portfolio international MAGAZIN

Portfolio International

portfolio international

Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

...mehr

Meistgelesene Artikel


Alles zum Thema
BÖRSE & FINANZEN
finden Sie hier

DAX
Chart
DAX 11.290,00 -2,03%
TecDAX 2.552,50 -3,33%
EUR/USD 1,1486 +0,19%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Wertpapiersuche

Aktien Tops & Flops

FMC 70,48 +0,74%
LUFTHANSA 18,20 +0,33%
CONTINENTAL 133,40 +0,04%
BAYER 69,41 -9,30%
WIRECARD 161,40 -7,61%
MERCK 89,74 -3,46%

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Commodity Capital AF 175,65%
Structured Solutio AF 122,76%
DWS Invest Brazili AF 95,29%
Stabilitas GOLD+RE AF 89,11%
Neptune Investment AF 82,70%

mehr

Vorsorge
28.03.2013

Die neue Renten-Wirklichkeit

In den Industrieländern geht die Bedeutung der gesetzlichen Rente für die Alterssicherung zurück. Solange andere Quellen nicht ausreichend sprudeln, müssen die Alten die Rente mit Arbeit aufbessern.

Nach zehn Jahren Rentenreformen in Westeuropa vollzieht sich ein Strukturwandel bei den Alterseinkommen, stellt der neue Allianz Demografic Pulse fest. „Damit zukünftige Ruheständler ein Alterseinkommen in vergleichbarer Höhe mit dem der heutigen Rentner erzielen, müssen sie ihr Sparverhalten und ihre Arbeitseinstellung ändern. Jeder Einzelne muss mehr Verantwortung für ein angemessenes Einkommen im Alter übernehmen und seine Altersvorsorge überdenken“, sagt Jay Ralph, Vorstandsmitglied der Allianz SE, zuständig für Asset Management.

Die bisherigen Rentenreformen haben die Rentnerwelt gravierend verändert. Nach Berechnungen für 16 OECD-Länder sind die Renten in Staaten mit besonders weitreichenden Reformen für Männer im Schnitt um 22 Prozent und für Frauen um 25 Prozent gesunken. Üblicherweise müssen die Betroffenen die Ausfälle bei der gesetzlichen Rente durch private Sparanstrengungen mit Mitteln des Kapitalmarktes kompensieren. Allianz Demografic Pulse räumt ein, dass die Zins- und Schuldenkrise sowie starke und häufige Schwankungen an den Finanzmärkten die Möglichkeiten einer kapitalgedeckten Altersvorsorge eingeschränkt hätten.

Mittlerweile übten Arbeitnehmen nicht nur deshalb ihren Beruf länger aus, weil das Rentenalter angehoben wurde, sondern weil ihre Einnahmen aus kapitalgedeckten Rentenplänen krisenbedingt niedriger als erwartet ausfallen und sie länger als vorgesehen für das Alter sparen müssen. Als Folge erhöhte sich in Europa, Asien und den USA die Erwerbsquote der 60- bis 64-Jährigen über die letzten zehn Jahre. In Deutschland und in den Niederlanden war die Erhöhung mit einer Verdoppelung besonders hoch.

Deshalb sei es eine besondere Herausforderung, die Beschäftigungschancen älterer Arbeitnehmer zu verbessern. Laut Allianz Demografic Pulse möchten 65 Prozent der Beschäftigten in Europa die Möglichkeit erhalten, im Alter teils von Erwerbsarbeit und teils von Renteneinkommen zu leben.

In der Tat rechnen die Deutschen schon mit dem Schlimmsten. Nach der jüngsten Untersuchung der Bertelmann-Stiftung rechnet eine Mehrheit mit einem künftigen Renteneintrittsalter zwischen 67 und 70 Jahren. Das erwünschte Renteneintrittsalter liegt jedoch deutlich unter 63 Jahren. Vor die Alternative gestellt, ob sie eher einen höheren Beitragssatz oder eine niedrigere Rente akzeptieren würden, spricht sich eine Mehrheit für den erhöhten Beitragssatz und ungekürzte Renten aus.

Zur Sanierung des Rentensystems präferieren 80 Prozent der Deutschen die Einbeziehung der Selbständigen in die gesetzliche Rente. Ebenso viele sprechen sich für eine verpflichtende private oder betriebliche Altersvorsorge mit staatlicher Förderung aus.

Weiterführende Links:

Entwicklung der Rentensysteme

Die Zukunft des Rentensystems

Renten-Nachhaltigkeits-Index

portfolio international update 28.03.2013/hp/dpo

 
Einen Kommentar schreiben
Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

CAPTCHA Bild zum Spamschutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
* Pflichtfelder
 
 
Anzeige
Anzeige