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Anlage
09.08.2017

Einkommen fürs Auskommen II

Regelmäßige Erträge und Kapitalzuwachs im Zeitablauf sind die Ziele, mit denen zahlreiche Mischfonds unter dem Label Income-Fonds antreten. Die Redaktion hat sich weltweit flexibel und ausgewogen anlegende Mischfonds mit diesem Ansatz genauer angeschaut. Teil II

Nichts geht ohne Hochzinsanleihen
Ein weiterer Fonds in der Vergleichsgruppe mit starker Jahres-Performance und zweistelligem Ergebnis im Dreijahresdurchschnitt bis Ende April ist der JP Morgan Income Opportunity Plus A Acc USD. Die Fondsanlagen sind vor allem über Industrieländer weltweit verstreut, mit einem Schwergewicht auf die USA. Titel aus Hongkong und Singapur sind ebenfalls vertreten. Das Hauptaugenmerk des Portfolios liegt zwar auf dem Anleihensegment. Bis zu 40 Prozent des Anlagegeldes können die Fondslenker um William Eigen jedoch zum Beispiel in Aktien und Vorzugsaktien, börsennotierte Indexfonds (ETF) und Wandelanleihen investieren.

Den Anteil an Barmitteln­ und an Staatsanleihen kann der Fondsmanager bis zu 100 Prozent hochfahren. Als Anlageziel nennt der Fondsgeber einen Ertrag, der den offiziellen Vergleichsindex des Fonds, den Geldmarktindex ICE Overnight USD Libor, übertrifft. Die Rendite soll aus einer Kombination aus Kapitalzuwachs und laufenden Erträgen erwirtschaftet werden. Ähnlich wie das Allianz-Portfolio hat indes auch dieser Mischfonds im Jahr 2013 ein Minus verbucht. Mit 2,2 Prozent ist der Verlust allerdings deutlich kleiner ausgefallen.

Mehrere Fonds verbuchen Schwächejahre

Den Index Balanced Flexible, den Lipper als Vergleichsmaßstab für die weltweit flexibel investierenden Mischfonds anlegt, hat der Fonds im Jahreszeitraum bis Ende April hinter sich gelassen, ebenso wie der Fonds von Schorders und von Allianz Global Investors. Im Dreijahresdurchschnitt ist dies dem stark asienlastigen Allianz-Portfolio gelungen, im Fünfjahreszeitraum pro Jahr im Schnitt bleibt sämtlich der Index vorn. Daraus lässt sich jedoch nicht schließen, dass die Fonds ihr selbstgestecktes Anlageziel verfehlt haben.

Mischfonds mit einem Income-Ansatz, die weltweit ausgewogen investieren, bilden eine weitere Vergleichsgruppe mit nennenswerter Anzahl an Fonds, die mindestens fünf Jahre am hiesigen Markt vertreten sind (siehe auch untere Tabelle). Spitzenreiter unter den Produkten, die in der Fünfjahresbetrachtung bis Ende April über dem Durchschnitt abgeschnitten haben, ist der Polar Capital Income Opportunities A2 Ret Acc mit dem britischen Pfund als Basiswährung. Sehr beachtliche 12,6 Prozent pro Jahr im Schnitt hat der Fonds der britischen Investmentgesellschaft Polar Capital in diesem Zeitraum erwirtschaftet.

Den Balanced-Flexible-Index, den Lipper auch dieser Fondsgruppe zum Performance-Vergleich zuordnet, haben die Fondslenker mit Nick Brind an der Spitze damit in dieser Periode deutlich hinter sich gelassen. In den einzelnen Kalenderjahren sehen die Performance-Zahlen ebenfalls erfreulich aus mit deutlich zweistelligen Zuwächsen.

Einen kleinen Wermutstropfen bildet das Jahr 2016, in dem das Portfolio einen Verlust von nahezu einem Prozent eingefahren hat. Im Zwölfmonatszeitraum bis Ende April sieht die Rendite mit gut 14 Prozent wieder deutlich anders aus. Zu diesem Stichtag war das Portfolio zu 59 Prozent in Aktienanlagen und zu 37 Prozent in Anleihen aufgeteilt. Etwa ein Viertel der Fondsanlagen entfiel dem Anbieter zufolge­ auf Titel aus Großbritannien, rund 18 Prozent aus Nordamerika, 17 Prozent aus Europa, sechs Prozent aus Asien und der Rest aus übrigen Regionen.

Titel aus dem Bankensektor haben nahezu ein Drittel der Einzelwerte ausgemacht. Wie bei den übrigen beleuchteten Portfolios können die Manager dieses Fonds ebenfalls zu einem hohen Anteil in Hochzinsanleihen investieren. Als Anlageziel gilt auch dort, regelmäßige Erträge und einen Kapitalzuwachs im Zeitablauf zu erwirtschaften. Eine offizielle Benchmark gibt der Anbieter zwar nicht an. Er berechnet allerdings eine Erfolgsgebühr, die an den Aktienindex Stoxx Europe 600 Financial Net Return gebunden ist.

Prominente Namen sind ebenfalls dabei
Mit dem JP Morgan Global Income A Div EUR ist in dieser Gruppe nicht nur ein weiteres Portfolio der US-Bank dabei, sondern auch eines der prominentesten des Hauses und mit nahezu 19 Milliarden Euro Gewicht das mit Abstand größte in der Übersicht. Der leitende Fondsmanager Michael Schoenhaut und sein Team haben das Fondsvermögen in Titel aus Industrie- und Schwellenländern weltweit gestreut, wobei Papiere aus den USA mit nahezu 60 Prozent Ende April den größten Anteil ausgemacht haben. Auf High-Yield-Bonds entfiel rund ein Drittel Fondsanteil und auf Aktien einschließlich Vorzugsaktien etwas mehr als 40 Prozent.

Reits bildeten mit sechs Prozent Anteil am Portfolio die nächstgroße Anlageklasse. Wie bei den meisten der bisher näher betrachteten Produkte sticht auch bei diesem das Jahr 2015 als ein Schwächejahr hervor. Dieses Jahr hat der Fonds mit einem Minus von 0,6 Prozent beendet, aber ebenfalls mit einem Wertzuwachs in den übrigen Jahren ausgeglichen.

Mit dem Templeton Global Income A (acc) USD und dem Franklin Income A (Mdis) USD sind zwei ebenfalls prominente und milliardenschwere Income-Fonds des US-Hauses Franklin Templeton dabei (zu Ersterem siehe auch Ausgabe 4/2015). Der Templeton Global Income, verantwortlich gesteuert von CIO Michael Hasenstab und Heather Arnold, ist sehr breit in Titel aus Industrie- und Schwellenländern angelegt, wobei Anlagen aus den USA mit 46 Prozent Anteil am Fondsvolumen den Löwenanteil ausmachen. Auf der Aktienseite überwiegen auch in diesem Portfolio Finanzwerte mit rund einem Viertel Fondsanteil.

Auf der Rentenseite stecken jeweils rund zwei Drittel in Staatsanleihen in Lokalwährung mit Investment Grade, also hoher Kreditwürdigkeit und in solchen ohne Investment Grade. Der Rest entfällt auf Staatspapiere in Fremdwährung und in Unternehmenanleihen hoher und niedriger Bonität. Nicht nur der Fonds ist insgesamt betrachtet einer der bekanntesten Mischfonds, auch Hasenstab als einer der leitenden Manager zählt in der Branche mittlerweile zur Prominenz.

Einer Umfrage von JP Morgan unter 110 Besuchern einer diesjährigen Fonds-Fachveranstaltung zufolge nutzen mehr als zwei Drittel der dort befragten Berater Income-Fonds, die regelmäßig Erträge ausschütten. Die meisten bevorzugen demnach Fonds mit einer jährlichen oder quartalsweisen Ausschüttung. Einige wenige der Berater beurteilen Income als reines Trendthema und ebenfalls einige wenige sehen keine Nachfrage nach Income, heißt es weiter. Die Befragten nutzen die Produkte oft für Kunden, die sich bereits in der Auszahlphase befinden und ein zusätzliches Einkommen zur Rente wünschen. Allgemein stellen die Berater der Befragung zufolge weiter fest, dass Anleger zunehmend höhere Kursschwankungen in Kauf nehmen und ihren Anlagehorizont verlängern. 

portfolio international 09.08.2017

 
Heike Gorres
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