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09.05.2017

Bafin greift erstmals zu Produktintervention

Elisabeth Roegele

Die Finanzaufsicht beschränkt die Vermarktung, den Vertrieb und den Verkauf von finanziellen Differenzkontrakten (Contracts for Difference, CFD). Anbieter dürfen Privatkunden demnach keine Kontrakte mit einer Nachschusspflicht mehr verkaufen.

Gestern hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) eine Allgemeinverfügung nach Paragraf 4b Wertpapierhandelsgesetz erlassen, in der sie die Vermarktung, den Vertrieb und den Verkauf von CFD mit einer Nachschusspflicht an Privatkunden verbietet. „Mit der Beschränkung des CFD-Handels machen wir erstmalig von der Möglichkeit zur Produktintervention Gebrauch“, sagt Bafin-Exekutivdirektorin Elisabeth Roegele (siehe auch portfolio international 1/2017).

Bei CFD mit Nachschusspflicht hat die Aufsicht erhebliche Bedenken für den Anlegerschutz. Sie haben ein für Privatkunden unkalkulierbares Verlustrisiko, das nicht auf den Kapitaleinsatz des Kunden beschränkt ist, sondern sein gesamtes Vermögen erfassen und ein Vielfaches seines eingesetzten Kapitals betragen kann, erläutert die Bafin. „Das können wir aus Verbraucherschutzgründen nicht akzeptieren. Die Beschränkung des CFD-Handels ist deshalb ein notwendiger Schritt zum Schutz der Privatanleger“, begründet Roegele den Schritt.

Anbieter von CFD mit Nachschusspflicht haben ab der Veröffentlichung der Allgemeinverfügung drei Monate Zeit, ihre Geschäftsmodelle anzupassen. Einige Anbieter haben inzwischen CFD ohne Nachschusspflicht im Programm oder angekündigt, solche Angebote zu schaffen, erläutert die Behörde weiter.

CFD sind Verträge zwischen zwei Parteien, die auf die Kursentwicklung eines bestimmten Basiswerts spekulieren. Basiswerte können beispielsweise Aktien, Indizes, Währungspaare oder Zinssätze sein. Der Anleger spekuliert auf eine positive oder negative Kursänderung des Basiswerts. Bei Kursänderungen des Basiswerts werden die entsprechenden Kursgewinne oder Kursverluste im CFD nachvollzogen. Bei einer positiven Differenz erhält der Anleger vom CFD-Anbieter den Differenzbetrag, bei einer negativen Differenz muss der Privatanleger die Differenz dem CFD-Anbieter ausgleichen, beschreibt die Bafin.

Heike Gorres

(Bild: Bafin)

Weiterführender Link:

Zwei Schritte vor, ein Schritt zurück, Teil I 

portfolio international update 09.05.2017

 

Kommentare

Wird ja auch Zeit, dass die Bafin mal ihrer Aufgabe gerecht wird.

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