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Ausgabe 05/2016

Umsatzbringer Gewerbeversicherung

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Betriebliche Altersversorgung: Vorsorge mit Potenzial

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Digitalisierung: Wandel ist in vollem Gange

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Vorsorge

30.11.2015

Gewerbeversicherung 2.0 I

Die Versicherung der gewerblichen Risiken von kleinen und mittel­ständischen Unternehmen bietet erstklassige Vertriebschancen für Makler. Die Voraussetzung dafür ist, dass sie mit den Anforderungen ihrer Kunden, mit der Produktvielfalt der Anbieter und mit der Digitalisierung in den Beziehungen zwischen Versicherer, Vertrieb und Kunden wachsen. Teil I
Monika Sebold-Bender

„Industrie 4.0“ lautet die Herausforderung. Gemeint ist damit die nächste Stufe der Digitalisierung, die Vernetzung und Automatisierung der Produktions- und Lieferabläufe, das „Internet der Dinge“, die Kommunikation der Maschinen und Roboter unter­einander. Was in der Industrie gerade Einzug hält, wird eher über kurz denn über lang auch den Mittelstand erreichen. Vermutlich wird die Hobelbank eines Schreiners morgen noch nicht direkt mit dem Sägegatter des Holzhändlers kommunizieren, auf Dauer wird sich aber auch der Handwerker digitalisierten Beziehungen zu Zulieferern, Kooperationspartnern und Abnehmern nicht entziehen können. Wer nicht mitmacht und den Anschluss an die digitale Wirtschaftswelt verliert, wird im analogen Aus enden.

Industrie 4.0 ist nicht nur eine Herausforderung für Industrie, Dienstleistung und Handwerk, sondern vor allem auch für die Versicherungswirtschaft. „Die Nutzung der neuen Technologien wird stark veränderte Haftungsszenarien zwischen allen Marktteilnehmern zur Folge haben. Bei Ansprüchen aus Schadenfällen wird im Zuge von Industrie 4.0 häufig die Schwierigkeit darin bestehen, festzustellen, wer für den Schaden haftbar gemacht werden kann. Dies wird auch neue Herausforderungen an den Haftpflicht-Versicherungsschutz stellen“, sagt Hartmuth Kremer-Jensen, Mitglied der Geschäftsführung des Risikomanagement-Dienstleisters Aon Risk Solutions in Deutschland.

Aon Risk Solutions sieht die deutsche Versicherungswirtschaft bei der Lösung dieser Aufgaben vor große Herausforderungen gestellt. „Einerseits wird die Versicherungswirtschaft von ihren Unternehmenskunden gefordert: Sie soll die passenden Versicherungslösungen zur Umgestaltung der deutschen Wirtschaft auf dem Weg zur Industrie 4.0 liefern. Andererseits befindet sich die Versicherungswirtschaft selber unter Modernisierungsdruck – ausgelöst durch die Digitalisierung, die andere Branchen bereits radikal verändert hat“, weiß Kremer-Jensen.

Auf Deutsch: Während die Industrie auf dem Weg in den Modus 4.0 ist, schickt sich die Versicherungswirtschaft gerade mal an, das Level 2.0 zu stemmen. Nach der mühsamen Digitalisierung ihrer Backend-Prozesse geht es jetzt ums Frontend, um die Digitalisierung der Kundenbeziehungen. Wenn sich beispielsweise heute Gewerbeversicherer rühmen, dass es ihnen gelungen ist, vier Policen zu bündeln und die Risikofragen auf nur einen Fragebogen zu drucken, ist das zwar ein Fortschritt gegenüber vorher vier Fragebögen. Es bleibt jedoch analoger ­Papierkram.

Hans Pfeifer
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