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Anlage

07.08.2017

Einkommen fürs Auskommen I

Regelmäßige Erträge und Kapitalzuwachs im Zeitablauf sind die Ziele, mit denen zahlreiche Mischfonds unter dem Label Income-Fonds antreten. Die Redaktion hat sich weltweit flexibel und ausgewogen anlegende Mischfonds mit diesem Ansatz genauer angeschaut. Teil I
Michael Schoenhaut

Mit einer Kapitalanlage Einkommen zu erzielen, klingt immer gut. Mischfonds mit dem Schlüsselwort „Income“ im Namen sprechen bei Anlegern und Beratern genau diese Verheißung an. Solche Income-Fonds genannten Portfolios sollen regelmäßige Auschüttungen oder Erträge liefern, auf die ein Anleger dann entweder zugreifen kann oder die im Portfolio wiederangelegt werden, je nach Ausgestaltung der gewählten Fondstranche. Mischfonds mit einem solchen Income-Ansatz zielen auf Anleger, die ein reines Aktienportfolio etwa aus Titeln dividendenstarker Unternehmen als probates Mittel für regelmäßige Ausschüttungen scheuen. Die gemischten Portfolios sollen auf der anderen Seite mehr Renditechancen bieten als reine Anleihenfonds, die als sogenannte Fixed-Income-Produkte per se auf regelmäßige Erträge spekulieren.

Die Mischfonds am deutschen Markt, die unter dem Label Income regelmäßige Beträge erwirtschaften sollen, sind zumeist in mehr als die zwei klassischen Anlageklassen Aktien und Anleihen investiert. Der weltweit anlegende Schroder ISF Global Multi Asset Income A etwa investiert dem Anbieter zufolge zwei Drittel seines verwalteten Vermögens direkt oder indirekt über Derivate in Aktien, Anleihen und alternative Anlagen (siehe auch obere Tabelle). Bis zu zehn Prozent des Fondsvolumens können der leitende Fondsmanager Aymeric Forest und das Fondsteam zum Beispiel in offene Investmentfonds anlegen. Mehr als die Hälfte des Anlagekapitals darf in Anleihen aus Schwellenländern fließen. Ebenfalls mehr als die Hälfte des Fondsvermögens kann auf Anleihen mit niedriger Kreditwürdigkeit oder ohne Rating entfallen.

Unter dem Strich soll der Fonds jährlich eine Rendite von fünf Prozent herausholen.­ Angesichts dieses Ziels wundert es nicht, dass auf der Anleihenseite zu einem großen Teil Papiere mit hohem Risiko, aber auch hohen Ertragschancen im Fonds enthalten sein dürfen. Die Rendite des Fonds errechnet sich laut Schroders aus den regelmäßigen Ausschüttungen aus den verschiedenen Anlageklassen geteilt durch den Kurs des Fonds pro Stück am Stichtag der Ausschüttung. Da der Fonds beabsichtigt, unabhängig von seiner Wertentwicklung Dividenden auszuschütten, kann eine Dividende eine Rückzahlung eines Teils ihrer ursprünglichen Anlage enthalten, informiert der Anbieter – und legt damit den Finger in die größte Wunde, die Income-Fonds haben können. Wollen sie regelmäßige Ausschüttungen oder Erträge liefern und lässt aber die Wertentwicklung des Portfolios insgesamt zu wünschen übrig, zahlt der Anbieter die Ausschüttungen aus dem verwalteten Vermögen, also der Substanz.

Leben vom Eingemachten
„Die Zahlung einer angestrebten Rendite kann auch dann regelmäßige Erträge bieten, wenn der Ertrag des Fonds unzureichend ist“, formuliert es Schroders. „In diesem Fall kann das Kapital des Fonds zeitweilig zurückgehen, um die Zahlung zu ermöglichen“, erläutert der Anbieter weiter.

Der Blick auf die Fonds-Performance ist daher auch bei diesem Ansatz sehr hilfreich. Denn alle zwischenzeitlichen Ausschüttungen oder Erträge nutzen unter dem Strich nicht viel, wenn sie mit einem Verlust der Kapitalsubstanz erkauft sind. Der Schroders-Fonds in Basiswährung US-Dollar kann sich im längerfristigen Fünfjahresvergleich bis Ende April zwar sehen lassen. In diesem Zeitraum hat das Fondsteam um Forest nach Daten des Fondsanalysehauses Lipper ein Plus von rund acht Prozent pro Jahr im Schnitt erwirtschaftet. Damit liegt der Fonds in der Vergleichsgruppe der Mischfonds am deutschen Markt, die weltweit flexibel anlegen können, im Namen einen Income-Ansatz erkennen lassen und eine Historie von mindestens fünf Jahren haben, in diesem Zeitraum an der Spitze.

Mit 4,4 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen ist es zudem das größte Portfolio in der dargestellten Übersicht. Die Tabelle enthält jene Fonds dieser Vergleichsgruppe, deren Wertentwicklung im Fünfjahreszeitraum über dem Durchschnitt der Gruppe liegt. Im Jahreszeitraum bis Ende April kommt das Portfolio auf ein Plus von nahezu elf Prozent und in den Kalenderjahren 2016 und 2014 auf ebenfalls zweistellige Beträge. 2015 und 2013 allerdings hat der Fonds mit 3,8 Prozent und 1,2 Prozent sein Renditeziel deutlich verfehlt. Positiv hierbei ist allerdings, dass die gute Wertentwicklung in den übrigen Jahren die beiden schwachen Jahre überkompensiert hat.

Ähnlich gelagert ist der Fall beim ebenfalls in Basiswährung US-Dollar aufgelegten Allianz Asian Multi Income Plus IT USD. Mit einem Anlagevolumen von rund 55 Millionen Euro ist er allerdings deutlich kleiner als das Konkurrenzprodukt. Im Dreijahresabschnitt rangiert der Fonds in der Vergleichsgruppe mit mehr als elf Prozent jährlicher Rendite im Schnitt auf Platz eins, im Fünfjahresabschnitt mit nahezu sieben Prozent im Jahresdurchschnitt direkt hinter dem Spitzenreiter. Und in der Zwölfmonatsbetrachtung bis Ende April glänzt das Portfolio mit mehr als 19 Prozent Wertzuwachs.

Doch auch dieses Portfolio verzeichnet 2015 mit einer Performance von 2,3 Prozent ein schwächeres Jahr und mit minus 5,4 Prozent im Jahr 2013 einen deutlichen Verlust. Ein Trost ist aber auch in diesem Fall, dass die Performance in den übrigen Jahren die schwachen Ergebnisse wettgemacht hat. Als Anlageziel vermerkt der Anbieter laufende Erträge und Kapitalzuwachs auf langfristige Sicht. Der Fonds kann weltweit investieren, konzentriert sich im Wesentlichen aber auf die Region Asien/Pazifik einschließlich Australien. Der leitende Portfoliomanager Raymond Chan ist bei Allianz Global Investors zugleich CIO für die Aktienseite dieser Anlageregion. Infrage kommen zum Beispiel Aktien dividendenstarker Unternehmen, Vorzugsaktien und auch Titel von Reits, börsennotierten Immobiliengesellschaften. Bis zu 70 Prozent des Fondsvermögens können Chan und seine Mitarbeiter in Hochzinsanleihen anlegen.

portfolio international 07.08.2017

Heike Gorres
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