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FRANKFURT - Aktienfondssparpläne, die heute beendet werden, haben Anlegern auch langfristig überwiegend Verluste beschert. Dies geht aus der am Freitag vorgelegten Sparplan-Statistik des Investment-Verbands BVI hervor. Wer in den vergangenen zehn Jahren jeden Monat 100 Euro in einen Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland investierte, verzeichnete per Ende März einen Verlust von 6,6 Prozent pro Jahr. Aus eingezahlten 12.000 Euro wurden 8.670 Euro.
Etwas besser sieht die Bilanz auf Sicht der vergangenen 20 Jahre aus: Hier verzeichneten Anleger ein Plus von 1,6 Prozent pro Jahr bei einem Deutschland-Fonds. Aus eingezahlten 24.000 Euro wurden 28.282 Euro. Eine Inflationsrate von zwei Prozent pro Jahr vorausgesetzt, lässt aber auch diese Performance real - vor allem angesichts des eingegangen Risikos - alles andere als glanzvoll erscheinen.
"Regelmäßiges Sparen mit Investmentfonds konnte aufgrund der Turbulenzen an den Märkten nicht mit den gewohnten Ergebnissen der Vorjahre glänzen", räumt der BVI ein. Diese Momentaufnahme zeige, wie wichtig es ist, unterschiedliche Anlageklassen zu nutzen und bei Aktienfonds einige Jahre vor der geplanten Verfügung schrittweise in wertstabile Investments umzuschichten, schlussfolgert der Fondsverband.
Ein Sparplan auf internationale Aktien-, Renten- oder Mischfonds brachte auf Sicht der vergangenen zehn Jahre ebenfalls ernüchternde Ergebnisse: Ein durchschnittlicher global anlegender Aktienfonds bescherte in Gestalt eines 100-Euro-Sparplans dem Anleger einen jährlichen Verlust von 8,8 Prozent, ein international anlegender Mischfonds mit Aktienschwerpunkt lag mit 4,3 Prozent im Minus. Rentenbetonte Euro-Mischfonds begrenzten die Verluste auf 0,4 Prozent pro Jahr.
Nach 20 Jahren verzeichneten internationale Aktienfonds ein mageres Plus von jährlich 1,0 Prozent, aktienorientierte Mischfonds brachten im Schnitt immerhin 5,8 Prozent.
Wie aus der BVI-Statistik weiter hervorgeht, rentierte ein Euro-Rentenfonds in den vergangenen zehn Jahren immerhin mit 3,4 Prozent pro Jahr, in den vergangenen 20 Jahren waren es 4,7 Prozent jährlich. Sparpläne auf offene Immobilienfonds branchten im Schnitt 2,7 Prozent pro anno.
Was Vertriebe und Fondsbranche wie ein Mantra predigen, erweist sich in der aktuellen Baisse als Bumerang für Fondssparer: der vermeintlich allzeit vorteilhafte Cost-Average-Effekt. Wer Monat für Monat einen gleichbleibenden Betrag investiert, so die Weisheit, glättet über längere Fristen die Schwankungen an den Kapitalmärkten. Doch das gilt nicht immer: Wenn der Anleger das Gros der Spargelder in stetig steigenden Märkten investiert, verliert er bei einer Korrektur nach einer längeren Laufzeit besonders viel - gerade wegen des Cost-Average-Effekts.
portfolio international update 2.6.2009/maa
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