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Neu am Markt
17.02.2012

Echte Portabilität ist sehr selten

Die KlinikRente verweist auf Schwächen der Branche bei der Portabilität von bAV-Ansprüchen im Jobwechsel. Und sieht sich als tarifliches Versorgungswerk im Vorteil.

KÖLN – Die KlinikRente hat 2011 gegen den Branchentrend massiv zugelegt. 320 Unternehmen der Gesundheitswirtschaft haben sich neu für eine Mitgliedschaft entschieden – 23 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Inzwischen bieten 1.734 Kliniken und Pflegeeinrichtungen Entgeltumwandlung über dieses Branchenversorgungswerk an, Tendenz steigend.

Der Neuzugang beim laufenden Jahresbeitrag stieg 2011 um 5,5 Millionen Euro auf 16 Millionen Euro. „Damit wird KlinikRente als Marktführer in der Gesundheitswirtschaft bestätigt“, sagt Geschäftsführer Friedhelm Gieseler. Mit 4,1 Prozent laufender Gesamtverzinsung 2012 bei Direktversicherung und U-Kasse steht das Versorgungwerk in schwieriger Kapitalmarktzeit gut da (Markt: 3,9 %). Samt Schlussüberschuss und Bewertungsreserven erreicht KlinikRente 2012 eine Gesamtverzinsung von 4,6 Prozent (2011: 4,7 %).

KlinikRente bietet wie andere große Versorgungswerke eine besondere Sicherheitsarchitektur und verteilt die Anlagemittel auf mehrere Lebensversicherer: Allianz, DBV, Deutsche Ärzteversicherung, Generali und Swiss Life. Zusätzlich haben alle fünf Gesellschaften eine Stabilitätsabrede getroffen, wonach schwach gewordene Anbieter ausgeschlossen oder ausgetauscht werden können.

Als weitere Ursachen für die gute Nachfrage stellte Gieseler hohe Transparenz, Niedrigkosten und Flexibilität heraus. Gerade Ärzte, die relativ häufig den Arbeitgeber wechseln, interessieren sich für eine einfache, kostenfreie und administrationsarme Portabilität. Zwar ist die Mitnahme der Ansprüche für Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds gesetzlich geregelt (§ 3 Nr. 63 EStG), doch klappt dies nur mit Einschränkungen. Die Garantieleistung sinkt nach einem Jobwechsel häufig um 20 Prozent. Grund: Der Arbeitnehmer wird entsprechend dem aktuell niedrigen Rechnungszins und der neuesten Sterbetafel neu eingruppiert. Die künftige Kalkulation von Unisex-Tarifen wird diesen Nachteil noch verstärken.

Anders bei tariflichen Versorgungswerken. Hier wird die Mitnahme durch einfache An- und Abmeldeverfahren geregelt. Es wird überhaupt kein Deckungskapital übertragen. Damit erleidet der Arzt auch keinerlei Abschläge für seine Betriebsrente. Allerdings muss der neue Arbeitgeber dazu im selben Versorgungswerk Mitglied sein. Über KlinikRente bieten inzwischen mehr als 800 Krankenhäuser Entgeltumwandlung an.

Besonders vorteilhaft ist dies im Gesundheitswesen über eine Unterstützungskasse. Hintergrund: Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds eignen sich durch die steuerliche „Kollision“ mit den Beiträgen an die Zusatzversorgungskassen der öffentlichen und kirchlichen Träger nur bedingt zur Entgeltumwandlung (§ 3 Nr. 56 und § 3 Nr. 63 EStG). Bei der U-Kasse („KlinikRente Plus“) entfällt dieses Problem. Obwohl es für U-Kassen keine gesetzlich geregelte Portabilität gibt, ist bei KlinikRente eine Mitnahme der Ansprüche auf Betriebsrente zum neuen Arbeitgeber möglich, wenn der Mitglied im Versorgungswerk ist oder wird. „Mit der kostenfreien Übertragung beim Jobwechsel besitzt die KlinikRente in der Gesundheitswirtschaft ein unschlagbares Alleinstellungsmerkmal“, so Gieselers Fazit.

Im Gesundheitswesen ist die Altersvorsorge kompliziert geregelt. Für Ärzte zählt zunächst die Standesversorgung. Darüber hinaus erfolgt eine Zusatzversorgung, die der Arbeitgeber bezahlt – verpflichtend über Zusatzversorgungskassen (ZVK) oder die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL). Anspruch auf Entgeltumwandlung besteht eigentlich nicht, da Ärzte nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung, sondern über Versorgungswerke rentenversichert sind. Ausnahme: Der Anspruch auf Entgeltumwandlung wird über Tarifverträge hergestellt. Dann kommt auch die KlinikRente zum Zuge. Davon profitieren auch einzelne Vermittler: Er braucht sich nur noch um den einzelnen Arzt zu kümmern und nicht mehr die kaufmännische Direktion überzeugen.

portfolio international update 17.02.2012/dpo/gcu

 
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