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Presseschau: Beratung der Verbraucherzentralen in der Kritik
Freitag, 29. Januar 2010

FRANKFURT - Eine Untersuchung der Qualität der Finanzberatung der Verbraucherzentralen hat einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) ernüchternde Ergebnisse gezeigt. Zehn Tests von Verbraucherzentralen hätten gezeigt, dass die Vorgehensweise der Verbraucherzentralen "uneinheitlich" gewesen seien, die Güte der Tipps schwanke von "schlecht bis ausgezeichnet", zitiert die Zeitung eine Studie des Hamburger Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung. Zwar lebe das Institut vorwiegend von Aufträgen der Finanzindustrie, manche Ergebnisse seien allerdings "krass", so die FTD weiter.

Die genossenschaftliche R+V Versicherungen fühlen sich als Krisengewinner, schreibt das Handelsblatt (HB). 2009 habe das Haus gut eine Milliarde Euro mehr als 2008 an Prämien verdient, Jahresüberschuss und Kapitalanlageergebnis seien ebenfalls deutlich gestiegen. Dass Allfinanzmodell des genossenschaftlichen Finanzverbundes habe in der Krise seine Qualität bewiesen, zitiert das HB R+V-Vorstandschef Friedrich Caspars.

Unterdessen hat die Bundesbank die Pläne des US-Präsidenten Barack Obamas zur Bankenregulierung kritisiert. "Es droht eine Verzettelung", sagte Bundesbank Vizepräsident, Franz-Christoph Zeitler, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Es seien bereits "anspruchsvolle Reformvorhaben auf den Weg gebracht" worden. Obama will die Spekulationsgeschäfte im Eigenhandel beschränken und die Banken mit einer Sofortsteuer belasten. Auch Bundesbank-Präsident Axel Weber habe sich auf dem Weg zum Wirtschaftsgipfel in Davos zurückhaltend zu den US-Plänen geäußert, so die FAZ weiter.

Die Schweizer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP) hat einem Bericht der Börsen-Zeitung (BöZ) zufolge einen Rückgang beim konsolidierten Reingewinn um 50 Prozent hinnehmen müssen. Das verwaltete Vermögen sei von 100,7 Milliarden per Ende 2008 auf 75 Milliarden Schweizer Franken Ende 2009 gefallen. Die Abflüsse aus Hedgefonds hätten sich negativ bemerkbar gemacht, so die BöZ weiter.

Die BHW Bausparkasse hat 2008 4,2 Prozent weniger Bausparverträge verkauft als im Jahr zuvor, schreibt die BöZ unter Berufung auf einen Bericht der Nachrichtenagentur DPA-AFX. 2009 seien rund 333.000 Bausparverträge über eine Summe von 9,7 Milliarden Euro geschrieben worden. Zugleich hab sich die durschnittliche Bausparsumme um sieben Prozent auf 29.100 erhöht.

portfolio international update 29.1.2010/maa

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