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Assekurata: leicht sinkende Verzinsung bei Lebensversicherern 2009
Donnerstag, 22. Januar 2009

KÖLN – Die Überschussbeteiligung der deutschen Lebensversicherer 2009 fällt angesichts der globalen Finanzkrise und damit verbunden weiterer Zinssenkungen auf breiter Front „wider Erwarten“ stabil aus. Die laufende Gesamtverzinsung für Lebensversicherungen über alle Produktarten und Tarifgenerationen hinweg sinkt gegenüber 2008 nur leicht ab und liegt im arithmetischen Mittel bei 4,26 Prozent (Vorjahr: 4,34 Prozent).

Das zeigt die am Mittwoch vorgestellte Studie „Überschussbeteiligung 2009“ der Rating-Agentur Assekurata. In der Kapitallebensversicherung (KLV) sinkt die laufende Gesamtverzinsung 2009, die sich aus dem Rechnungszins und garantierten Überschussdeklaration zusammensetzt, danach am stärksten –  bei Policen mit 2,25 Prozent Rechnungszins auf 4,28 Prozent nach durchschnittlich 4,38 Prozent 2008. Zu diesem Ergebnis kommt auch der Map-Report, der in der Kapitallebensversicherung ebenfalls mit 4,28 Prozent an laufender Verzinsung rechnet (siehe frühere Meldung). 

Die Untersuchung umfasst die Angaben von 76 Gesellschaften mit einem Marktanteil von zusammen über 91 Prozent. Keine Antwort kam von den drei zum Axa-Konzern gehörenden Anbietern Axa, DBV-Winterthur und Deutsche Ärzte Versicherung sowie von traditionell eher mit magerer Verzinsung aufwartenden Anbietern Familienschutz Leben, Münchner Verein, Uelzener und VPV.

Laut Assekurata halten 46 Gesellschaften die laufende Verzinsung konstant, während 29 Unternehmen die Verzinsung der Kundenguthaben um durchschnittlich 0,26 Prozentpunkte verringern. Als einziger untersuchter Anbieter erhöht die ÖSA Öffentliche Lebensversicherung Sachsen-Anhalt die laufende Gesamtverzinsung um 0,2 Prozentpunkte auf nun 4,35 Prozent.

Nachhaltigere Ergebnisse als die einjährige Betrachtung liefert die Beispielrechnung. Unter der Annahme, dass sich deren Prognosewerte erfüllen, liegt die Effektivverzinsung über die Gesamtlaufzeit eines Vertrages für den Gesamtmarkt bei 4,06 Prozent (Vorjahr: 4,17 Prozent) und damit „auf einem im Wettbewerbsvergleich attraktiven Niveau“, wertet Assekurata-Geschäftsführer Reiner Will. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Umlaufrendite für festverzinsliche Wertpapiere inländischer Emittenten bester Bonität lag 2008 im Schnitt bei 4,21 Prozent.

Die Spannweite zwischen garantierter laufender Gesamtverzinsung und der Verzinsung insgesamt – inklusive nicht garantiertem Schlussüberschuss und Kundenanteil aus der Bewertungsreserve – beträgt laut Assekurata bis zu 1,97 Prozentpunkte. Damit kann sich die Wettbewerbsposition der einzelnen Gesellschaften erheblich verändern, wenn die Verzinsung aller Komponenten verglichen wird. Marktführer Allianz etwa belässt die laufende Gesamtverzinsung 2009 stabil bei 4,5 Prozent, nimmt jedoch die Gesamtverzinsung samt Schlussüberschuss bei einem Mustervertrag um 0,3 Prozentpunkte auf nun 5,1 Prozent zurück.  

portfolio international update 21.01.2009/dpo/maa

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