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15.12.2015

Eine Weihnachtsgeschichte aus dem Hause R+V

Die Herbstsaison ist abgelaufen

Es war einmal – so beginnen nicht nur schöne Märchen, sondern mitunter auch wahre Begebenheiten in der Assekuranz. Hier gab es sogar ein überraschend gutes Ende, für das allerdings nicht der Versicherer durch eigene Aktivität gesorgt hat, sondern ein Makler.

Es war einmal eine Versicherungsgruppe in Wiesbaden, deren Kfz-Spezialist Kravag für schöne Angebote bei Maklern und deren Kunden bekannt war. Davon profitierte auch ein Kunde, der sein Wohnmobil mit Saisonkennzeichen von März bis Oktober versichert hatte. Er zahlte bislang für Haftpflicht, Vollkasko und Schutzbrief rund 343 Euro pro Saison und 512 Euro pro Jahr. Die Police war 2012 über einen Rahmenvertrag (der MMV GmbH & Co.KG) eingedeckt worden.

Am 13. November hatte der Kunde das Wohnmobil von Saison- auf Jahreskennzeichen umgemeldet. Telefonisch hatte man bei MMV schon mitgeteilt, das Kravag in solchen Fällen einfach auf neue Bedingungen und Tarife umstellt. Dies erstaunt, „da eine Ummeldung zum Saisonkennzeichen kein Wagniswegfall oder Kündigungsgrund ist und es daher zwingend bei den Altbedingungen bleiben muss“, berichtet der betreuende Makler. Dennoch kam es, wie schon befürchtet: Kravag schickte eine neue Police mit einem Jahresbeitrag von 653,90 Euro und neuen Bedingungen, die nur für den Fachmann anhand der geänderten Schadenfreiheitsklassen erkennbar sind.

In dem Schreiben fehlte jeglicher Hinweis auf geänderte Bedingungen. Der Kunde hat auch keine neuen Vertragsbedingungen erhalten. Daraufhin wurde der Makler aktiv: Er verwies darauf, dass eine Umstellung auf einen neuen Tarif gar nicht beantragt war und forderte den Versicherer auf, umgehend den alten Vertragsstand wieder herzustellen Zugleich widersprach er der falschen Lastschrift und verlangte eine Entschuldigung beim Kunden.

In einem Nachtrag zum Versicherungsschein, der von R+V-Vorstand Dr. Norbert Rollinger (zuständig für zuständig für Schaden- und Unfallversicherungen) mitunterzeichnet ist, hat Kravag eingelenkt. Das Wohnmobil ist jetzt wieder mit dem alten Tarif versichert „Wir bitten unseren Fehler zu entschuldigen“, schrieb Kravag dem Kunden. Ende gut alles gut. Doch nur ein aufmerksamer Makler konnte die „Vertragsaufhebung wegen anderer Gründe“ so deuten. Ein Verbraucher hätte wohl weder das Unterschieben eines teureren Vertrages rechtzeitig bemerkt noch die Umstellung auf den alten Tarif geschafft.

„Dies ist leider kein Einzelfall, sondern bei den meisten Versicherern gängige Praxis“, hat Wilfried E. Simon beobachtet. „Selbst bei der Umwandlung von Voll- in Teilkasko wird die Kfz-Haftpflicht im neuen Tarif mit den aktuellen AKB tarifiert“, ärgert sich der 1. Stellvertretende Vorstandschef der Interessengemeinschaft Deutscher Versicherungsmakler (IGVM). Simon lässt deshalb inzwischen die Fahrzeugversicherung häufig in einem gesonderten Vertrag dokumentieren, damit sich die Bedingungen nicht verändern und die Prämie nicht steigt.

Laut Simon werden solche Umstellungen von Versicherern vielfach mit der Tarifsoftware begründet, die eine andere Handhabung nicht zulasse. „Solche Verhaltensweisen sehe ich aber als Missstand, denn der Kunde wird ganz bewusst benachteiligt“, meint Simon. Er sieht darin ganz nebenbei auch einen Verstoß gegen den GDV-Vertriebskodex. 

Detlef Pohl

(Bild und Skulptur: Carina Thummet)

Weiterführende Links: 

portfolio international update 15.12.2015

 
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