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14.11.2006

Global Player mit Sitz in der Alpenrepublik

Österreichische Unternehmen werden internationaler, einige von ihnen schaffen es sogar in die Ranking-Listen der umsatzstärksten Konzerne oder spielen eine Vorreiterrolle bei der Erschließung neuer Märkte. Unter den Verstaatlichten mauserten sich mehrere zum Börsenstar.

Die Fortune 500 des US-amerikanischen Magazins Fortune sind eine der Rennlisten, in denen große Unternehmen nach Umsatz aufgereiht werden. Noch nie hatte es ein österreichisches Unternehmen geschafft, eine Platzierung zu ergattern. Anders in diesem Jahr: Im Juli wurde die OMV im Fortune-Magazine zum ersten Mal und als einziges österreichisches Unternehmen unter den weltweit 500 größten Unternehmen in der Gesamtwertung auf dem 334. Platz aufgeführt, freut sich OMV-Generaldirektor Wolfgang Ruttensdorfer.

Österreichische Unternehmen werden internationaler, einige von ihnen schaffen es sogar in die Ranking-Listen der umsatzstärksten Konzerne oder spielen eine Vorreiterrolle bei der Erschließung neuer Märkte. Unter den Verstaatlichten mauserten sich mehrere zum Börsenstar.



Die Fortune 500 des US-amerikanischen Magazins Fortune sind eine der Rennlisten, in denen große Unternehmen nach Umsatz aufgereiht werden. Noch nie hatte es ein österreichisches Unternehmen geschafft, eine Platzierung zu ergattern. Anders in diesem Jahr: Im Juli wurde die OMV im Fortune-Magazine zum ersten Mal und als einziges österreichisches Unternehmen unter den weltweit 500 größten Unternehmen in der Gesamtwertung auf dem 334. Platz aufgeführt, freut sich OMV-Generaldirektor Wolfgang Ruttensdorfer.Doch die OMV, ein Schwergewicht an der Wiener Börse, ist auch in anderen Vergleichen auffällig geworden: Im Business-Week-Ranking The Global 1200 - The worldÂ's most valuable companies” ist die OMV ebenfalls als einziges österreichisches Unternehmen auf Platz 366. Im European-50-Ranking des Magazins - einer Liste der am besten performenden europäischen Unternehmen - kommt die OMV auf Platz sieben.


Die Aktivitäten der OMV erstrecken sich inzwischen rund um den Globus: Die OMV ist in 27 Ländern auf fünf Kontinenten tätig, erläutert Wolfgang Ruttensdorfer.


Die österreichischen Börsenstars, die international Erfolg haben, mehren sich: Zu den jüngsten Senkrechtstartern gehört die Raiffeisen International (RI). Das Unternehmen ist nach Bilanzsumme drittgrößte Bank unter den ausländischen Banken in Zentral- und Osteuropa (CEE).


Die Raiffeisen International ist in dieser Region als Holdinggesellschaft für Tochterbanken und Leasing-Unternehmen in 16 Märkten aktiv. Zu den jüngeren Beispielen ihrer Expansionsgeschichte gehört die Akquisition der Mehrheit an der Priorbank, der drittgrößten Bank in Weißrussland, im Januar 2003. Damit war die Raiffeisen International die erste internationale Bankengruppe, die ein strategisches Investment in Weißrussland einging, freut sich RI-Vorstand Herbert Stepic. Im August 2005 erwarb die RI 93,5 Prozent der zweitgrößten ukrainischen Bank, Bank Aval. Es folgten 2006 die russische Impexbank und die tschechische E-Banka. Und so umfasste zur Jahresmitte 2006 das Filialnetz der Raiffeisen International insgesamt 2.725 Geschäftsstellen in der gesamten Region.


Wenn man von Erfolgen österreichischer Banken im Ausland spricht, darf die Erste Bank natürlich nicht fehlen: Das Unternehmen, noch vor zehn Jahren die biedere Erste Bank der oesterreichischen Spar-Cassen, entwickelte sich zu einem internationalen Player erster Güte. Die Erste Bank hat sich durch Akquisitionen ein großes Stück vom Kuchen in den früheren Reformländern abgeschnitten. Nach der Bilanzsumme gerechnet sind wir in CEE die Nummer zwei, nach Kunden in Europa unter den Top zehn, erklärt Erste- Bank-Sprecher Michael Mauritz.


Mit einem Konzernumsatz von 160,2 Milliarden Euro ist die Erste Bank besonders in der Tschechischen und Slowakischen Republik, Ungarn, Kroatien, der Ukraine sowie Serbien und Rumänien aktiv.


Auf Seiten der Industrie setzt Böhler-Uddeholm immer wieder positive Zeichen. Das Unternehmen aus dem ehemaligen Bereich der Verstaatlichten hat sich zu einem Börsenstar auf dem Wiener Parkett gemausert. Die Geschichte der früheren Böhler- Werke ist eine typische Verstaatlichten-Story: Nach jahrelangen Verlusten wurde die österreichische Böhler-Gruppe und die schwedische Uddeholm-Gruppe im Frühjahr 1991 zum Böhler-Uddeholm-Konzern verschmolzen.


Dadurch entstand der weltweit größte Hersteller von Werkzeugstahl mit einem dichten, auf Edelstahl spezialisierten Vertriebsnetz. Der Böhler-Uddeholm-Konzern ist überall auf der Welt tätig und hat Produktionsgesellschaften in Österreich, Deutschland, Schweden, Brasilien, Belgien, in der Türkei, den USA und Mexiko und betreibt darüber hinaus weltweit Härtereibetriebe.


Im Geschäftsjahr 2005 lag der Gesamtumsatz des Konzerns bei 2,6 Milliarden Euro.


Zu den österreichischen High-Flyern zählt auch die Voestalpine aus dem Bereich der einst Verstaatlichten. Der Börsenkurs hat sich in diesem Jahr schon von 16 auf 32 Euro verdoppelt. Die Voestalpine ging 1993 durch Umstrukturierung aus der staatlichen Austrian Industries AG hervor, die dann 1995 über die Börse teilprivatisiert wurde.


Seither geht es steil bergauf: Mit Akquisitionen baute Voestalpine den Vorsprung immer weiter aus. Rund 23.000 Mitarbeiter arbeiten für das Unternehmen. 8.505 Mitarbeiter davon sind an Standorten außerhalb Österreichs beschäftigt. Der Konzern verfügt über rund 80 Produktions- und Vertriebsstandorte in mehr als 30 Ländern. Der weltweite Stahlboom kam der Voestalpine gelegen und sorgte für eine Beschleunigung ihrer Entwicklung. Heute glänzt die frühere Perle der Verstaatlichten weltweit.


Reinhard Krémer

 
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