portfolio international MAGAZIN

Portfolio International

portfolio international

Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

...mehr

Meistgelesene Artikel


Alles zum Thema
BÖRSE & FINANZEN
finden Sie hier

DAX
Chart
DAX 12.666,00 +0,16%
TecDAX 3.037,00 +0,27%
EUR/USD 1,1861 +0,34%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Wertpapiersuche

Aktien Tops & Flops

MTU AERO 168,75 +6,43%
MERCK 131,10 +2,74%
DT. BANK 8,12 +1,83%
DT. POST 40,58 -0,44%
DT. WOHNEN 43,53 -0,41%
DT. TELEKOM 13,46 -0,41%

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Swiss Life Funds ( RF 11.460,40%
ETFS Metal Securit SF 166,48%
Morgan Stanley Inv AF 166,37%
green benefit gree AF 151,92%
BlackRock Global F AF 141,69%

mehr

Anlage
21.01.2013

Die meisten Deutschen wissen nach wie vor wenig über Fonds

Obwohl eine aktuelle Umfrage zum Fondswissen der Deutschen etwas bessere Ergebnisse ergeben hat als Befragungen der vorhergehenden Jahre, zeigen sich weiterhin erhebliche Wissenslücken.

„Das Wissen der Deutschen über Investmentfonds ist wieder auf das Niveau vor Ausbruch der Finanzkrise gestiegen: Erstmals seit 2008 liegt der Axa-IM-Wissensindex wieder bei einem Wert von 50.“ Mit diesen recht positiv anmutenden Sätzen beginnt die Pressemitteilung von Axa Investment Managers (Axa IM), in der wichtige Ergebnisse der repräsentativen Umfrage zum Thema Fondswissen vorgestellt werden. Die Fondsgesellschaft hat die Befragung zum achten Mal in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest durchgeführt.

„Die Verunsicherung der letzten Jahre scheint überwunden – die Deutschen wissen mehr über Finanzthemen und trauen sich in diesem Bereich auch wieder mehr zu“, interpretiert Karin Kleinemas, Head of Marketing, Communications & Brand Northern Europe, die Ergebnisse. Es zeige sich „eine Trendwende von einer deutlichen Unsicherheit in der Krise hin zu neuem Selbstbewusstsein in punkto Finanzwissen“.

Diese recht optimistische Interpretation der Umfrageergebnisse beruht auf der Beobachtung, dass sich die Teilnehmer bei den Wissensfragen „insgesamt deutlich sicherer gezeigt“ hätten als in den vorhergehenden Jahren. Sie seien „eher in der Lage gewesen, richtige Aussagen zu erkennen“.

Was das konkret bedeutet, zeigt ein Beispiel: In der aktuellen Befragung haben 60 Prozent der Teilnehmer die Aussage „Ein Rentenfonds investiert in festverzinsliche Wertpapiere“ für richtig gehalten; 26 Prozent hielten diese Aussage für falsch, der Rest hat keine Meinung geäußert. Das ist ein deutlich besseres Ergebnis als im Jahr zuvor, als diese Aussage lediglich von 50 Prozent der Befragten als richtig und von 36 Prozent als falsch eingestuft worden war. Nun kann man es durchaus als Fortschritt interpretieren, wenn sich der Anteil der Umfrageteilnehmer, der eine richtige Aussage für richtig hält, innerhalb eines Jahres um zehn Prozentpunkte erhöht.

Antworten auf andere Fragen relativieren diese Einschätzung jedoch erheblich und legen insgesamt eine zurückhaltendere Interpretation der Umfrageergebnisse nahe. So halten 31 Prozent aller Befragten die Aussage „Rentenfonds heißen auch Anleihenfonds“ für richtig, während 47 Prozent sie für falsch halten. Und die falsche Behauptung „Rentenfonds heißen so, da sie für die Absicherung der gesetzlichen Rente sorgen“ ist von 53 Prozent der Umfrageteilnehmer als falsch eingestuft worden; 40 Prozent halten sie für richtig.

Diese Antworten legen die Vermutung nahe, dass ein Großteil der Deutschen überhaupt nicht weiß, was mit dem Begriff "Rentenfonds" gemeint ist, und dass diese Fonds so heißen, weil sie einen Großteil des Fondsvermögens in Anleihen und andere festverzinsliche Wertpapiere investieren. Die Beurteilung der Aussage „Ein Rentenfonds investiert in festverzinsliche Wertpapiere“ erfolgt offenbar in vielen Fällen auf einer falschen Vorstellung von Rentenfonds.

Auch Kleinemas betonte, dass sich bei der Befragung weiterhin große Wissenslücken abzeichneten. Beispielsweise gehe beinahe die Hälfte der Befragten davon aus, dass Investmentfonds genauso riskant sind wie einzelne Aktien. Weniger als einem Drittel der Bevölkerung sei bekannt, dass das Fondsvermögen bei einer Insolvenz des Anbieters geschützt ist. Knapp drei Viertel der Deutschen seien zudem der Überzeugung, dass vertiefte wirtschaftliche Kenntnisse nötig sind, um in Fonds zu investieren. „Die meisten Leute haben noch nicht einmal die Grundcharakteristik eines Fonds verstanden – selbst die, die in Fonds investiert haben“, sagt Uwe Diehl, Geschäftsführer der Axa IM in Deutschland, bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse.

Bei der anschließenden Diskussion um mögliche Konsequenzen wurde unter anderem darüber diskutiert, ob und wie Finanzthemen besser in den Schulunterricht integriert werden können. So hätten immerhin fast zwei Drittel aller Umfrageteilnehmer den Wunsch geäußert, dass die Schulen mehr Finanzwissen vermitteln sollen. Im Hinblick auf entsprechende Bemühungen des Branchenverbandes BVI gab Diehl zu bedenken: „Dieses Thema müsste eigentlich von neutraler stelle promotet werden.“

Doch Bildung obliegt bekanntermaßen nicht nur der Schule. Auf die Frage nach den für das eigene Finanzwissen genutzten Informationsquellen wurden Gespräche mit Bank-, Versicherungs- oder Finanzberatern am häufigsten genannt (54 Prozent der Befragten). Auf den weiteren Plätzen folgen Gespräche mit Freunden, Verwandten oder Kollegen (53 Prozent), Printmedien (44 Prozent) und das Fernsehen (41 Prozent). Grundsätzlich erscheinen daher die genannten Berater als auch die Medien in einer geeigneten Position, die oft großen Wissensdefizite der Deutschen in Finanzangelegenheiten zumindest zu verringern.

Weiterführender Link:

Pressemitteilung und Präsentation zur Umfrage

portfolio international update 24.01.2013/rko/gor

 
Einen Kommentar schreiben
Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

CAPTCHA Bild zum Spamschutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
* Pflichtfelder
 
 
Anzeige
Anzeige