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Vorsorge

13.02.2017

Beisetzung oder Entsorgung I

Der Streit darüber, ob Sterbegeldversicherungen und Bestattungsvorsorge sinnvoll sind oder nicht, ist müßig. Das Thema hat ein großes Vertriebspotenzial, als Beratungsthema reicht es weit über den unmittelbaren Versicherungsfall hinaus. Teil I
Walter Capellmann

Jährlich sterben in Deutschland etwa 860.000 Menschen. Sie alle müssen bestattet werden, denn es besteht Bestattungspflicht. Das ist die Geschäftsgrundlage der rund 4.000 Bestattungsunternehmen, und der Wettbewerb ist hart. Dafür sorgen vor allem die veränderten Einstellungen der Deutschen zum Tod und zur Bestattungskultur. Der Trend geht immer mehr zur Feuerbestattung, nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Bestatter, dessen Mitgliedsunternehmen 80 Prozent der Marktes repräsentieren, entfallen auf Einäscherungen 54,5 Prozent aller Fälle. Davon sind 2,5 Prozent Seebestattungen, rund fünf Prozent entfallen auf anonyme Bestattungen. Erdbestattungen haben einen Anteil von 45,5 Prozent.

Bei den Feuerbestattungen nutzen immer mehr Menschen die Möglichkeit, ihre Angehörigen in Urnengräbern, Grabeskirchen oder Waldarealen beizusetzen. Dem Wunsch nach Pflegefreiheit der Grabfläche wird durch sogenannte pflegefreie Gemeinschafts-Grabanlagen zunehmend Rechnung getragen, so der Bundesverband Deutscher Bestatter. Er beklagt, dass es einen sehr problematischen Trend zur möglichst billigen „Entsorgung“ von Verstorbenen gibt, oftmals bedingt durch veränderte familiäre Strukturen und finanziell engere Spielräumen für manche Bevölkerungsschichten.

Die Angehörigen unter die Erde zu bringen, und das möglichst mit Würde, kostet eine große Stange Geld. Die Liste der Leistungen ist lang, selbst wenn es nur eine Urnenbestattung sein soll: Totenschein, Sterbeurkunde, Traueranzeige, Überführung, Totenwaschung, Kissen, Totenbekleidung, Sarg, Sargauskleidung, Sargschmuck, Aufbahrung, Krematorium, Urne, Urnenschmuck, Miete der Trauerhalle, Trauerfeier, Musik, Redner, Grabkosten und Beisetzung, Friedhofsgebühren. Später kommen noch die Kosten für den Grabstein oder ein Grabkreuz und eventuell für die Grabpflege dazu. Im Durchschnitt kostet eine Bestattung rund 6.000 Euro. In einigen Regionen, wo Beisetzungen traditionell opulent in Szene gesetzt werden, können es auch schon mal 10.000 Euro oder mehr sein.

Diese Summe hat nicht jeder zum Zeitpunkt seines Todes auf der hohen Kante, schon gar nicht, wenn zuvor der Pflegefall eingetreten ist. Von den gesetzlichen Krankenkassen gibt es seit 2004 kein Sterbegeld mehr. Man kann davon ausgehen, dass es künftig immer mehr Menschen geben wird, die kein Geld für ihre eigene Beisetzung haben werden. Denn die Menschen werden immer älter und die Prognosen für ihre finanziellen Verhältnisse im Alter
nicht günstiger.

Hans Pfeifer
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