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		<title>portfolio international</title>
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		<description>Aktuelle Nachrichten von portfolio-international.de</description>
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		<lastBuildDate>Mon, 21 May 2012 09:10:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
            <pubDate>Mon, 21 May 2012 09:10:00 +0200</pubDate>
			<title>Drei Wege für die Lebensversicherung</title>
			<link>http://www.portfolio-international.de/newsdetails/article/drei-wege-fuer-die-lebensversicherung.html</link>
			<description>Die Lebensversicherung driftet in drei unterschiedliche Garantielager auseinander – vorerst meist...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Bisher ist der Markt für kapitalbildende Lebensversicherungen auf der Produktseite überschaubar. 80 Prozent der Verträge bieten dem Kunden eine fest zugesagte Mindestverzinsung über klassische Deckungsstockgarantien. Die restlichen 20 Prozent sind Fondspolicen, die entweder komplett auf Garantien verzichten oder eine Garantie über den Kapitalmarkt bieten. Alle Garantien sind üblicherweise für die gesamte Vertragslaufzeit wirksam. Das könnte sich in den nächsten Jahren ändern.
 Längst werden abgekürzte oder nur endfällige Garantien diskutiert. Einige Vorstände wagten sich jüngst aus der Deckung und kündigten für 2013 Innovationen an. Dabei wissen alle, dass solche Novitäten vom Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) nicht gedeckt sind, weil eine durchgängige Garantie vorgeschrieben ist. Im VAG heißt es unmissverständlich: „Die Bestände des Sicherungsvermögens sind so anzulegen, dass möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität des Versicherungsunternehmens unter Wahrung angemessener Mischung und Streuung erreicht wird“ (Paragraf 54).
 Auch die Anlageformen sind vorgeschrieben (Paragraf 2 Anlageverordnung). Ursprünglich sollte schon 2008 eine Änderung des VAG erfolgen, um deutschen Versicherern die Einführung von Variable Annuities (VA) zu ermöglichen. Dies hätte eine risiko­adäquate marktnahe Bewertung von Garantien bei fondsgebundenen Versicherungen in Abhängigkeit von der jeweiligen Kapitalanlage und den gewählten Absicherungsinstrumenten erlaubt. Der Kunde hätte die Wahl gehabt zwischen garantierter Auszahlung im Todesfall, garantierter einmaliger Kapitalzahlung oder garantierter Rente, Kapitalerhalt, Mindestverzinsung oder Höchststandgarantien.<br /><span style="font-weight: bold;">&nbsp;</span><br /><span style="font-weight: bold;">In den Schubladen liegen konkrete Pläne</span><br />Bei Variable Annuities entnimmt das Unternehmen dem Fondsvermögen jährlich einen vorher festgelegten Anteil. Mit diesem sichert es sich gegen Risiken wie einen Aktiencrash mit Hilfe von Derivaten ab. Axa hat mit diesem Produkt in der Finanzkrise teure Erfahrungen gemacht. Das Hedging wurde in bestimmten Kapitalmarktsituationen so teuer, dass Verluste aus dem Eigenkapital ausgeglichen werden mussten. Kein Wunder also, dass der Änderungsantrag des Versicherungsaufsichtsgesetzes wegen der Finanzkrise nicht die parlamentarischen Hürden schaffte. Somit dürfen rein deutsche Lebensversicherer solch flexible Kapitalmarktgarantien derzeit nicht anbieten, anders als international aufgestellte Unternehmen, die ihr VA-Produkt außerhalb Deutschlands aufgelegt haben, so auch Allianz, Ergo, R + V und Swiss Life. Der Vertrieb in Deutschland ist ausdrücklich erlaubt.
Die einheimischen Anbieter haben inzwischen bei Fondspolicen einen Mix unterschiedlicher Garantien über den Deckungsstock hinaus aufgebaut. Modern sind dynamische Hybride: Bei denen wird das Kapital auf drei Töpfe verteilt, den klassischen Deckungsstock, einen Wertsicherungsfonds und freie Fonds. Somit wird trotz Garantie noch Geld in freie Fonds investiert. Verliert der Fonds an Wert, wird zur Sicherung Geld in die konservativen Töpfe umgeschichtet. Im unglücklichsten Fall entwickelt sich der Markt so schlecht, dass wegen der Bruttobeitragsgarantie gar kein Geld in freie Fonds gesteckt werden kann.
Vermittler müssen also auch heute schon genau hinsehen, welche Garantien tatsächlich bei Fondspolicen geboten werden. Die gelten nämlich bei VA-Produkten oft nur bei Ablauf des Vertrages und nicht bei vorzeitigem Ausstieg – im Gegensatz zu Hybriden und dem ICPPI-Modell der Fondsgesellschaft DWS. Letzteres bildet die Garantie nur durch dynamisches Umschichten zwischen Fonds unterschiedlichen Risikos ab und verzichtet komplett auf Deckungsstock und gesonderte Garantiefonds. Durch tägliche Überprüfung der Vermögensaufteilung wird über einen finanzmathematischen Algorithmus die Garantie auf Basis des aktuellen Kapitalmarktzinses bestimmt.
 Noch dominieren Deckungstockgarantien. Die Leistungen von 2012 auslaufenden Kapitallebensversicherungen (KLV) brachten bei 30 Jahren Laufzeit im Branchenschnitt 5,01 Prozent Rendite auf den eingezahlten Beitrag. Und das bei enormen Leistungsunterschieden, wie der Marktbeobachter „Map-Report“ in der Ausgabe „Zeit für Lebensversicherungen – Ablaufanalyse 2001 bis 2012“ zeigt (siehe Tabelle &quot;Leistungsnorm der Besten&quot;). Bei der Analyse stand folgender Musterfall Pate: Ein 30-jähriger Mann, der 1.200 Euro jährlich eingezahlt hat. Nach 30 Jahren bekommt er 2012 im Marktdurchschnitt 83.935 Euro ausgezahlt, rund 2.000 Euro weniger als noch 2011.
 Bei den beiden besten Anbietern Debeka und Huk-Coburg waren es jeweils rund 100.000 Euro. Letzteres schaffte vor zwölf Jahren die ganze Branche. Seitdem geht es kontinuierlich bergab. Aber im Vergleich zum Jahr 1988 ist die Ablaufleistung nur um 9.500 Euro und die Beitragsrendite nur um 1,2 Prozentpunkte gesunken, wie Map-Report errechnet hat. „Für eine langfristige Versorgung ist das, auch angesichts langer Jahre niedriger Inflation, ein sehr vorzeigbares Ergebnis“, sagt dessen Chefredakteur Manfred Poweleit. Schuld am Renditerückgang der vergangenen zehn Jahre ist vor allem die rückläufige Entwicklung am Zinsmarkt, da rund 85 Prozent des Kapitals in vergleichsweise sichere Anlageformen fließen muss. Etwa seit 1995 spielen die Finanzmärkte verrückt.<br />&lt;break&gt;&nbsp;<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Anlageart ist Fingerzeig für den Vertrieb</span><br />Wunderdinge bei der Kapitalanlage sollte vorerst niemand erwarten. Die Lebensversicherungen könnten 35 Prozent in Aktien anlegen; faktisch sind es Ende 2011 nur 2,86 Prozent gewesen, wie die jüngste Kapitalanlagestatistik der Finanzaufsicht Bafin zeigt. Weitere 3,54 Prozent stecken in Immobilien, das Gros aber in festverzins­lichen Wertpapieren (siehe Tabelle &quot;Wo das Kundengeld angelegt wird&quot;). Dort ist nicht das Anlagemedium das Problem, sondern der Schuldner; zudem sind die Zinsen im Keller. Die Zahlen sind immerhin ein wichtiger Fingerzeig für den Vertrieb.
 Für Deutschlands Lebensversicherer bleiben Aktien in Zeiten geldüberschwemmter Märkte zu riskant. Wenn sich Anlageprofis dort zurückhalten, kann das für Laien keine vernünftige Anlageform für das Alter sein. „Demnach ist der Vertrieb von Aktienfondspolicen wohl nicht zu rechtfertigen, ohne sich der Gefahr einer Falschberatung auszusetzen“, sagt Poweleit. Ähnlich sei es bei Immobilien. Durch die erschwerte Kapitalanlage tun sich die Versicherer auch schwerer, die klassische Deckungsstockgarantie zu erwirtschaften. Zwar hilft ihnen, dass der Höchstrechnungszins im Neugeschäft zu Jahresbeginn auf 1,75 Prozent und damit auf den historisch niedrigsten Wert gesunken ist.
 Doch die Erträge sind angesichts von derzeit rund 1,77 Prozent für zehnjährige Bundesanleihen weit davon entfernt, nachhaltig den durchschnittlichen Garantiezins für alle Jahre zu erwirtschaften: Der liegt bei 3,3 Prozent. Einige Anbieter schaffen mit der traditionellen Lebensversicherung keine auskömmlichen Margen mehr. Besonders die Tarifgeneration mit 4,0 Prozent Garantiezins, der im Neugeschäft von Mitte 1994 bis Mitte 2000 galt, macht den Anbietern jetzt wegen der Niedrigzinsen schwer zu schaffen. So liegt der für die Ermittlung der Deckungsrückstellung zu berücksichtigende Referenzzinssatz 2011 laut einer Studie der Assekurata Assekuranz-Rating-Agentur bei 3,92 Prozent und damit unter dem Garantiezins von seinerzeit 4,0 Prozent. Somit mussten die Gesellschaften für diese Verträge 2012 erstmals Zinszusatzreserven bilden, im Schnitt 0,24 Prozent der Deckungsrückstellung. „Für den Gesamtmarkt­ entspricht dies auf Basis der Geschäftsdaten 2010 einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro – das sind etwa zehn Prozent des Rohüberschusses“, berichtet Assekurata-Geschäftsführer Reiner Will.
 Daher ist es kein Zufall, dass sich gerade Gesellschaften mit niedriger Rendite aus der klassischen Lebensversicherung zurückziehen wollen. „Die Kapitallebensversicherung hat nur Zukunft, wenn sie sich auf Fondsprodukte fokussiert und Garantien an die Kapitalmärkte verlagert“, sagt etwa Klaus Leyh, Chef der Niederlassung Deutschland von Swiss Life (siehe portfolio international 02/2012). Auch andere arbeiten an Ausweichstrategien. So bietet Zurich Deutscher Herold im Maklergeschäft für Privatkunden gar keine klassischen Kapitallebensversicherungen und -rentenversicherungen mehr an. Stattdessen setzt man auf Produkte mit dem DWS-Garantiemodell ICPPI.
<span style="font-weight: bold;">Strategien der Anbieter sind höchst unterschiedlich</span><br />Ähnlich geht auch die Gothaer vor, die das Geschäft mit klassischen Lebensversicherungen zugunsten fondsgebundener Produkte zurückfährt und Fondslösungen auch für die Absicherung biometrischer Risiken einsetzt. HDI-Gerling schreckt potenzielle Neukunden durch extrem schlechte Überschussbeteiligung im Bestand ab, preist aber seine Fondspolicenpalette an. „Intelligentere Garantien“ verspricht auch Ergo-Chef Torsten Oletzky für 2013. Klartext redet dagegen Rolf Berndt: „Wir bleiben so lange wie möglich bei den Deckungsstockgarantien und sehen die Kombination aus Niedrigzinsen und künftigen Eigenkapitalanforderungen als Herausforderung an unser Geschäftsmodell an“, sagt der Vertriebsvorstand der Stuttgarter Leben.
 Der Volkswohlbund will zwar auch am Deckungsstocksystem festhalten, kann sich aber vorstellen, „dass Garantien nur noch abschnittsweise und nicht mehr über die gesamte Vertragslaufzeit gegeben werden“, verlautbarte Joachim Maas bei Vorstellung der Geschäftszahlen 2011. Was genau damit gemeint ist, wollte portfolio international wissen, doch der Vorstandschef wich dem Gespräch aus, „weil noch keine Konkretisierungen zu dem Thema möglich sind“. Das bringt die Makler des Dortmunder Gegenseitigkeitsvereins auch nicht weiter. Solch diffuses Branchengeflüster ist derzeit vielerorts zu hören. „Zu den größten Kritikern gehören Gesellschaften, die ihre Daten verweigern oder weit unterhalb des Mittelmaßes landen“, urteilt Map-Report-Chef Poweleit. So haben Aachen Münchener, HDI-Gerling und Zurich keine Daten zur Ablaufleistung 2012 genannt, während zum Beispiel Axa, Gothaer, Ergo und Swiss Life den Kunden wenig Vergnügen bereiten. „Leistungsstarke Lebensversicherer werden auch weiter traditionelle Garantieprodukte anbieten“, prognostiziert Poweleit.<br />&lt;break&gt;<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Auszahlungssummen klaffen weit auseinander</span><br />Die Differenzierung innerhalb der Branche ist gewaltig. Ein 30-jähriger Mann, der vorschüssig 1.200 Euro jährlich über 30 Jahre Laufzeit eingezahlt hat, bekommt 2012 im Marktdurchschnitt knapp 84.000 Euro ausgezahlt. Unter 49 gemeldeten Versicherern zahlten folgende Unternehmen rund zehn Prozent weniger aus als der Durchschnitt: Iduna, Generali, Axa, Swiss Life, Barmenia, Gothaer und Victoria (heute: Ergo Leben). Die Police der Gothaer schaffte nur 4,3 Prozent Rendite. Map-Report hat aus den drei Laufzeiten von zwölf, 20 und 30 Jahren für 2012 einen Durchschnitt gebildet und diese Leistungsnorm mit der Entwicklung der letzten fünf Jahre ins Verhältnis gesetzt. Auf diese Weise lassen sich Trends erkennen. Am deutlichsten im Aufwärtstrend bei der Ablaufleistung befinden sich Cosmos, Allianz und Huk-Coburg (siehe Tabelle &quot;Leistungsnorm anhand der Ablaufleistungen&quot;).
 Dagegen sind Gothaer, Continentale­ und Volkswohlbund in einem starken Abwärtstrend bei der Leistung. Richtig aufklaren wird sich die Lage wohl erst, wenn die verschärfte europäische Versicherungsregulierung Solvency II kommt, wahrscheinlich zum 1. Januar 2014. Schon jetzt werden Ausweichstrategien getestet, mit denen man zusätzliches Eigenkapital für die Garantien zu sparen hofft, obwohl unter Solvency II wahrscheinlich gar kein Höchstrechnungszins mehr vorgeschrieben wird.
 Zwei aktuelle Beispiele:<br />Erstens: Mit einer neuen Tarifgeneration und einem „Unisexretter“ will die Continentale seit April dafür sorgen, dass ihre Kunden nicht unbeabsichtigt in der Unisexwelt landen und gegebenenfalls mit höheren Beiträgen rechnen müssen. Mit dem Unisexretter können Kunden selbst dann in der alten, nach Geschlecht kalkulierten Vertragswelt bleiben, wenn sie nach dem 21. Dezember 2012 Änderungen am Vertrag vornehmen. Möglich wird das durch Sonderzahlungen, die Wahrnehmung von Nachversicherungsgarantien und durch Erhöhungen des laufenden Beitrags.
Zweitens: Die LV 1871 umgeht den aktuellen Garantiezins von 1,75 Prozent und bietet über ihre Liechtenstein-Tochter Private Assurance AG eine „Rente Garantie Plus“ mit dem dort üblichen Garantiezins von 2,25 Prozent. Der Kunde hat dabei die Wahl zwischen Deckungsstock und Partizipation an der Wertentwicklung des Euro Stoxx 50. Auch ein Wechsel zwischen beiden Varianten ist jährlich möglich. <br /><br /><span style="font-weight: bold;">Möglicher Druck von Aktiengesellschaften</span><br />Andere Anbieter, die traditionell sehr kostengünstig arbeiten, wie Huk-Coburg, Cosmos, Hannoversche oder Debeka, setzen dagegen weiter auf Deckungsstockgarantien. „Eine Beitragsgarantie können manche Unternehmen bei jetzt nur noch 1,75 Prozent Rechnungszins nicht mehr gewährleisten“, erklärt Hans Olav Herøy. Der Vorstand der Huk-Coburg sieht bei vielen Gesellschaften vor allem bei kurzen Laufzeiten von zum Beispiel zwölf Jahren ein Problem: Dort dürfen maximal 10,8 Prozent Kosten entstehen, um die Garantie nicht zu gefährden, hat er ausgerechnet. Das schaffen viele Versicherer nicht. Wer beim Zwölfjahresvertrag zwischen 20 und 24 Prozent Kosten produziert, schafft die Beitragsgarantie nicht mehr.
Bei Kosten zwischen elf und 20 Prozent müsste die Gesellschaft ihre Kosten senken oder kräftig zwischen den einzelnen Lebenprodukten hin und her verschieben, um die Garantie zu halten. Am Überschuss für Kunden kann man kaum geizen, ohne dass dies auffällt. „Nur noch sieben Anbieter können problemlos Beitragsgarantien gewähren“, hatte Herøy im vergangenen Jahr auf Basis der Kosten und des Neugeschäfts 2009 sowie der Zinsen 2011 ausgerechnet und damit auch die Huk-Coburg einbezogen. „Meine Aussage ist weiterhin aktuell, denn die Kostenstruktur im Markt hat sich nicht wesentlich verändert“, sagte Herøy auf Nachfrage für diese Recherche. „Die Unternehmen, die sich nicht ohnehin im Neugeschäft von klassischen Garantien verabschiedet haben, weil sie im Wesentlichen Fondsprodukte verkaufen, präferieren eher modifizierte Abschnitts­garantien, um bei Solvency II leichteres Spiel zu haben“, vermutet der Huk-Vorstand. Probleme bekommt auch, wer hohe Bestände mit vier Prozent Garantiezins bedienen muss. „Generell stehen Unternehmen, die ein starkes Standbein im Biometriegeschäft haben und eine schlanke Kostenstruktur aufweisen, besser da“, sagt Herøy. Vorerst werde sich nicht besonders viel an den eingefahrenen Modellen ändern.
Endfällige Garantien kann er sich vorstellen, dann aber mit einer „aus Verbrauchersicht tragfähigen Lösung für vorzeitige Auflösung, da es bei Arbeitslosigkeit, Krankheit oder anderen Lebensumständen nötig sein kann, den Vertrag vorzeitig zu beenden. Der Druck auf neue Garantiemodelle dürfte vor allem von Aktiengesellschaften kommen, „falls durch die neuen Solvenzanforderungen eine Rendite für den Aktionär bei klassischen Garantien nur noch schwer darstellbar ist“. Vermittler müssen hellhörig werden, wenn manche Anbieter demnächst keinerlei Lebenprodukt mit klassischer Garantie mehr anbieten wollen.
Dort drohen Haftungsfallen, wenn eine sichere Altersvorsorge erwartet wird. Ein neueres Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe besagt: Wenn ein Makler den Abschluss einer weiteren Personenversicherung empfiehlt, obwohl das Risiko durch bestehende Policen anderer Anbieter abgedeckt ist, muss er weitgehend über Vor- und Nachteile beraten. Erhält der Kunde keinen nachvollziehbaren und geordneten Überblick über alle wesentlichen leistungs- und beitragsrelevanten Unterschiede der bestehenden und der angebotenen Versicherung, muss der Makler Schadensersatz wegen Verletzung der Beratungspflichten zahlen (Az.: 12 U 56/11).
Hintergrund: Ein Makler hatte 2008 geraten, eine steuerbegünstigte Rentenversicherung mit BUZ-Schutz zu kündigen und stattdessen eine fondsgebundene Lebensversicherung als Nettopolice mit separater Vergütungsvereinbarung sowie eine selbstständige BU-Versicherung abzuschließen. Der Makler hatte nicht darauf hingewiesen, dass die Fondspolice keine Mindestrückkaufswerte und nur sehr schwache Garantien zusagt.
<span style="font-style: italic;">(Lesen Sie am Dienstag&nbsp;wie die Gothaer bei der Lebensversicherung auf Biometrie setzt und dabei Fonds einbindet. Die&nbsp;Strategie erläutert der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Helmut Hofmeier, im Interview.)</span>
<span style="font-weight: bold;">portfolio international 16.5.2012</span>]]></content:encoded>
			<category>Vorsorge</category>
			
			
			
		</item>
		
		<item>
            <pubDate>Wed, 16 May 2012 09:10:00 +0200</pubDate>
			<title>Offene Immobilienfonds verlieren an Qualität</title>
			<link>http://www.portfolio-international.de/newsdetails/article/offene-immobilienfonds-verlieren-an-qualitaet.html</link>
			<description>Die Ratings von zehn der 17 von Scope beurteilten Fonds fallen schlechter aus als im Vorjahr....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Die Mehrzahl der vom Analysehaus Scope bewerteten offenen Immobilienfonds hat sich im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Unter dem Strich haben zehn der 17 beurteilten Fonds in diesem Jahr eine schlechtere Note erhalten als 2011, darunter alle Fonds, die sich an institutionelle Anleger richten. Vier Fonds haben ihr Ergebnis gehalten, und&nbsp;nur drei Fonds sind mit einer besseren Bewertung als vorher&nbsp;aus der diesjährigen Rating-Runde hervorgegangen,&nbsp;wie Scope am Dienstag bei der Präsentation der Ergebnisse mitteilte. Insgesamt ist die Zahl der bewerteten Fonds erneut zurückgegangen. Nach 17 Fonds im laufenden Jahr&nbsp;hat Scope&nbsp;2011 noch 24 Fonds bewertet. 2010 waren es 29 Fonds.
Gegen den&nbsp;Branchentrend haben&nbsp;drei Fonds das gute Rating-Ergebnis des Vorjahres halten. Auf gutem Niveau mit der Note „A“ behaupten sich demnach&nbsp;der Hausinvest und der Uni Immo Deutschland; der&nbsp;Uni Immo Europa mit der Note „A-“. Auf niedrigerem Niveau blieb die Bewertung des Hansa Immobilia von&nbsp;Hansainvest unverändert. Der Fonds erhielt wie im Vorjahr die Note „C“.
Die große Ausnahme bilden laut Scope drei Fonds, die ihr Rating verbessert haben. Der Grundbesitz Europa von Rreef Investment erreicht mit „AA+“ das beste Ergebnis aller Fonds überhaupt und hat damit den Westinvest Immo Value vom Spitzenplatz verdrängt. Der Grundbesitz überzeugt im aktuellen Rating mit einem&nbsp;guten Immobilienportfolio und vergleichsweise hohen historischen Renditen.
(<a href="fileadmin/user_upload/portfolio-international/Ratingtabelle_OIF_2012.jpg.pdf" target="_blank" txdam="2149">Ratingübersicht 2012 als pdf</a>)
Beim Uni Immo Global, der sich von „B“ auf „BB“ steigerte, liegt der Fall etwas anders. Der Fonds, der zur Fondsgesellschaft Union Investment gehört, war im Vorjahres-Rating deutlich heruntergestuft worden. Grund hierfür war die Fondsschließung als Folge der Erdbebenkatastrophe in Japan und die Abwertung des japanischen Portfolios, das rund 14 Prozent des Immobilienvermögens des Fonds ausmacht. Allerdings dürften die Abwertungen nach Ansicht von Scope mittlerweile den Boden erreicht haben. Zudem hat&nbsp;der Fonds erfolgreiche Verkäufe verbucht. Insbesondere die Tatsache, dass der Fonds wieder positive Renditen erzielt, führte zur Verbesserung der Note.<br />&lt;break&gt;</div>
<div>Für das schwache Abschneiden der übrigen&nbsp;Fonds nennt Scope folgende Gründe: Zum einen sind die Renditen, die im Vorjahr bereits auf einem vergleichsweise niedrigen&nbsp;Niveau lagen, weiter gesunken. Die historischen Renditen fließen in das Rating ein. Lag die Zehnjahres-Performance der betrachteten Fonds 2011 noch bei 3,34 Prozent, sank sie 2012 auf 2,73 Prozent.
Ein anderer Aspekt, der sich ebenfalls negativ auf die Renditen auswirkt, sind die weiteren Abwertungen und die nach wie vor hohen Liquiditätsquoten der „offenen“ Fonds. Neben den Renditen haben sich der Scope-Analyse zufolge auch die Vermietungsquoten verschlechtert. Die durchschnittliche Vermietungsquote der im Jahr&nbsp;2011 bewerteten Fonds lag bei 92,1 Prozent. Dieser Wert sank 2012 auf 91,8 Prozent.
Trotz der&nbsp;von der europäischen Staatsschuldenkrise verunsicherten Anleger gelten Immobilien weiterhin als eine der sichersten Anlagen, heißt es beim Berliner Analysehaus. „Wie auch immer die Entscheidung über den CS Euroreal ausfallen wird, den Privatanlegern werden auch nach Abschluss der Konsolidierung genügend offene Immobilienfonds zur Verfügung stehen“, sagt Sonja Knorr, Leiterin der Immobilienanalyse bei Scope. Am 21. Mai werden die Anleger über das Weiterbestehen des CS Euroreal – des letzten großen Publikumsfonds, dessen Zukunft auf der Kippe steht – entscheiden.
Unterdessen stehen die von Fondsauflösungen betroffenen Kapitalanlagegesellschaften vor ernormen Herausforderungen. In den kommenden Jahren müssen sie ein Immobilienvermögen in Höhe von rund 20 Milliarden Euro veräußern. Sollte die Wiedereröffnung des CS Euroreal nicht&nbsp;gelingen, kommen noch einmal mehr als sechs Milliarden Euro hinzu. Die relevanten Immobilienmärkte werden in Anbetracht ihrer Größe, des dort gehandelten Transaktionsvolumens und der zur Verfügung stehenden Zeit&nbsp;das&nbsp;Immobilienvermögen jedoch nach Scope-Schätzungen vergleichsweise problemlos aufnehmen.
Die Scope-Experten sind sich weitgehend einig, dass die aktuelle Marktsituation der Immobilienbranche in die Karten spielt. Wenn bald Klarheit herrscht, auf welche Produkte der Privatanleger in Zukunft zurückgreifen kann, besitzt die Branche eine „historische“ Chance zum Neubeginn, meint&nbsp;Scope.
<span style="font-weight: bold;">portfolio international update 15.05.2012/gcu/gor</span></div>]]></content:encoded>
			<category>Anlage</category>
			
			<author>g.culjak@portfolio-verlag.com</author>
			
		</item>
		
		<item>
            <pubDate>Wed, 16 May 2012 08:15:00 +0200</pubDate>
			<title>Kundenbeschwerden bei Kreditinstituten erreichen Rekordstand</title>
			<link>http://www.portfolio-international.de/newsdetails/article/kundenbeschwerden-bei-kreditinstituten-erreichen-rekordstand.html</link>
			<description>Die Anzahl der Beschwerden bei Schlichtungsstellen erhöhte sich im vergangenen Jahr um 33 Prozent...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Die Zahl der Kundenbeschwerden bei Kreditinstituten in Deutschland&nbsp;hat einen Rekordstand erreicht. Im vergangenen Jahr gingen bei den verschiedenen Schlichtungsstellen der Banken – den Sparkassen, Genossenschaftsbanken und privaten Geldinstituten –, über 13.500 Beschwerden unzufriedener Kunden ein. Die Beschwerdezahl erhöhte sich damit&nbsp;um 33 Prozent im Vergleich zu 2010.</div>
<div>Die relativ&nbsp;größte Zunahme der Beschwerden betraf die Volks- und Raiffeisenbanken. Dort lag die Zahl der an die Schlichter zugesandten Streitfälle gegenüber 2010&nbsp;um 65 Prozent auf 2.860. Damit übertrafen die Genossenschaftsbanken die Sparkassen, bei denen mit 2.430 Fällen 25 Prozent mehr Beschwerden eingingen. In absoluten Zahlen weit vorne bleiben allerdings die Privatbanken. Dort wandten sich 8.266 Kunden&nbsp;an die Schlichter, 27 Prozent mehr als im Vergleichsjahr.</div>
<div>„Die Steigerung der Zahlen war vor allem auf ein stark Aufkommen zum Jahresende zurückzuführen, als viele,&nbsp;fast ausschließlich durch &nbsp;Anwaltskanzleien vertretene, Beschwerdeführer den Ombudsmann anriefen“, erläutert Cornelia Schulz vom  Bundesverband der Deutschen  Volksbanken und Raiffeisenbanken.
Hintergrund ist, dass der Gesetzgeber Anfang 2002 eine Verjährungsfrist von zehn Jahren für alle Altfälle einführte. Dies galt in Zusammenhang mit dem Erwerb sogenannter Schrottimmobilien und von der Bank verschwiegenen Provisionen bei Fondsverkäufen in den 80er- und 90er-Jahren. Ansprüche aus solchen Altfällen verjährten am 31. Dezember&nbsp;2011. Viele Beschwerdeführer wollten die Verjährung ihrer vermeintlichen Ansprüche aus Anlageberatungen erreichen, die allerdings laut&nbsp;Schulz meist bereits eingetreten war.</div>
<div>Der Großteil der Beschwerden entfällt traditionell bei allen drei Bankengruppen auf das Wertpapiergeschäft. Bei den privaten Instituten war dies im Jahr&nbsp;2010 nahezu&nbsp;die Hälfte aller Beschwerden. Es folgten Fälle betreffend des Zahlungsverkehrs (mehr als&nbsp;20 Prozent) und des Kreditgeschäfts (16 Prozent). Die Beschwerden zum Kreditgeschäft teilte sich etwa zur Hälfte in Beschwerden bezüglich des Hypothekargeschäfts und zur anderen Hälfte in Eingaben zu Konsumentenkrediten. Etwa jede zweite Beschwerde war erfolgreich. „Von den zulässigen Beschwerden fielen 55 Prozent zugunsten der Beschwerdeführer oder endeten mit einem Vergleich“, sagt&nbsp;Schulz. „45 Prozent gingen zugunsten der Bank aus.“
Seit Beginn der 90er-Jahre haben Kunden die kostenlose Möglichkeit, sich an einen Schlichter, also&nbsp;einen&nbsp;Ombudsmann oder eine Ombudsfrau,&nbsp;zu wenden, wenn sie mit den Geschäftspraktiken ihrer Bank nicht einverstanden sind. Damals machten die privaten Geldhäuser den Anfang. Sie sind bislang auch die Einzigen, die einen Schlichterspruch bis zu einer Höhe von 5.000 Euro als bindend ansehen. Bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken ist die Umsetzung durch die Institute freiwillig. Die Rechenschaftsberichte der Schlichterinnen und Schlichter der jeweiligen Bankengruppen erscheinen jedoch erst in einigen Monaten. „Der neue Ombudsmannbericht wird voraussichtlich Ende August erscheinen“, sagt Julia Topar vom Bundesverband deutscher Banken.</div>
<div><span style="font-weight: bold; ">portfolio international update 16.05.2012/Ulrich Lohrer/gor</span></div>
<div></div>]]></content:encoded>
			<category>Beratung</category>
			
			
			
		</item>
		
		<item>
            <pubDate>Wed, 16 May 2012 07:49:00 +0200</pubDate>
			<title>Anleger bevorzugen kurzfristig Sicherheit</title>
			<link>http://www.portfolio-international.de/newsdetails/article/-81e51c8bd5.html</link>
			<description>In einem kurzen Zeithorizont sind sie eher vorsichtig, recht konservativ und bevorzugen den...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Anleger verhalten sich in einem kurzen Zeithorizont&nbsp;vorsichtig, recht&nbsp;konservativ und bevorzugen ihren Heimatmarkt als Anlageziel.&nbsp;Ein Stimmungswandel lässt sich&nbsp;jedoch&nbsp;bei der Frage zu den langfristigen Anlagezielen&nbsp;feststellen.&nbsp;Das geht aus der diesjährigen&nbsp;weltweiten&nbsp;Umfrage des US-Investmenthauses&nbsp;Franklin Templeton unter mehr als 20.000 Personen in 19 Ländern hervor, auf&nbsp;die 70 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes entfallen.
Demnach beeinflussen wirtschaftliche Ungewissheiten die Investmenthaltung&nbsp;weltweit stark. Etwas mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer ist&nbsp;der Meinung, dass sich die Weltwirtschaft negativ entwickelt.&nbsp;45 Prozent weltweit,&nbsp;und&nbsp;36 Prozent in Deutschland, geben an, dass sie in den vergangenen drei Jahren „ein bisschen“ risikoscheuer geworden sind. Jeder Fünfte&nbsp;der Befragten würde, bei Berücksichtigung der aktuellen Lage, das eigene Portfolio in diesem Jahr aggressiver gestalten.
Im Hinblick auf die derzeitige Wirtschaftslage in Deutschland sind die deutschen Teilnehmer laut der Umfrage&nbsp;vorwiegend neutral. Sie meinen,&nbsp;dass die Weltwirtschaft mehr gelitten hat als die eigene Volkswirtschaft. Was die hiesige&nbsp;Konjunkturentwicklung in den&nbsp;kommenden Jahre angeht, sind die meisten deutschen Anleger&nbsp;allerdings&nbsp;pessimistisch eingestellt. 27 Prozent von ihnen bezeichnen sich dagegen&nbsp;als optimistisch.
Für 2012 rechnen 44 Prozent der Teilnehmer mit&nbsp;einer Anlagerendite ihrer gesamten Investments von fünf&nbsp;Prozent oder mehr. Bei Aktien erhoffen&nbsp;sich&nbsp;40 Prozent der Menschen ebenfalls&nbsp;fünf&nbsp;Prozent oder mehr.&nbsp;Die Hälfte der Befragten in Deutschland glaubt, dass die meisten Investmentkategorien im laufenden Jahr&nbsp;Renditen zwischen minus vier und plus vier&nbsp;Prozent abwerfen. Ein Viertel der Befragten meint, dass die&nbsp;Renditen negativ ausfallen werden; ein weiteres Viertel ist von positiven Renditen überzeugt.
Unter den Befragten besteht eine hohe Ausrichtung auf das Heimatland;&nbsp;kurzfristig wird die Anlage in der Nähe der Heimat bevorzugt. Stellt man die Befragten vor die Wahl, im kommenden Jahr nur in eine Region zu investieren, geben 56 Prozent das Heimatland an. Interessanterweise glauben dabei&nbsp;allerdings nur&nbsp;37 Prozent der Befragten, ihr Heimatland würde die besten Anlagerenditen bringen.
60 Prozent der Deutschen würden&nbsp;auf die Frage, wenn sie eine Möglichkeit zur Anlage hätten, im Heimatland investieren,&nbsp;gefolgt von Asien (17 Prozent) und Westeuropa (acht&nbsp;Prozent). 43 Prozent der hiesigen Befragten denken, dass&nbsp;das Heimatland im kommenden Jahr die beste Rendite verspricht. 25 Prozent von ihnen denken, Asien wird die beste Rendite erreichen, gefolgt von Westeuropa (10 Prozent).
<span style="font-weight: bold; ">portfolio international update&nbsp;16.05.2012/gor/gcu</span></div>
<div></div>
<div></div>]]></content:encoded>
			<category>Anlage</category>
			
			
			
		</item>
		
		<item>
            <pubDate>Wed, 16 May 2012 07:38:00 +0200</pubDate>
			<title>Noch kein Land in Sicht</title>
			<link>http://www.portfolio-international.de/newsdetails/article/noch-kein-land-in-sicht.html</link>
			<description>Die Schifffahrtsmärkte stehen nach wie vor unter Druck. Trotz kleiner Zeichen der Besserung ist...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Leitindizes dienen in der Finanzwirtschaft als Gradmesser zur Beurteilung der Verfassung einzelner Märkte. Ein solcher Leitindex ist der Harpex des Hamburger Schiffsmaklers Harper Petersen, der die Entwicklung der Charterraten für Containerschiffe abbildet. Er stand am 17. März bei nur 393 Punkten – deutlich unter den langfristigen Durchschnittswerten und unter seinem&nbsp; Zehnjahres-hoch von 1.839 Punkten, das er 2005 erreicht hatte. Der Aufschwung vom Frühjahr 2010 bis ins erste Quartal 2011 mit einem Zwischenhoch von 901 Punkten fand ein jähes Ende (siehe Chart gegenüber). Ein Feederschiff mit 1.100 TEU ist schon wieder zum Spottpreis von 5.500 US-Dollar pro Tag zu mieten. Ein 4.200-TEU-Frachter kostet weniger als 10.000 US-Dollar pro Tag. Mit diesen Charterraten können die Schiffseigner gerade so die Schiffsbetriebskosten, aber kaum mehr einen Kapitaldienst abdecken.
Ähnlich duster sieht es bei Massengutschiffen (Bulker) aus. Der Baltic Dry Index (BDI), der die Frachtraten der Bulker auf den wichtigsten Fahrtrouten nachzeichnet, ist im vergangenen Februar auf 648 Punkte abgestürzt. Unter 1.000 Punkten stand der BDI das letzte Mal im Januar 2009, nachdem er vom Allzeithoch im Frühjahr 2008 (11.793 Punkte) abgestürzt war. Einige Sprünge nach oben ließen 2009 und 2010 Hoffnung auf eine Markterholung aufkeimen. Die sollte sich bald zerschlagen: Die im Herbst 2010 erreichten knapp 3.000 Punkte sind mittlerweile außer Reichweite­ (siehe Chart). Je nach Schiffsgröße und Fahrtgebiet liegen die Charterraten mehr oder weniger unter 10.000 US-Dollar.<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Reeder in der Finanzkrise</span><br />Für Schlagzeilen sorgte vor einigen Wochen die große japanische Reederei Sanko Steamship, die Dutzende Bulker und Tanker eingechartert hat. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten erfordern eine Restrukturierung. „Der Konkurrenz- und Ratendruck auf den Tanker- und Bulkermärkten lastet schwer auf Sanko“, berichtete&nbsp; der Branchendienst „Fondstelegramm“. Von den Verhandlungen über Zahlungsstundungen seien auch Fondsschiffe – dabei gleich 14 aus der Flotte von HCI Capital – betroffen. Zum Glück bleibt der Fondsbranche ein Desaster mit dem an Sanko vercharterten Bulker MS Rio Manaus erspart, da MPC Capital den Schiffsfonds voriges Jahr wegen Nichtplatzierbarkeit rückabgewickelt hat.
Eigentümer, Reeder, Charterer – sie alle kämpfen mit zwei riesigen Problemen. Erstens: Die Transportkapazitäten nehmen viel schneller zu als die Nachfrage. Die erwarteten Steigerungen der Transportvolumina sind nicht eingetroffen. „Außerdem sind die kleinen und mittelgroßen Containerschiffe vom Kaskadeneffekt betroffen“, ergänzt Burkhard Lemper, seines Zeichens Professor am ISL ­— Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik. Das bedeutet, dass die großen Schiffe im Einsatz bevorzugt werden und so die kleineren Frachter verdrängen. Das Instrument „slow steaming“, also die Verknappung der Kapazitäten durch lang-sames Fahren, hält Lemper für ausgereizt. Zweitens: Es herrscht schon fast chronischer Geldmangel. Das gilt sowohl für das Eigenkapital als auch für Kredite. Im vergangenen Jahr haben die Reeder wieder enorme Verluste eingefahren, bei vielen gibt es kein Finanzpolster mehr. Das gilt auch für bekannte Größen wie Maersk, CMA CGM, Hapag Lloyd oder CSAV. In Ermangelung von Eigenkapital gestaltet sich die Refinanzierung bei vielen Reedern sehr schwierig. CMA CGM kündigte den Verkauf von Schiffen zur besseren Refinanzierung an. Eine Sanierung unter Gläubigerschutz, wie sie beispielsweise seit über einem Jahr Korea Lines versucht, ist für viele der letzte Ausweg. Denn die Banken agieren so restriktiv wie noch nie. Stundungen, Prolongationen und neue Kredite werden immer seltener und nur unter strengen Auflagen vergeben. Nicht nur wegen Basel III, sondern auch, weil die Kreditinstitute angesichts der schwachen Märkte zunehmend die Geduld verlieren.<br />&lt;break&gt;&nbsp;<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Schiffsfonds in der Bredouille</span><br />Deshalb steigt die Zahl der Sanierungsfälle bei den deutschen Fondsschiffen rapide. Nach einer Erhebung der Fondszeitung gab es in der ersten Sanierungswelle von Anfang 2009 bis Mitte 2011 bereits mehr als 500 Schiffsgesellschaften, bei denen die Anleger selbst zur Sanierung aufgefordert wurden. Mittlerweile werden mehr als 650 Sanierungsfälle gezählt. „Die Zahl der Insolvenzen und Notverkäufe ist mittlerweile dreistellig“, ergänzt der leitende Redakteur der Fondszeitung, Wolfhart Fabarius. Die jüngsten Meldungen von Schiffsinsolvenzen kamen aus den Häusern Atlantic, GHF, HCI Capital, Hanse Capital und Lloyd Fonds. Mit Appen Capital musste sogar ein Fondsinitiator Zahlungsunfähigkeit anmelden. Da davon auszugehen ist, dass sich Anleger in der zweiten Sanierungsrunde weniger engagieren als in der ersten, muss die Branche mit weiteren Insolvenzen und Notverkäufen rechnen.
Die Krux dabei: Notverkäufe schwächen den Markt zusätzlich. Nicht nur, weil dadurch die echten Werte der Schiffe realisiert werden und Portfolien neu bewertet werden müssen. Die Käufer der notleidenden Schiffe sind zudem in der Lage, die Frachter mit deutlich niedrigeren Kosten aufzusetzen. Die Schiffe kommen also mit geringeren Fracht- und Charterraten aus, als die teurer ein-gekauften und finanzierten Pötte.
<span style="font-weight: bold;">Positive Prognosen lagen daneben</span><br />Der Hauptgrund für das Scheitern der bisherigen Sanierungskonzepte liegt darin, dass die positiven Annahmen in den Prognosen nicht eingetroffen sind. Wissenschaftler Lemper: „Die Marktentwicklung, die bis Anfang 2011 auf einem guten Weg war, läuft nicht so gut, wie man das angenommen hat.“ Kritiker legen – gerne hinter vorgehaltener Hand – nach und werfen der Branche vor, dass in unzähligen Fällen zu viel Zweckoptimismus mit an Bord gewesen sei, in erster Linie zulasten unwissender Anleger.
Noch schlimmer ist, dass die Probleme nicht gelöst sind. In der Containerfahrt haben die großen Linienreeder zwar dem ruinösen Preiskampf abgeschworen und in den vergangenen Wochen die Frachtraten erhöht. Fraglich ist aber, wie lange der Marktfrieden hält. Denn keiner der großen Player will Marktanteile abgeben, weshalb der Wettkampf mit der Lieferung neuer Schiffe wieder angeheizt werden könnte. Nicht zuletzt deshalb sind Frachtratenerhöhungen für die Chartermärkte von geringer Bedeutung. Die Kapazitätenkonkurrenz wächst jedenfalls weiter: In den Orderbüchern der Werften standen im März rund 570 Containerschiffe. Von den Bulkern sind noch etwa 2.400 bestellt. In allen Schiffsklassen haben zwar die Verschrottungen zugenommen, das Überangebot an Transportkapazität konnte damit jedoch nicht abgebaut werden. „Vor diesem Hintergrund sehe ich derzeit in keinem Markt eine kräftige Erholung vor dem Jahr 2014. Eine Ausnahme könnten die Handysize-Bulker wegen des besonders hohen Flottenalters, die kleineren Containerschiffe und die Produktentanker aufgrund des geringen Flottenzuwachses sein“, erklärt Lemper.<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Zukunftsfähig oder nicht, das ist hier die Frage </span><br />Schiffseigentümer, Reeder und Emissionshäuser müssen hinterfragen, ob ihre Schiffe zukunftsfähig sind oder womöglich künftig nicht mehr gefragt sind. Für zahlreiche Restrukturierungen ist das mittlerweile eine drängende Frage, beobachtet Fabarius: „Gesellschaften sind dann nicht mehr sanierungsfähig, wenn ihr Schiff von der Größe und Ausrichtung her einem Marktsegment zuzuordnen ist, das sich auf absehbare Zeit nicht erholen wird.“
Kleine und alte Schiffe werden ausgemustert und durch moderne und größere Schiffe ersetzt. Gleichzeitig werden die Routen und die Loops umstrukturiert. Mittlerweile fahren sogar 13.000-TEU-Containerschiffe, wenn auch nur mit 7.000 TEU Beladung, in die Ostsee. Diese Verdrängung gab es vor der Krise nicht; allerdings rechnet sich der Einsatz der großen Schiffe wesentlich besser. In der Massengut- und Tankschifffahrt kommt sehr viel neue, moderne Tonnage auf Markt, die den Druck auf die Charterraten bis auf weiteres hoch halten wird.<br /><br /><span style="font-weight: bold;">portfolio international 15.05.2012</span>]]></content:encoded>
			<category>Anlage</category>
			
			
			
		</item>
		
		<item>
            <pubDate>Wed, 16 May 2012 04:04:00 +0200</pubDate>
			<title>In eigener Sache: update erscheint am Montag wieder</title>
			<link>http://www.portfolio-international.de/newsdetails/article/in-eigener-sache-update-erscheint-am-montag-wieder.html</link>
			<description>Ab dem 21. Mai 2012 ist die Redaktion wieder mit neuen Meldungen für Sie da.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Liebe Leserinnen und Leser,
ab Montag erscheinen wieder&nbsp;die nächsten Ausgaben unseres&nbsp;Onlinedienstes &quot;update&quot;.
Die Redaktion portolio international&nbsp;wünscht&nbsp;allen Leserinnen und Lesern einen&nbsp;erholsamen Feiertag.
Ihre Redaktion]]></content:encoded>
			<category>update 16.05.2012</category>
			
			
			
		</item>
		
		<item>
            <pubDate>Tue, 15 May 2012 09:00:00 +0200</pubDate>
			<title>INTERVIEW: &quot;Für den CS Euroreal gibt es eine Chance&quot;</title>
			<link>http://www.portfolio-international.de/newsdetails/article/15052012-interview-mit-sonja-knorr.html</link>
			<description>Nach Ansicht von Scope-Analystin Sonja Knorr ist das Immobilienportfolio des CS Euroreal besser als...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die vom Analyseanbieter&nbsp;Scope Analysis prognostizierte Marktbereinigung bei offenen Immobilienfonds ist eingetreten. Der&nbsp;Privatanleger kann aber nach wie vor aus einer Reihe offener Immobilienfonds mit unterschiedlichen Fondsprofilen auswählen. Welche Fonds&nbsp;am besten aus der Krise der vergangenen Jahre heraus gekommen sind, zeigt das neue Scope-Rating &quot;Offene Immobilienfonds 2012&quot;, welches am Dienstag in Frankfurt vorgestellt wird. Darüber sprach <span style="font-weight: bold;">portfolio international</span> im Vorfeld mit Scope-Analystin Sonja Knorr.
<span style="font-weight: bold;">Frau Knorr, sind&nbsp;Überraschungen im diesjährigen Rating zu erwarten?&nbsp;Wie viel können Sie verraten?</span>
Wie in jedem Jahr verändert sich die Branche. Der Konsolidierungsprozess ist weiter vorangeschritten und steht kurz vor Abschluss. Auch die Ratings der noch am Markt vorhandenen Fonds haben sich geändert. Die Renditen sind vielfach noch gesunken, dies ist insbesondere den Entwicklungen an den Immobilienmärkten und den niedrigen Liquiditätsrenditen geschuldet. Betrachtet man die Produkte genauer, zeigt sich ein differenzierter Handlungsspielraum durch teilweise beachtliche Nettomittelzuflüsse insbesondere bei Fonds mit einem hohen Anteil heimischer Objekte. Die Produkte haben sich im Gegensatz zum Vorjahr unterschiedlich entwickelt, das spiegelt sich auch in den Rating-Noten wieder. Die allgemeine Marktentwicklung macht jedoch auch vor den Rating-Ergebnissen nicht halt.
<span style="font-weight: bold;">Welchen Einfluss hat die Auflösung des SEB Immoinvest auf das Scope-Rating?</span>
Die&nbsp;kürzlich bekanntgegebene Auflösung des SEB Immoinvest hat keine direkte Auswirkung auf das Rating der offenen Immobilienfonds. Allerdings haben wir insbesondere die Bewertung der Liquiditätskomponente im Rating im Hinblick auf die unsichere Marktsituation beleuchtet, um die antizipierten Entwicklungen am Markt im Vorfeld mit zu beleuchten. Darüber hinaus begleiten wir den Markt sehr eng und stehen in ständigem Kontakt mit den Fondsmanagern der bewerteten Fonds, um eventuelle Auswirkungen frühzeitig zu erkennen.
<span style="font-weight: bold;">Mit dem SEB Immoinvest wird einer der größten deutschen offenen Immobilienfonds nun endgültig vom Markt genommen. Was bedeutet dieser neue Rückschlag für die gesamte Branche?</span>
Für die Anleger ist die Abwicklung des SEB Immoinvest bedauerlich, aber ein weiterer Konsolidierungsschritt, den die Branche vollzieht. Im Hinblick auf eine Entscheidung beim CS Euroreal wird die Situation nicht einfacher. Für die verbleibenden Fonds der Branche, die bisher auch in ruhigem Fahrwasser unterwegs waren, dürfte dies nicht zu einem großen Problem werden, da die Vertriebe diese Entwicklung bereits vielfach antizipiert haben. Die Branche hat nun die Chance, wieder Vertrauen bei ihren Anlegern zu gewinnen.
<span style="font-weight: bold;">Und wie lautet Ihre Prognose für den CS Euroreal, nachdem die Credit Suisse das gleiche Öffnungsprocedere angekündigt hat,&nbsp;wie es&nbsp;beim&nbsp;Wettbewerberfonds SEB Immoinvest der Fall war?</span>
Die Chance auf erfolgreiche Wiederöffnung ist für den CS Euroreal&nbsp;durch die Auflösung des SEB Immoinvest nicht gerade gestiegen. Dennoch gibt es eine Chance. Der CS Euroreal&nbsp;verfügt immerhin über 25 Prozent Nettoliquidität. Das heisst, es stehen tatsächlich auch 25 Prozent des Fondsvermögens für die Erfüllung der Anteilscheinrückgaben zur Verfügung. Hinzu kommt, dass das Immobilienportfolio des CS Euroreal&nbsp;besser ist als das des SEB Immoinvest. Von der Anlegerstruktur hingegen ähneln sich beide Fonds.
<span style="font-weight: bold; ">Scope betont immer wieder, dass Privatanleger nach wie vor aus einer Reihe offener Immobilienfonds mit unterschiedlichen Fondsprofilen auswählen und damit auch künftig mit überschaubaren Investitionssummen in das Asset „Immobilie“ investieren können. Was sollte der Anleger dabei besonders beachten?</span>
Das Produkt bietet Kleinanlegern nach wie vor die Möglichkeit, in breit diversifizierte Immobilienportfolien zu investieren. Das Thema &quot;Sachwertanlage&quot; spielt für den Privatanleger im aktuellen Marktumfeld eine bedeutende Rolle. Bei der Auswahl sollte der Anleger insbesondere auf die Qualität des Immobilienportfolios abstellen. Junge, langfristig vermietete Immobilien an guten Standorten mit bonitätsstarken Mietern sollten den Portfolioschwerpunkt bilden. Weiterhin sollten die Produkte über eine hohe Vermietungsquote und eine ausgewogene Mietvertragslaufzeitenstruktur verfügen. Ein erfolgreiches Asset Management sowie ein stabiles Liquiditätsmanagement sind weitere Punkte, die ein Anleger bei seiner Auswahl einbeziehen sollte.
<span style="font-style: italic;">Das Gespräch führte Goran Culjak.</span>
<span style="font-weight: bold;">portfolio international update 15.05.2012/gcu/gor</span>]]></content:encoded>
			<category>Anlage</category>
			
			
			
		</item>
		
		<item>
            <pubDate>Tue, 15 May 2012 08:45:00 +0200</pubDate>
			<title>Interhyp vermittelt Bauspartarife der Wüstenrot</title>
			<link>http://www.portfolio-international.de/newsdetails/article/interhyp-vermittelt-bauspartarife-der-wuestenrot.html</link>
			<description>Der Vermittler arbeitet bereits mit Alte Leipziger und BHW zusammen und führt derzeit Gespräche mit...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Deutschlands größter Vermittler für private Baufinanzierungen, die Interhyp AG, hat ihr Angebot&nbsp;um die Bauspartarife der Wüstenrot Bausparkasse erweitert. Somit bietet der an Endkunden ausgerichtete Vermittler ab sofort über ein Dutzend Bausparprodukte der Gesellschaften Alte Leipziger, BHW und Wüstenrot an.
Das Ende der Fahnenstange sei&nbsp;dabei noch lange nicht erreicht. Aktuell ist die Interhyp mit drei weiteren Bausparkassen in Verhandlungen, wie die Gesellschaft auf Nachfrage mitteilte. Eine Zusammenarbeit mit allen zwölf privaten Bausparkassen werde aber nicht angestrebt. „Die einzelnen Tarife der Bausparkassen unterscheiden sich nicht groß voneinander, somit wollen wir auch nicht alle Bausparkassen in unser Produktportfolio aufnehmen“, sagte eine Sprecherin der Interhyp zu portfolio international.
Interhyp vergibt selbst keine Darlehen, sondern entwickelt aus dem Angebot von mehr als 300 Banken und Sparkassen für Kunden Finanzierungsmodelle, wobei auch Bausparverträge vermittelt werden. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 3,4 Millionen Bausparverträge abgeschlossen, das Volumen für das Neugeschäft ist auf rund 100 Milliarden Euro gestiegen.
<span style="font-weight: bold;">portfolio international update 14.05.2012/gcu/gor</span></div>]]></content:encoded>
			<category>Anlage</category>
			
			
			
		</item>
		
		<item>
            <pubDate>Tue, 15 May 2012 07:00:00 +0200</pubDate>
			<title>Aragon verkleinert Vorstand</title>
			<link>http://www.portfolio-international.de/newsdetails/article/finanzvorstand-schuetz-verlaesst-aragon.html</link>
			<description>Wulf Schütz scheidet Ende Mai aus dem Unternehmen aus. Das Finanzressort wird künftig wieder vom...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Wulf&nbsp;Schütz, Finanzvorstand des Finanzdienstleistungskonzerns Aragon, scheidet Ende Mai 2012 aus dem Unternehmen aus. Wie Aragon&nbsp;am Montag mitteilte, soll die Trennung „im besten&nbsp;beiderseitigen&nbsp;Einvernehmen“ erfolgen.&nbsp;Aufsichtsrat und Vorstand der Aragon haben sich darauf verständigt, dass die Position nicht neu besetzt wird. Das Finanzressort wird künftig wieder vom COO Ralph Konrad verantwortet, der das Ressort bereits bis 2010 leitete.
Die neue Vorstandsstruktur ist für CEO Sebastian Grabmaier eine „logische Konsequenz der strategischen Unternehmensausrichtung“.&nbsp;„Nachdem wir die ersten acht Jahre seit Gründung auch stark durch Zukäufe gewachsen sind, kommen wir nun in die Phase der Integration, in der wir den Fokus auf die operative Entwicklung des Konzerns und unsere Ertragskraft legen wollen“, sagt Grabmaier.
Ziel der Aragon sei,&nbsp;verschiedene Vertriebsmodelle unter einem Dach zu vereinen, ohne dem jeweils einzelnen Vertrieb die Identität zu nehmen. In den operativen Geschäftsbereichen ist die Gesellschaft mit mehreren, im Markt eigenständig auftretenden, Tochtergesellschaften aktiv.
<span style="font-weight: bold;">portfolio international update 14.05.2012/gcu/gor</span></div>
<div></div>]]></content:encoded>
			<category>Personalien</category>
			
			
			
		</item>
		
		<item>
            <pubDate>Tue, 15 May 2012 06:45:00 +0200</pubDate>
			<title>Auf dem falschen Dampfer?</title>
			<link>http://www.portfolio-international.de/newsdetails/article/auf-dem-falschen-dampfer.html</link>
			<description>&quot;Drei Wege für die Lebensversicherung&quot; lautet die Titelstory im Mai-Heft von portfolio...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Lebensversicherungen&nbsp;sind nicht zu beneiden: Die Europäische Zentralbank hat mit der Politik des billigen Geldes die Kapitalanlagerenditen der Assekuranz für festverzinsliche Wertpapiere in nie gekanntem Ausmaß nach unten befördert. Anleihen, die Hauptanlageform der Versicherer, brachten zuletzt weniger als zwei Prozent Zinsen. Aktien bieten auch keine Alternative, weil feste Ablaufleistungen und garantierte Rückkaufwerte für Altersvorsorgepolicen nicht gut mit der hohen Volatilität der Aktienanlage zusammenpassen. Folge: Die Gewinnbeteiligung der Kunden sinkt. Noch im Jahr 1995 schaffte die Branche im Schnitt 7,39 Prozent Nettorendite, 2011 waren es noch 4,2 Prozent.
Die Kunden von rund 94 Millionen Lebensversicherungsverträgen sowie alle Sparer von Festverzinslichen fragen sich nun: Lohnt ein Investment überhaupt noch? Die Antwort kann nur lauten: Ja, denn mit dem Verzicht auf Vorsorge droht vielen Deutschen Armut im Alter. Dauerhafte Anleiherenditen unterhalb der Inflationsrate muss die Branche durch bessere Lobbyarbeit in Brüssel und Berlin verhindern. Das Vertrauen der Kunden kann sie selbst zurückerobern. Nur 24 Prozent der Deutschen sind einer Allensbach-Umfrage zufolge bereit, im Moment mehr Geld für die Altersvorsorge auszugeben. Im Jahr 2001 waren es noch 45 Prozent. Die Staatsschuldenkrise stimuliert eher den kurzfristigen Konsum als die langfristige Vorsorge. Für vier von fünf Befragten ist die Sicherheit der Anlage das dominierende Thema.
In diesem Zusammenhang ist die aufgeflammte Diskussion innerhalb der Branche um die Aufweichung der Garantien von Lebensversicherungen das falsche Signal. Auch wenn vieles noch unausgegoren scheint, liegen in den Schubladen der Produktschmieden schon Konzepte, die das Ende der klassischen Lebensversicherung besiegeln könnten. Künftig müssten die Bürger womöglich mehr Anlagerisiko bei ihrer Altersvorsorge übernehmen. Das dürfte die meisten allerdings überfordern. Einige Versicherungsvorstände sind wohl auf dem falschen Dampfer.
<span style="font-style: italic;">Mehr dazu lesen Sie in der&nbsp;Titelstory &quot;Drei Wege für die Lebensversicherung&quot;&nbsp;im Mai-Heft von portfolio international. Das Heft erscheint am Mittwoch.</span>
<span style="font-weight: bold;">portfolio international 15.05.2012/dpo/gor</span>]]></content:encoded>
			<category>Vorsorge</category>
			
			
			
		</item>
		
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