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Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

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Vorsorge
05.12.2012

PKV-Wechsel mit Tücken

Makler sollten Kunden privater Krankenversicherungen bei Beitragserhöhungen zu kühlem Kopf raten.

Die private Krankenversicherung (PKV) verschickt derzeit ihre Beitragsrechnungen für 2013. Wer von einer Beitragsanpassung betroffen ist, kann diese mit Hilfe eines versierten Beraters durch aktives Handeln unter Umständen deutlich reduzieren. Grundsätzlich wird der PKV-Beitrag sich 2013 durch Einführung von Unisextarifen im Bereich der bisherigen Frauentarife einpendeln.

Seit der Novellierung des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) 2008 wurde der Tarifwechsel bei ein und demselben PKV-Anbieter erleichtert (Paragraf 204 VVG). Sollte für 2013 eine Beitragsanpassung notwendig sein, muss der Versicherer den Kunden mindestens einen Monat im Voraus darüber informieren und auf das Tarifwechselrecht hinweisen. „Gibt es für über 60-Jährige ein günstigeres Angebot, muss der Versicherer hierfür den Beitrag mitteilen“, erläutert Gerd Güssler. „Eine erneute Gesundheitsprüfung ist nur dann erforderlich, wenn der neue Tarif Mehrleistungen bietet und der Kunde die nicht abwählt“, ergänzt der Geschäftsführer des Informationsdienstleisters KVpro.de. Der Versicherer muss neben dem Standard- oder Basistarif mindestens einen wirklichen Alternativvorschlag unterbreiten.

Die Tarifwahl überfordert jedoch viele Kunden. „Unseriöse Berater nutzen diese Situation schamlos aus“, kritisiert Güssler. Sie würden Kunden zu völlig neuen Anbietern locken, was mit erheblichen Nachteilen verbunden sei. Ein Grund: Beim Tarifwechsel innerhalb des Hauses wird die Arbeit eines hinzugezogenen unabhängigen Vermittlers nicht entlohnt. Deshalb rät er dann oft zum Neuabschluss bei einem anderen Versicherer – nur dafür bekommt der neue Berater eine Vergütung.

Zwar sei die systematische Umdeckung nach Einführung der Provisionsbegrenzungen und der verlängerten Stornohaftung im April 2012 laut Güssler „deutlich zurückgegangen“. Doch nun gelte es, „auch die von einigen Vermittlern vor allem im Internet aggressiv betriebene Umtarifierung einzudämmen“. Sonst würden der verbraucherschützende Gedanke des Paragrafen 204 VVG komplett ad absurdum geführt und gesunde Bestände der Versicherer nachhaltig geschädigt.

Panikmache und Verunsicherung führten oftmals dazu, dass Kunden durch nicht ausreichend qualifizierte Vermittler nachteilig beraten würden, nur um eine möglichst hohe Beitragseinsparung zu erzielen. Das Geschäftsmodell dahinter: Der Vermittler verlangt ein Vielfaches der ersparten Beitragssumme als Vergütung direkt vom Verbraucher, was beim Ursprungsvermittler meist billiger zu haben wäre.

Geworben wird vor allem mit dem Satz: Ist Ihre Krankenversicherung auch zu teuer? Schon daran erkennt man dubiose Vertriebsmethoden. Meist haben solche Lockangebote nur das Ziel, an Adressen und persönliche Daten zu kommen, die wiederum an Produktvermittler verkauft werden. „Verbraucher wissen zudem nicht, ob die hinterlegten Gesellschaften und Tarife den vollständigen Markt abbilden“, warnt Güssler. Billiger Beitrag ist nur möglich, wenn an den Leistungen gespart wird und der Kunde im Leistungsfall aus eigener Tasche zuzahlen muss.

portfolio international update 06.12.2012/dpo/rko

 
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