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Analyse
14.02.2017

Die beste Zusatzrente für vermögende Frührentner

Wer als Angestellter vorzeitig aus dem Berufsleben aussteigen will, fragt sich, wie sinnvoll freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenkasse bis zur Regelaltersgrenze sind. Fragt man Deutschlands bekanntesten Finanzanalytiker Volker Looman, bekommt man glasklare und zugleich amüsant geschriebene Antworten – trotz oder gerade wegen der Zahlen.

Kürzlich nahm er sich dazu in seiner regelmäßigen Kolumne der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) den Modellfall eines Managers (52) vor, der finanziell ausgesorgt hat. Wem die Zahlen zu groß für die eigene Zielgruppe bei der Beratung sind, kann die Beträge durch Versetzen des Kommas ja kleiner rechnen, das Verhältnis bleibt für die Richtigkeit der Aussagen bestehen.

Laut Renteninformation hat der Manager bislang Anspruch auf 1.777 Euro gesetzliche Rente erworben. Würde er weiter arbeiten soviel verdienen wie im Durchschnitt der letzten fünf Jahre, steigt die Rente auf 2.749 Euro. Da er aber aussteigen will, muss die Differenz von 972 Euro je Monat anderweitig beschafft werden. Der Betrag summiert sich, wenn man die Lücke ab 67. Geburtstag bis zum statistischen Lebensende mit rund 84 hochrechnet, auf  fast 210.000 Euro. 

Variante 1: Freiwillige Zusatzbeiträge in die gesetzliche Rentenkasse?

Zahlt er den Gegenwert freiwillig in die Rentenkasse ein, muss er den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil berappen. Laut Looman sind insgesamt fast 202.000 Euro fällig. Die Auszahlungen liegen nur knapp 8.000 Euro über den Einzahlungen. Rendite vor Steuern: 0,25 Prozent pro Jahr. „Die Sache riecht stark nach Geldwechsel“, so Loomans sarkastisches Fazit.

Nach Steuern ändert sich nicht viel. Die Prämien können zwar als Sonderausgaben geltend gemacht werden, doch die Renten sind voll zu versteuern. Einzige Hoffnung auf höhere Renditen sind Rentenanpassungen. Sollten die Renten zum Beispiel jedes Jahr um 1,0 Prozent klettern, würden die Rente auf 2.063 Euro und die mögliche Rente auf 3.190 Euro steigen, hat Looman ausgerechnet. Die Verzinsung stiege auf 1,2 Prozent pro Jahr.

Variante 2: Basisrente?

Der Manager ist auf die Zusatzrente eigentlich nicht angewiesen, weil er genug Vermögen hat. Sollte er trotzdem sparen wollen, gibt es Alternativen zu einer Rendite von 0,25 Prozent pro Jahr. „Das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht die Basisrente sein“, so Looman. Selbst der kostengünstige Direktversicherer Hannoversche Leben bietet für 180 monatliche Prämien von jeweils 1.122 Euro nur 216 monatliche Renten a 1.003 Euro. Das sind lediglich 31 Euro mehr als bei der freiwilligen Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung. 

Variante 3: Aktien-ETF!

Der Anleger bastelt sich im Alter von 52 einen Rentensparplan mit Aktien-ETF. Der Vertrag läuft 32 Jahre. In dieser Zeit dürfte trotz Volatilität eine Rendite von 5 Prozent pro Jahr erreichbar sein. Abzüglich 26,375 Prozent Abgeltungsteuer und jährlich 0,25 Prozent Verwaltungskosten ergäbe dies 3,43 Prozent Rendite nach Steuern und Kosten. Das würde im Ruhestand ab 67 zu 216 Renten a 1.600 Renten führen.

Wichtig ist Looman der Hinweis, die Aktien-ETF zu Beginn des Ruhestandes keineswegs in Anleihen umzuschichten, sondern bis zum Lebensende zu behalten. „Der Anleger muss auf volles Risiko setzen, weil mit anderen Sparverträgen kein Blumentopf zu gewinnen ist“, so Looman. Verzichtet er darauf, kann er den ganzen Rentensparplan vergessen. Das Risiko ist zudem überschaubar, da man als Mann mit 67 statistisch noch 17 Jahre lebt und damit das Schwankungsrisiko locker aussitzen kann – und im Zweifel ohne Verluste realisieren zu müssen auf die Erben überträgt.

Detlef Pohl

(Grafik: Blackrock/Boerse.de)

Weiterführende Links: 

portfolio international update 14.02.2017

 
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