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Ausgabe 03/2017

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11.04.2013

Finet zahlt sehr hohe PKV-Vergütungen

Finet-Vorstand Markus Neudecker
Der Maklerpool Finet Financial Services Network AG hat zum 1. April 2013 ein neues Vergütungsmodell eingeführt. Kein Aprilscherz: In der PKV erhalten Makler nicht selten 9,0 Monatsbeiträge an Abschlusscourtage. Das riecht nach Altruismus.

Zunächst die Neuerungen: In den Sparten Lebens-, Kranken- und Kompositversicherung werden zwei Vergütungsstufen angeboten: Die „Topkonditionen“ – entspricht den bisherigen Standardkonditionen – gibt es bis zum Schwellenwert von unter 500.000 Euro jährliche Bewertungssumme beim jeweiligen Lebensversicherer, weniger als 50.000 Euro Vergütung für den Kompositbestand beziehungsweise unter 2.500 Monatsbeiträge (MB) pro Jahr beim jeweiligen PKV-Anbieter. Darüber hinaus werden „Premiumkonditionen“ vergütet.

Mehrere Makler trauten ihren Augen nicht beim Blick auf die neuen „Provisionslisten“. Beim Premiumsegment locken Anbieter wie Allianz, Barmenia, Inter und Universa mit 9,0 Monatsbeiträgen als Abschlusscourtage. Die meisten anderen Gesellschaften bieten immer noch beachtliche 8,0 oder 8,5 Monatsbeiträge an (im Standardsegment: 5,5 bis 8,0 MB). Da stellen sich vor allem zwei Fragen: Beachten Finet und die Versicherer die gesetzliche Deckelung von maximal 9,9 Monatsbeiträgen, die für Neuabschlüsse in der PKV-Vollversicherung seit 1. April 2012 vorgeschrieben ist (nach Paragraf 12 Absatz 7 VGA)? Oder verzichtet der Pool hier bei einigen Anbietern auf seine Marge zum Wohle der besten Makler? 

Auf diese Fragen wollte portfolio international update Antworten von der Finet-Geschäftsführung. Finet-Vorstand Markus Neudecker äußerte sich glasklar: „Sie können davon ausgehen, dass Krankenversicherer bei einzelnen Vermittlern, die überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen und dafür entsprechenden Aufwand betreiben, den gesetzlich definierten Rahmen auch ausschöpfen.“ Finet könne sich die höhere Vergütungsstufe für qualifizierte, umsatzstarke Vermittler leisten, ohne in Altruismus zu verfallen. „Wir haben eine auskömmliche Marge“, so der Vorstand.

Finet führt zum 1. Juli 2013 auch ein neues Besicherungssystem für noch nicht endgültig verdiente Abschlussvergütungen ein. Makler können unter drei Varianten wählen: 
1. 1,0 Prozent der Abschlussvergütung und Dynamik wird als Sicherheit einbehalten (keine Rückzahlung);
2. Vertrauensschadenversicherung (VSV) über 25.000 Euro Mindestdeckungssumme gemäß Finet-Rahmenvertrag bei der R+V,
3. Bankbürgschaften oder äquivalente Sicherheiten über 25.000 Euro.
Wählt der Makler Variante 2 oder 3, werden vorhandene Stornoreserven bei Finet aufgelöst.

Von der Neuregelung gibt es aber Ausnahmen. So werden Makler mit einer Bestandscourtage von mehr als 30 Prozent an der Gesamtcourtage von den Sicherheiten freigestellt. Für Vertriebsgruppen mit höheren kumulierten Stornorisiken kann Finet dagegen höhere Sicherheiten fordern. Als Vorteil wird herausgestellt, dass der Makler nur einmal Sicherheiten stellen muss, und nicht, wie bei Direktanbindungen, bei jeder Gesellschaft gesondert. Bei Verzicht auf Stornoreserve wird die laufende Liquidität erhöht.

Hintergrund: Nicht jeder Vermittler, der bei Finet anfragt, erhält auch eine Anbindung. Das Geschäftsmodell müsse zum Pool und dessen Qualitätsanspruch passen. Pro-Kopf-Umsätze der Finet-Partner gehören zu den höchsten und die Qualität des eingereichten Geschäfts zur besten unter allen Pools. Die Anteilseigner von Finet kommen mehrheitlich aus dem Kreis der Vermittler.

Weiterführende Links:

Wenig Finet-Transparenz zur Courtageabrechnung im Netz
Vertragsmuster für günstige Courtage-Bedingungen

portfolio international update 11.04.2013/dpo

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