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14.11.2006

Hedgefonds wittern in Deutschland Morgenluft

Bislang haben sich die deutschen Anleger - egal ob privat oder institutionell - den Single- und Dach-Hedgefonds nur zögerlich genähert. Einer Umfrage der Rating-Agentur Telos zufolge könnte die Stimmung in den kommenden drei Jahren jedoch umschlagen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Anbieter ihre Transparenz weiter erhöhen.

Europäische Hedgefondsmanager zeigen sich für den deutschen Markt weiterhin optimistisch. Innerhalb der kommenden drei Jahre könnte das in Single- und Dach-Hedgefonds angelegte Vermögen deutscher Investoren auf 40 Milliarden bis 60 Milliarden Euro steigen. Einzelne Marktteilnehmer rechnen gar mit einer Zunahme bis auf 200 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine im September durchgeführte Umfrage der Rating-Agentur Telos unter 40 Hedgefondsanbietern, die insgesamt rund 250 Milliarden Euro in diesen Anlageinstrumenten verwalten. Derzeit sind in den in Deutschland zugelassenen Single- und Dach-Hedgefonds schätzungsweise 2,6 Milliarden Euro investiert.

Bislang haben sich die deutschen Anleger - egal ob privat oder institutionell - den Single- und Dach-Hedgefonds nur zögerlich genähert. Einer Umfrage der Rating-Agentur Telos zufolge könnte die Stimmung in den kommenden drei Jahren jedoch umschlagen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Anbieter ihre Transparenz weiter erhöhen.



Europäische Hedgefondsmanager zeigen sich für den deutschen Markt weiterhin optimistisch. Innerhalb der kommenden drei Jahre könnte das in Single- und Dach-Hedgefonds angelegte Vermögen deutscher Investoren auf 40 Milliarden bis 60 Milliarden Euro steigen. Einzelne Marktteilnehmer rechnen gar mit einer Zunahme bis auf 200 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine im September durchgeführte Umfrage der Rating-Agentur Telos unter 40 Hedgefondsanbietern, die insgesamt rund 250 Milliarden Euro in diesen Anlageinstrumenten verwalten. Derzeit sind in den in Deutschland zugelassenen Single- und Dach-Hedgefonds schätzungsweise 2,6 Milliarden Euro investiert.

  • Risikodiversifikation steht im Vordergrund

Nach Anmsicht der befragten Hedgefondsanbieter werden die Gelder deutscher Investoren zu etwa drei Vierteln von ausländischen Gesellschaften verwaltet werden, während rund ein Viertel bei deutschen Anbietern investiert werden dürfte. Insofern wundert es nicht, dass auch deutsche Hedgefondsanbieter auf die Frage nach wichtigen Wettbewerbern häufig ausländische Gesellschaften wie Man Investments, Goldman Sachs, Harcourt, UBS oder Société Générale nennen. Bei diesen Ergebnissen ist allerdings die Zusammensetzung der Umfrageteilnehmer zu berücksichtigen: Rund 30 Prozent haben ihren Sitz in Deutschland, der Rest im europäischen Ausland. Ein Viertel der Teilnehmer bietet ausschließlich Dach-Hedgefonds an, die übrigen haben auch Single-Hedge­fonds im Angebot. Hedgefondsboutiquen und einzelne, oft hoch spezialisierte Hedgefondsmanager wurden nicht befragt.


Wichtigste Vorteile von Hedgefonds für die Investoren sind nach Meinung der Manager vor allem die durch Beimischung zu klassischen Wertpapierdepots erzielbare Risikodiversifikation und die damit verbundene Optimierung des Rendite-Risiko-Profils des Gesamtportfolios. Beide Faktoren wurden von rund 90 Prozent der Umfrageteilnehmer genannt. Probleme für die Entwicklung des deutschen Hedgefondsmarkts se­hen rund 55 Prozent der befragten Fondsanbieter im schlechten Image, das diese Anlageform gerade bei vielen institutionellen Investoren immer noch hat. Als weiterer Nachteil werden gesetzliche Restriktionen genannt, denen die Hedgefondsbranche in Deutschland unterliege.


Um die Antworten der Hedgefondsanbieter mit den Meinungen deutscher Investoren vergleichen zu können, hat die Telos eine parallele Umfrage unter rund 50 institutionellen Investoren durchgeführt, die ein repräsentatives Bild dieser Anlegergruppe liefern soll. Ein wichtiges Ergebnis: Auch unter diesen Anlegern spielt der Risikoaspekt bei einem Engagement in Hedgefonds eine herausragende Rolle. Immerhin 80 Prozent der Befragten halten die Risikodiversifizierung für einen der wichtigsten Vorteile. Angesichts der eher reservierten Haltung, mit der viele Investoren Hedgefonds bisher begegnet sind, scheint es überraschend, dass nur acht Prozent diese Anlageinstrumente nicht als attraktive Asset-Klasse betrachten. Schwierigkeiten haben viele Institutionelle jedoch weiterhin mit der Transparenz des Hedgefondsangebots: Rund 60 Prozent halten die vorhandene Intransparenz für einen der wichtigsten Nachteile. Nur jeder Dritte beklagt sich dagegen über zu starke gesetzliche Restriktionen bei einer Anlage in diese Instrumente.


  • Pro-Rating-Bias könnte im Panel begründet sein

Hedgefondsmanager haben das Bedürfnis gerade institutioneller Investoren nach mehr Transparenz erkannt. Ein Weg, diesem Wunsch entgegenzukommen, könnte über Ratings führen: Immerhin 58 Prozent der befragten Hedgefondsanbieter gehen davon aus, dass ihnen Ratings bei der Aufklärung über Hedgefonds und die eigenen Produkte hilft. Diese recht positive Einstellung mag aber auch damit zusammenhängen, dass die Befragten meist breit aufgestellte Asset Manager sind, die Hedgefonds häufig vor allem als Ergänzung ihrer Produktpalette betrachten. Viele dieser Anbieter haben womöglich in der Vergangenheit schon ausgiebige Erfahrungen mit Rating-Agenturen gesammelt und Ratings für das Marketing eigener Produkte eingesetzt.


Die befragten Hedgefondsanbieter setzen bei der Erschließung des deutschen Markts stark auf institutionelle Kunden, von denen 100 bis 250 für Hedgefondsanlagen in größerem Umfang in Betracht kämen. Diese Anlegergruppe hat sich nach Meinung vieler Fondsanbieter in den vergangenen zwei Jahren zunehmend mit dem Thema beschäftigt, so dass berechtigter Grund zur Hoffnung auf stärkere Engagements bestehe. Tatsächlich haben bereits 50 Prozent der befragten Investoren in Hedgefonds investiert. Nur 37 Prozent der nicht engagierten Anleger wollen auch in näherer Zukunft gar nicht an das Thema herangehen. Immerhin 37 Prozent der noch nicht investierten Anleger wollen 2006 oder 2007, weitere 26 Prozent 2008 investieren.


Wichtigste Kriterien für die Auswahl eines Hedgefondsmanagers sind nach Auffassung der Anbieter Referenzen, der Markenname, die in der Vergangenheit erzielte Rendite sowie das Reporting und der Service. Auf Seiten der Investoren wird den Erfahrungen von Referenzkunden ebenfalls die größte Bedeutung beigemessen. Der Markenname eines Anbieters ist hingegen unbedeutend.


Ralf Kolbe

 
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