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Ausgabe 03/2016

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Beratung

14.12.2015

Angriff der digitalen Versicherungen I

Die digitale Revolution in der Assekuranz könnte den traditionellen Vertrieb hinwegfegen. Gibt es Vermittler künftig nur noch per Apps über das Handy? Wie Makler Vorsorge in eigener Sache betreiben können. Teil I
Walter Kuhlmann

Mit einer App zur Verwaltung von Versicherungsverträgen will das Schweizer Start-up „Knip“ den Makler ersetzen. Kunden könnten bald per App ihre Versicherungsverträge über das Smartphone managen und Schadensmeldungen abgeben. Knip beschafft sich vom Verbraucher mit seiner digitalen Unterschrift den Maklerauftrag und fordert dann die Vertragsdaten vom Versicherer an. Nach der Datenübermittlung kann der Nutzer per App auf alle Versicherungsdokumente zugreifen. Fragt sich nur, was er damit soll. Verbraucher beklagen eher nicht einen Mangel an Informationen, sondern ein Zuviel. Hat das etwas an der Absicherungsmisere und Versorgungslücken geändert?

Knip ist kein Einzelfall, sondern signalisiert, dass die digitale Revolution im Finanzbereich Fahrt aufnimmt. An die Namen und Angebote der Finanztechnologieunternehmen, kurz: Fintechs, muss man sich noch gewöhnen. Sie heißen „Getsafe“,  „Clark“ oder „Friendsurance“ und wollen den klassischen Finanzvertrieb in Rente schicken. Mangelndes Interesse und Fachwissen der meisten Deutschen in Finanzdingen sprechen zwar dagegen, doch die zunehmende Digitalisierung definiert früher oder später auch den Vertrieb der Versicherer und Banken neu. Dies betrifft die Kommunikationswege ebenso wie Aufgabenspektrum, Beratungsqualität und Aufteilung der Wertschöpfungskette. Gerade hier schlummern zahlreiche Konfliktherde, mit denen die Old Economy derzeit nur sehr schwer umgehen kann.

Kommentare

Startups wie Knip geht es doch wohl nicht darum, Kunden echte Beratungsleistung zu erbringen und damit im Sinne des Verbraucherschutzes für eine qualitativ hochwertige Absicherung der Kunden zu sorgen. Sondern es geht eher darum, Maklerverträge einzusammeln, um für die Versicherungsverträge Courtage zu erhalten!? Solche Geschäftsmodelle, die nichts, aber auch gar nichts mit dem Beruf des Versicherungsmaklers gemein haben, sollte der Gesetzgeber verbieten.

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