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Anlage
19.05.2015

Anleger sind optimistisch, investieren aber nicht so

Achim Küssner

Renditeerwartung und Ausgestaltung von Portfolios klaffen auseinander, wie eine Privatanlegerbefragung von Schroders darlegt. Der Fondsanbieter sieht deutlichen Aufklärungs- und Beratungsbedarf.

Privatanleger in Deutschland und weltweit zeigen sich bei ihren Renditeerwartungen sehr zuversichtlich, wie die britische Investmentgesellschaft Schroders im „Schroders Global Investment Trends Report 2015“ ermittelt hat. Demnach rechnen neun von zehn Anlegern hierzulande damit, in den kommenden zwölf Monaten mit ihren Investments eine Rendite von neun Prozent zu erzielen. Auch im weltweiten Durchschnitt erwarten neun von zehn Privatanleger einen Kapitalzuwachs; insgesamt rechnen sie mit einer Rendite von zwölf Prozent in diesem Zeitraum.

Der Appetit auf Finanzanlagen ist weltweit gestiegen, stellt Schroders im diesjährigen Report weiter fest. Die Hälfte der für die Studie Befragten weltweit will in den kommenden zwölf Monaten mehr sparen oder investieren. Im Jahr 2014 planten dies 43 Prozent, im Jahr davor 38 Prozent. Unter den Anlegern in Deutschland wollen 87 Prozent die Höhe des investierten Kapitals gleichhalten oder anheben.

Renditen von neun Prozent oder mehr sind im aktuellen Niedrigzinsumfeld nur für den zu erzielen, der mehr ins Risiko geht, kommentiert Achim Küssner, Geschäftsführer der deutschen Schroder Investment Management GmbH. Das ist laut der Studie allerdings nicht gegeben; vielmehr zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den erwarteten Erträgen und der Risikoneigung der Anleger. „Das ist ein klares Zeichen für mangelnde Kenntnisse über das Investieren und zeigt den Bedarf an mehr Aufklärung für Anleger“, meint Küssner.

Typischerweise legen Privatanleger weltweit etwa 21 Prozent ihres Portfolios in risiko- und ertragreiche Asset-Klassen an, etwa in Aktien, ist ein weiteres Studienergebnis. Dagegen setzen 45 Prozent der Anleger weltweit auf sichere und weniger ertragreiche Anlagen, wie Cash. Rund ein Drittel des Portfolios fließt in Anlagen mit mittlerem Risikoprofil, zum Beispiel in Anleihen.

Noch ausgeprägter ist die Präferenz für Sicherheit unter Anlegern in Deutschland. Hierzulande investieren Anleger im Schnitt 51 Prozent in risikoarme Anlageklassen, 33 Prozent in Assets mit mittlerem Risikoprofil und 15 Prozent in ertrag- und risikoreichere Anlagen, wie Aktien. „Das Problem ist, dass es mit einer solchen Aufteilung des Vermögens im aktuellen Umfeld fast unmöglich ist, Renditen von neun oder gar zwölf Prozent zu erzielen“, betont Küssner.

Die Bereitschaft der Deutschen ist allerdings gering, sich professionelle Unterstützung zu holen, um diesen Widerspruch in ihren Portfolios aufzulösen, lautet ein weiteres Ergebnis des Reports. 23 Prozent der Privatanleger hierzulande sind bereit dazu, die Anlagestrategie zu ändern oder professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. 33 Prozent der Leute wollen weiter so investieren wie in den vergangenen Jahren.

Hiesige Anleger gehen bei der Suche nach laufenden Erträgen zudem stärker über Investmentfonds als über Einzeltitel. 19 Prozent der Befragten wollen in Aktienfonds investieren, 17 Prozent in Multi-Asset-Fonds, also flexibel anlegende Mischfonds. 52 Prozent der deutschlandweit Befragten sehen die größten Anlagechancen in Europa, 45 Prozent in Westeuropa. „Insgesamt zeigt die Umfrage, dass der Home-bias hierzulande nach wie vor stark ausgeprägt ist“, meint Küssner. „Im Sinne einer besseren Risikostreuung sollten deutsche Anleger aber vermehrt über den Tellerrand hinausblicken und auch woanders in der Welt nach Investmentchancen suchen.“

Für die von Schroders beauftragte Studie wurden mehr als 20.000 Privatanleger aus 28 Ländern befragt. Die Umfrageteilnehmer haben (umgerechnet) jeweils mindestens 10.000 Euro angelegt.

Heike Gorres

(Bild: Schroders)

Weiterführender Link:

Global Investment Trends Survey 2015

portfolio international update 19.05.2015/dpo

 
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