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Ausgabe 03/2017

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Anlage
28.01.2016

Geschlecht irrelevant für Performance

Fondsfrauen-Gipfel 2016

Zugegeben, dass Rad wurde auf dem ersten Fondsfrauen-Gipfel vorgestern in Mannheim nicht neu erfunden. Erneut wurde festgehalten, dass Frauen oft zu zurückhaltend sind und sich besser vermarkten müssen. Doch es gab auch selbstbewusste Töne und gute Erfahrungen.

Bescheidenheit ist keine Zier. Frauen müssten deutlicher kommunizieren, dass sie sich eine Führungsposition vorstellen können. Noch würden sie im Gegensatz zu Männern eher zweifeln, wenn sie für einen Chefposten vorgeschlagen werden. Motto: „Kann ich das überhaupt?“ Diese Frage war auch die Reaktion einer Angestellten von Katja Lammert, Geschäftsführerin bei der Bayerninvest Kapitalverwaltungsgesellschaft, als Lammert sie zur Bereichsleiterin machen wollte. Die Geschäftsführerin antwortete der heutigen Bereichsleiterin: „Natürlich, sonst würde ich nicht fragen.“

Wenn Führungspositionen bereits besetzt sind, gäbe es einen Nachrückeffekt, will heißen: Wenn eine Seniorposition mit einer Frau besetzt war, wird auch wieder eine Frau diese Stelle bekommen. Die Diskussion machte in diesem Zusammenhang auf ein weiteres Problem aufmerksam: Der Beruf des Fondsmanagers ist bisher wenig bekannt – bei beiden Geschlechtern. So berichtet Bernd Pompetzki, Leiter des Personalmanagements bei Union Asset Management Holding, dass es derzeit deutschlandweit zwischen 20 und 25 Auszubildende zum Investmentfondskaufmann gibt. „Das Berufsfeld ist nicht so populär“, sagte Pompetzki. Für das Traineeprogramm von Union Investment bewerben sich zu 75 Prozent Männer. Ein Beispiel dafür, dass in der Fondbranche oft die Bewerbungen von Frauen fehlen. 

In der letzten Paneldiskussion des Fondsfrauen-Gipfels 2016 standen Beraterinnen und Kundinnen im Fokus. Dazu wurden auch Ergebnisse einer Online-Beraterumfrage zum Thema Frauen und Geldanlage vorgestellt. „Das Kundengespräch ist ein anderes. Frauen stellen andere Fragen zu Produkten“, sagte Susanne Ehrlich, Sales Director bei M & G Investments. Die Kommunikation im Beratungsgespräch sei gleich. Ihrer Erfahrung nach wollen Frauen die gleichen Produkte, nur der Entscheidungsweg sei ein anderer. Im Beratungsgespräch stellen Frauen mehr sachliche Fragen, sprechen aber auch mehr über ihre emotionalen Beweggründe für eine Anlage und möchten ausführlicher beraten werden. Außerdem seien Frauen weniger risikobereit als Männer, sagen 72 Prozent der Umfrageteilnehmer. Sie sind zwar kritischer als Männer, dafür aber treue Kundinnen.

Am Ende des Tages steht fest: Ein Umdenken muss stattfinden, neue Arbeitsmodelle wie etwa, dass zwei Leute sich eine Stelle teilen und auch Führungskräfte in Teilzeit arbeiten, müssen genutzt werden, gerade wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht. Da sind vor allem die Arbeitgeber gefragt. Denn: Gemessen am Morningstar-Rating managen Frauen Portfolios nicht schlechter als Männer, sondern genauso gut.

Rebecca Lück

(Bild: Fondsfrauen)

Weiterführende Links:

portfolio international update 28.01.2016

 
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