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Anlage
07.07.2014

Heißer Kampf um Fondsanleger I

Anleger ziehen bei der Deka seit Jahren massiv Gelder aus Wertpapier-Publikumsfonds ab. Auch Union Investment hat in dem Segment mit Mittelabflüssen zu kämpfen. Um das Retail-Geschäft insgesamt wieder anzukurbeln, will die Deka neben der Erweiterung seiner Produktpalette in den kommenden Jahren mit einem Sparkassen-Unterstützungsprogramm punkten. Teil I

Der Konkurrenzkampf im Investmentfondsbereich ist gerade für einige der großen deutschen Anbieter weiterhin hart. Zahlreiche Fonds, hier verstanden als Wertpapier-Publikumsfonds einschließlich börsennotierter Indexfonds, ETF, und ohne offene Immobilienfonds, verzeichnen zum Teil kräftige Mittelabflüsse. Zu den hiesigen Anbietern, denen Anleger in diesem Bereich das meiste Geld entzogen haben, zählen die Dekabank-Gruppe und die Union-Investment-Gruppe. Die Deka hat im vergangenen Jahr nach Angaben des Bundesverbands Investment und Asset Management, kurz BVI, netto rund 2,9 Milliarden Euro Mittelabflüsse aus Publikumsfonds verzeichnet, die Union Investment 1,9 Milliarden Euro.

Unterm Strich hat die Deka zum Ende 2013 gut 97 Milliarden Euro im Fondsgeschäft verwaltet, Union Investment nahezu 93 Milliarden Euro. Damit zählen die beiden Häuser zu den größten Fondsanbietern im Land; allein DWS Investments, das für das Publikumsfondsgeschäft von Deutsche Asset & Wealth Management (DeAWM) in Deutschland steht, liegt mit nahezu 133 Milliarden Euro betreutem Fondsvermögen darüber.

Seit Beginn der Finanzkrise verzeichnen Publikumsfonds bei der Deka teils kräftige Abflüsse. Auf der institutionellen Seite mit Spezialfonds und Spezialimmobilienfonds sieht es dagegen ganz anders aus. 2009 etwa haben Anleger in Publikumsfonds nach BVI-Angaben 7,8 Milliarden Euro abgezogen, 2012 noch 4,5 Milliarden Euro. Auch Union Investment kämpft zeitgleich, bis auf das Jahr 2012, mit Mittelabflüssen in diesem Segment – allerdings mit deutlich niedrigeren Zahlen. Wie beim Konkurrenten zeigt sich auch dort im institutionellen Geschäft ein positiveres Bild.

Als wesentliche Aspekte, warum es im Retail- oder Massenkundengeschäft seit einigen Jahren schwächelt, nennt die Deka zum einen das Symbol für die Finanzkrise schlechthin: den Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008, der viele Anleger dauerhaft aufgeschreckt hat. Als Nächstes die Eurokrise, die viel Verunsicherung bewirkt hat, die anhaltende Niedrigzinspolitik und die starke wirtschaftspolitische Unsicherheit allgemein. Mit diesen Gegebenheiten haben freilich auch alle anderen Fondsanbieter zu tun, die in dem Segment teils kräftige Zuflüsse verzeichnet haben.

Einer der Vorteile der Deka im Fondsvertrieb, sein deutschlandweit verzweigtes Beratungs- und Verkaufsnetz über die Sparkassen, erweist sich mitunter als Crux. „Ein Sparkassenkunde ist tendenziell risikoaverser als der typische Selbstentscheider im Wertpapierbereich“, erläutert Frank Kalter, Leiter Vertriebsmanagement und Marketing bei der Deka.

 
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