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Presseschau: Koalition will Allfinanzaufsicht bei der Bundesbank
Freitag, 15. Januar 2010

FRANKFURT - Im Mittelpunkt der Finanzberichterstattung stehen Pläne der Bundesregierung wonach die deutsche Finanzaufsichtsbehörde Bafin vollständig der Bundesbank unterstellt werden solle.

Führenden Koalitionspolitikern zufolge soll die Bundesbank neben der Banken-auch die Versicherungs- und die Wertpapieraufsicht erhalten, wobei die Bafin künftig als Abteilung der Bundesbank weiterhin die Aufsicht über die Versicherungsgesellschaften durchführen würde. Das schreibt die Financial Times Deutschland (FTD). Der FDP-Finanzpolitiker Volker Wissing sagte zur Presse, eine Allfinanzaufsicht bei der Bundesbank wäre "ein guter Weg".

Die Versicherer zeigten sich gesprächsbereit, warnten aber vor einer Vermischung von Banken- und Versicherungsaufsicht, berichtet die Börsen-Zeitung (BöZ). Die Reform gelte wegen Bedenken der Versicherer und der Bundesbank als heikel. Hefitger Widerstand drohe der Regierung auch von der Bundesbank. Es werde befürchtet, dass die Bundesbank damit unter den Einfluss des Finanzministeriums geraten könnte. Eine Kontrolle durch die Regierung, selbst wenn sie nur Teilbereiche beträfe, lehne die Notenbank kategorisch ab, so die FTD weiter.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) lässt künftig seine umstrittene interne "schwarze Liste" mit sensiblen Dateien von der Bertelsmann-Tochter Arvato Infoscore verwalten. Das schreibt die FTD und beruft sich auf eigene Informationen. Der GDV betreibe seit Jahren dieses interne Hinweis- und Informationssystem mit der sich die Assekuranz vor Betrug beim Abschluss von Versicherungen oder im Schadenfall schützen wolle. Die genaue Systematik sei nicht öffentlich. Das Verfahren diene der Betrugsabwehr, was im Interesse aller Versicherungskunden liege, argumentiert der GDV.

Während das Kapitalmarktgeschäft bei der Sparkassen-Fondsgesellschaft Deka offenbar gute Erträge erwirtschafte, muss Vorstandschef Waas dringend den schwächelnden Fondsabsatz ankurbeln, schreibt das Handelsblatt (HB). Die Deka habe im vergangenen Jahr unter den großen deutschen Fondsgesellschaften die höchsten Kapitalabflüsse aus Investmentfonds zu beklagen gehabt (siehe dazu auch eigene Berichterstattung).

Die Steigerung der Vertriebsleistung stehe vor diesem Hintergrund ganz oben auf der Agenda für 2010, hieß es gestern in Finanzkreisen. Vor allem sogenannte Lebenszyklusfonds zur Altersvorsorge sollten in den kommenden Monaten einen Absatzschwerpunkt bilden, berichtet das HB weiter.

portfolio international update 15.01.2010/gcu

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