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06.02.2012

Erhebliche Unterschiede bei Wohngebäudepolicen

Franke & Bornberg analysierte und bewertete 267 Tarife und stellt vor allem im Grundschutz sehr viele schwache Produkte fest.

HANNOVER – Das Analysehaus Franke & Bornberg hat 267 Wohngebäudetarife untersucht und dabei zum Teil erhebliche Unterschiede in der Produktqualität und Eignung festgestellt. In der Gruppe der Versicherungsangebote mit einem sehr umfassenden Schutz erhielten folgende Anbieter die beste Bewertung: Axa, DBV, Generali, Interrisk und Waldenburger Versicherung. Im Standardschutz stufte Franke & Bornberg neun Versicherungen mit der höchsten Note ein. Dazu gehören Alte Leipziger, Arag, Garanta, Interlloyd, Nürnberger Allgemeine und Nürnberger Beamten, Ostangler Versicherung, Universa und VHV.

Beim Grundschutz liegen drei Versicherer vorn, sie erhielten wegen der weniger umfangreichen Absicherung allerdings eine geringere Note als die Bestplatzierten in den beiden anderen Gruppen. Bruderhilfe sowie Huk Coburg und Huk 24 lieferten hier die besten Tarife ab. Im Grundschutz ist allerdings die Gefahr sehr groß, auf einen schwachen oder sogar sehr schwachen Tarif zu stoßen. Insgesamt 73 Prozent Angebote in dieser Gruppe erhielten die Bewertung F- (schwach) oder F-- (sehr schwach).

In der Kategorie „Standardschutz“ gibt es dagegen ein starkes gutes Mittelfeld. Ein Fünftel wird aber ebenfalls nur als sehr schwach eingeschätzt. Insgesamt verteilt das Analysehaus Bewertungen auf einer achtstufigen Skala. Durch Mindeststandards stellt Franke & Bornberg sicher, dass qualitative Defizite nicht durch gute Regelungen bei weniger wichtigen Aspekten überlagert werden.

So weist das Unternehmen auf erhebliche Unterschiede bei der Behandlung grober Fahrlässigkeit hin. Auf werbewirksame Aussagen der Versicherer, dass sie auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit verzichten, solle sich kein Hausbesitzer verlassen. Dieser offensiv beworbene Verzicht erweise sich bei genauem Studium nämlich häufig als Feigenblatt, wenn er zum Beispiel nur bis zu einer maximalen Schadenhöhe bis 1.000 Euro greift. Aus grober Fahrlässigkeit, wie unbeaufsichtigte Kerzen, entstehen aber häufig zum Teil sehr große Schäden.

portfolio international update 03.02.2012/kmo/gcu

 
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