verkauften ihre Objekte mit Gewinn und realisierten im Schnitt eine Wertsteigerung von 53,5 Prozent. Etwa jeder zehnte Verkäufer musste beim Verkauf Verluste hinnehmen. Im Durchschnitt waren die Objekt zwölf Jahre im Besitz ihrer Eigentümer. Die Verkaufsmotive sind vielfältig. Am häufigsten (33,3 Prozent) diente der Verkaufserlös dem Erwerb eines neuen Ferienobjekts.

portfolio international 26.10.2015

Hans Pfeifer
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