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03.12.2015

DWS Top Rente bald auch ohne Abschlussvergütung

Uwe Lange

Ab 2016 kann die populäre „DWS Top Rente“ erstmals ganz ohne eingerechnete Abschlussprovisionen erworben werden. Noch vor ein paar Jahren hatte sich die Deutsche-Bank-Tochter dagegen vor Gericht gewehrt, jetzt aber eingelenkt. Die Hintergründe.

Die Firma AVL Finanzvermittlung war dafür 2010 vor Gericht gezogen, konnte sich aber nicht durchsetzen. Die DWS beharrte erfolgreich darauf, dass Kunden erst Abschlussprovision zahlen müssen. Nun hat die Deutsche-Bank-Tochter mit großer Zeitverzögerung eingelenkt und die Provisionspraxis bei der „DWS Top Rente“ geändert. Ein möglicher Grund: Die Riester-Rente ist vor allem wegen hoher Kosten in die Kritik geraten. Die DWS, Deutschlands größte Fondsgesellschaft, reagiert nun. Hintergrund könnte auch sein, dass ab 2016 das Provisionsabgabeverbot generell entfallen dürfte. Eine entsprechende Verordnung des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) ist in Vorbereitung.

„Die DWS Top Rente gefällt uns“, schrieb die Stiftung Warentest noch im vergangenen Jahr. „Die Fonds, die zum Einsatz kommen, sind gut, die Kosten überschaubar.“ Allerdings machte es die DWS den Kunden schwer, die Abschlussprovisionen („Ausgabeaufschläge“) gleich zu Beginn zu vermeiden, so wie das sonst bei praktisch allen Fonds möglich ist. „Günstigen Finanzvermittlern wurde es schlichtweg verboten, auf die Abschlussprovisionen voll zu verzichten. Lediglich 50 Prozent sofortiger Provisionsrabatt war erlaubt“, kritisiert die AVL Finanzvermittlung (Weinstadt), unabhängiger Vermittler von Produkten mit Investmentansatz, der sich nach eigener Aussage ausschließlich über einen teil der Verwaltungsgebühr der vermittelten Fonds finanziert.

„Bislang wurden zunächst die Sparraten des Kunden mit Abschlusskosten belastet, die wir gar nicht haben wollten und die wir dann später in einem aufwendigen Verfahren wieder an den Kunden ausschütteten“, beschreibt AVL-Chef Uwe Lange die Situation. Nachteil für den Kunden: Die zunächst einbehaltenen Abschlussprovisionen konnten keine Erträge erwirtschaften. Gegen diese kundenfeindliche Praxis war AVL vor Gericht gezogen.

Ab 2016 gilt nun laut Lange bei DWS: Für sechs Rentenfonds sinken die Ausgabeaufschläge von 3,0 Prozent auf 2,0 oder sogar null Prozent. Der Ausgabeaufschlag bei der „DWS Top Rente Dynamik“ mit einem hohen Aktienanteil beträgt aber weiterhin 4,5 Prozent. Der Vollrabatt für die nun reduzierten Ausgabeaufschläge wird erlaubt. Vermittler wie AVL, die generell auf alle Abschlussprovisionen verzichten, müssen nun nicht mehr wider Willen Abschlussprovision zunächst einbehalten. Folge: Die volle Einzahlung des Riester-Sparers wird investiert und kann Erträge erwirtschaften.

„Besser spät als gar nicht“, kommentiert Lange den Sinneswandel bei der DWS. Allerdings bedeutet der künftig erlaubte Vollrabatt bei den Abschlussprovisionen nicht, dass ihn jeder Riester-Sparer automatisch bekommt. Wer bei einem teuren Vermittler, wie etwa einer Hausbank, sein Depot führt, bekommt weiterhin bis zu 4,5 Prozent Abschlussprovision abgezogen – bei jeder Einzahlung.

Das neue Gebührenmodell hatte DWS bereits im Sommer vorgestellt. Leser können es bei Bedarf in der Redaktion bekommen (PDF). „Grund für die Änderungen ist aber nicht ein Rechtsstreit, sondern das Niedrigzinsumfeld in Kombination mit den staatlichen Garantien, was es uns als Anbieter sehr schwer macht, für Geld der Kunden noch eine vernünftige Rendite zu erwirtschaften“, sagte Frank Bremser, Sprecher der Deutsche Asset & Wealth Management. „Deshalb mussten wir eben an die Kosten ran.“

Detlef Pohl

(Bild: AVL)

Weiterführende Links: 

portfolio international update 03.12.2015/gor

 
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