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Beratung
09.03.2012

BU-Vermittlung ist zeitaufwändig

Die Produktlandschaft in der Berufsunfähigkeits-Versicherung ist vielfältig und unübersichtlich, der Abschluss zeitaufwändig. Was erfahrene Makler empfehlen.

BERLIN – Die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit gelingt nur rund 30 Prozent aller Deutschen. Anbieter und Vermittler haben einen Riesenberg Arbeit vor sich: „Ohne private BU-Vorsorge dürfte es oft nur für die Miete reichen“, sagt Manfred Poweleit, Chef des Marktbeobachters Map-Report. Von 1,45 Millionen Anträgen auf BU-Versicherung sind allein 2010 fast 359.000 abgelehnt oder nur mit Leistungs-Ausschlüssen oder mit Risikozuschlag auf den Beitrag angenommen wurden (siehe früheren Artikel).

Zurzeit gibt es rund 300 Tarife als Zusatz zur Risikolebensversicherung sowie über 250 selbstständige Berufsunfähigkeitstarife. Helge Kühl. Der Versicherungsmakler Helge Kühl vermittelt seit 1994 BU-Policen und kennt die Schwierigkeiten bei der Suche nach dem individuell passenden Schutz. Hauptproblem: überhaupt von einem Versicherer akzeptiert zu werden. Kühl rechnet mit zwei bis vier Wochen, um den passenden Tarif zu finden. Der Zeitschrift „€uro“ (März-Ausgabe) sagte er, es sei nicht damit getan, ein paar Daten in eine Eingabemaske zu tippen. Das Wichtigste sei die Beantwortung der Gesundheitsfragen.

Im Auftrag von „Ökotest“ hat Kühl bereits vor einigen Jahren für 1.100 Fälle rund 5.000 Risikoanfragen bei Versicherern gestellt. In der ersten Runde fragt er stets drei Versicherer gleichzeitig an. Ergebnis: Nur jeder 25. Antrag ging sofort bei allen drei Gesellschaften durch. Heutzutage ist es eher noch schwieriger geworden, meint Michael Franke, Chef der Ratingagentur Franke & Bornberg, die für die Zeitschrift „€uro“ die Analyse vorgenommen hat ("Euro"-Artikel als pdf). 

Ergebnis: Für vier unterschiedliche Zielgruppen wurden die besten Angebote herausgefiltert. Manko: Leider steht weder im Artikel noch bei der Analyse von Franke & Bornberg im Internet, wie lange die Verträge laufen sollen. Häufig endet in der Praxis die Laufzeit schon mit 60 oder 65, obwohl die Altersrente erst mit 67 beginnt. Junge Leute wären zudem mit einer lebenslangen Leitungsdauer besser bedient, die am Markt jedoch nur vereinzelt geboten wird.

Unter dieser Einschränkung schneiden bei Franke & Bornberg am besten ab: Für eine Studentin (23), die zunächst 1.000 Euro BU-Rente absichern will, bietet nur der Volkswohl Bund einen „sehr guten Tarif (SBU); HDI-Gerling folgt mit einem „guten“ Tarif (SBU Ego). Ein Angestellter (30), der 1.500 Euro BU-Rente absichern will, fahre am besten mit HDI-Gerling (SBU Ego) oder Stuttgarter (BUV-Plus, Tarif 91). Gut seien außerdem Alte Leipziger (BV 10) und Volkswohl Bund.

Ein älterer Angestellter (45), der 2.500 Euro BU-Rente absichern will, fährt laut Franke & Bornberg mit HDI-Gerling am besten, gefolgt von Volkswohl Bund, Alte Leipziger, AXA (SBU), Condor (RLV mit Comfort BUZ R4J) und LV 1871 (Golden BU L-B1709). Ein gleichaltriger Unternehmer, der 3.000 Euro BU-Rente versichern will, bekommt drei „gute“ Angebote: Condor, Nürnberger (SBU 2600C 01/12) und Alte Leipziger.

Makler Kühl braucht im Schnitt fünf Anläufe, bis er einen Tarif für seinen Kunden gefunden hat. Kunden, die selbst Anträge stellen, sollten vorsichtig sein. Im HIS, der zentralen Datenbank der Assekuranz, werden auch abgelehnte Anträge gespeichert. Hier helfen anonyme Anfragen, die einige Makler anbieten. Franke & Bornberg listet im Internet eine Übersicht über die wichtigsten Unterschiede in den Bedingungswerken auf.

portfolio international update 09.03.2012/dpo

 

Kommentare

Viele Faktoren kann ich in einer Analyse sicherlich EDV-basiert erfassen. Ich schätze die Arbeit des Hauses F&B sehr; doch sind dort Grenzen gesetzt soweit es um die Nebensache Mensch und Gesundheit geht. Versicherer neigen zu Ausschlüssen sowie Klauseln und dazu benötigt der Interessent fachlich versierte Beratung, welche eben regelmäßig von Versicherern nicht zu erhalten ist. Machen wir uns bewusst, dass kein Unternehmer zu seinem Nachteil (viel ist immer besser als wenig auszuschließen) einen Interessenten beraten würde. Unabhängige Beratung erhalten Sie bei einem Versicherungsberater wie uns, da wir einem gesetzlichen Provisionsannahmeverbot unterliegen.

Interessanter Artikel, jedoch ist der Kunde bereits jetzt schon verlassen, wenn er sich auf Ratings gewisser Firmen verlässt. Was ist dadran so schwer, selber die Bedingungen zu studieren oder einen Fachmakler zu konsultieren? Es geht hier um Existenzen und nicht um eine Brillenversicherung! Wenn ich die Namen HDI usw. schon höre, vergeht mir alles. Die Leistungsparameter in den Bedingungen gehören maximal ins Mittelfeld. Was bringt es mir, wenn die Service-Hotline klasse ist, aber der Versicherer laut Bedingungen reichlich Hintertüren eingebaut hat, um die Leistung zu umgehen? Bravo! Evtl. sollten sich Kunden vom HDI doch lieber eine Brillenversicherung kaufen, damit Sie wenigstens dort Geld erhalten! Quo Vadis liebe Mandantschaft?

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